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Falkensee Neue Pläne für See-Carré-Areal
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10:28 09.10.2018
Das Aus für das Shopping-Center See-Carré in Falkensee steht seit einem Monat fest – nun sollen auf der Brache Wohnungen und Büros entstehen. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Wohnungen für bis zu 1000 Menschen könnten auf dem Gelände in Falkensee, auf dem ursprünglich das See-Carré gebaut werden sollte, entstehen. Dies zumindest ist die Vorstellung von Investor Sven Grundmann. Nachdem der Geschäftsführer der Falkensee-Center-Projektentwicklungs GmbH und der S&G Development GmbH erst vor einem Monat das Aus für das seit Jahren geplante Shopping-Center verkündet hatte, legte er den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses Montagabend seinen „Plan B für die Entwicklung des Gebietes“ vor.

Mischung aus Wohnen und Arbeiten

Statt eines Einkaufszentrums will Grundmann nun einen Gebäudekomplex mit Wohnungen, Büro- und Gewerbeflächen bauen. „Wir sehen für Büroräume einen großen Bedarf und haben die Möglichkeit, die Mieter, die ins See-Carré ziehen wollten, mitzunehmen in das neue Projekt“, erklärte Grundmann. Daher soll es auch Flächen für Einzelhandel geben.

Auch Fläche hinter Real-Markt soll bebaut werden

Die Gewerbeflächen sollen vor allem in Richtung des benachbarten Real-Marktes angeordnet werden, da sich der Investor dadurch Synergien erhofft. Sowohl die Anlieferung für den Einzelhandel, als auch die Anfahrt zum Parkhaus mit rund 400 Stellplätzen soll über die Leipziger Straße erfolgen, die in diesem Zuge durch den Investor ausgebaut werden soll. Im vorderen Bereich des Gebäudekomplexes an der Dallgower Straße/Schwartzkopffstraße ist zudem eine Tiefgarage mit noch einmal 60 Stellplätzen geplant. Bebaut werden soll nun auch die triangelförmige Fläche hinter dem Real-Markt.

Wohnungen mit bis zu 107 Quadratmeter geplant

Bei den rund 400 Wohnungen möchte Grundmann auf Vielseitigkeit setzen. So soll es neben Wohnungen in einer Größe von 38 bis 107 Quadratmeter, die zwischen 9,50 Euro und 11 Euro pro Quadratmeter kosten sollen, auch seniorengerechte Ein- bis Zweizimmerwohnungen geben. Diese sind in einem extra Gebäuderiegel angeordnet. Eines betonte Sven Grundmann bei seinen Ausführungen noch einmal deutlich: „Wir haben keine Überlegungen, Eigentumswohnungen zu bauen.“

Das ist auch im Sinn der Stadtverordneten und Ausschussmitglieder, die sich bei dem Projekt auch Wohnungen wünschen, die für Menschen mit geringen Einkommen bezahlbar sind. „Sozialer Wohnungsbau oder zumindest bezahlbare Wohnungen sollten ein Muss sein“, forderte etwa Norbert Kunz (Linke). Wolfgang Jähnichen (SPD) begrüßte zunächst einmal ausdrücklich, dass das See-Carré nicht gebaut wird, wünschte sich aber ebenfalls mehr sozialen Wohnungsbau.

Diskussion um sozialen Wohnungsbau

Das Projekt müsse endlich voran kommen, mahnte Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD). Er gab zu bedenken, wie schwer sozialer Wohnungsbau erfahrungsgemäß bei solchen Projekten umzusetzen sei. Viele Auflagen hätten auch viele Nebenwirkungen. Von der Idee einiger Ausschussmitglieder, man könne doch einige Wohnungen teurer anbieten und so den Preis anderer Wohnungen niedrig halten, war Müller nicht überzeugt.

Investor soll seine Pläne anpassen

Investor Sven Grundmann soll nun bis zur nächsten Sitzung die Pläne weiter präzisieren. „Das, was ich ihnen heute zeige, ist nur eine grobe Skizze, die wir schnell aufs Papier gebracht haben“, sagte Grundmann. Laut dieser Skizze plant Grundmann derzeit noch mit einer fünf- bis sechsgeschossigen Gebäudehöhe. An der Ecke am künftigen Kreisverkehr sind es sogar sieben Stockwerke. „Wir haben uns hier am ursprünglichen Plan für das See-Carré orientiert, liegen aber zugegebener Maßen etwas darüber“, erklärte Grundmann. Der Investor möchte sein Vorhaben nun so schnell wie möglich voranbringen. Die Fertigstellung ist für 2021 anvisiert.

Von Danilo Hafer

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