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Falkensee Wohnungsbau statt See-Carré
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17:47 13.02.2019
Architekt Alexander Pithis zeigt im Ausschuss Stadtentwicklung, wie das Wohnquartier neben dem Real-Markt aussehen könnte. Quelle: Vivien Tharun
Falkensee

Das Bochumer Wohnungsunternehmen Vonovia und dessen Firmentochter Buwog Bauträger haben am Dienstagabend im Falkenseer Stadtentwicklungsausschuss ihr neues Planungskonzept für die Fläche an der Ecke Dallgower Straße und Schwartzkopffstraße vorgestellt.

Ende für See-Carré

Ursprünglich sollte auf dieser Fläche neben dem Real-Markt das Einkaufszentrum See-Carré entstehen. Die Pläne dazu wurden im vorigen Herbst aufgegeben, da das Einkaufszentrum durch den steigenden Onlinehandel, mehr Discounter und den erweiterten Havelpark als nicht mehr konkurrenzfähig galt.

Zudem hätten lange Genehmigungsphasen das Projekt erschwert, wie Investor Sven Grundmann, Geschäftsführer der Falkensee-Center-Projektentwicklung im Vorjahr bekannt gab. Die ursprünglich geplante gemeinsame Zufahrt mit dem Real-Markt hatte sich zerschlagen, dadurch waren teure Umplanungen nötig geworden.

Neues Konzept mit viel Wohnfläche

Das neue Konzept für die Fläche in Zentrumsnähe beinhaltet nun eine Mischung aus Einzelhandel, Büros, Dienstleistern und Wohnfläche. Es ist ein Quartierbau mit Innenhof, entworfen durch die Stephan-Höhne-Architekten mbH Berlin.

Architekt Alexander Pithis sagte am Dienstag in der Sitzung, dass der Gebäudeblock vier Geschosse haben soll und keine Keller. Der Innenhof sei begrünt und es würden Flächen für Kinder, Feste und Hobbygärten eingeplant. „Der Bau soll Generationen mit einander verbinden“, sagte Pithis. Zudem würde ein öffentlicher Weg durch den Block führen, so dass niemand Umwege um das gesamte Quartier laufen müsste oder sich ausgeschlossen fühlte.

Parkhaus geplant

Die Dächer des Wohnblocks und die Fassade des integrierten Parkhauses sollen begrünt werden. Laut Architekt Pithis spielten Umweltschutz und zukunftstaugliche Bauweise eine große Rolle bei diesem Entwurf. Das Parkhaus sei zum Beispiel so angelegt, das einzelne Module darin stetig den Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden könnten. Dazu gehören Parkplätze für Fahrräder und Ladestationen für Elektroautos, die nach Bedarf erweitert werden könnten.

Bemühen um nachhaltiges Bauen

Der Komplex sei barrierefrei. Laut Buwogs Geschäftsführer Alexander Happ sei seine Firma als Bauträger um nachhaltiges Bauen bemüht.

Für das Vonovia Wohnungsunternehmen stellte Ralf Krombholz die Aufteilung des Gebäudes genauer dar. So sollen Gastronomie und Gewerbe im Erdgeschoss der Süd-West-Ecke des Blocks liegen - Richtung Dallgower Straße. Ebenfalls zur Dallgower Straße hin soll es laut Entwurf mehrere Wohnungen für Senioren geben. Der Rest der Wohnungen sei durchmischt angelegt. So würde es für Singles und Familien gleichermaßen Angebote geben.

Die Planung sieht vor, dass 30 Prozent der Wohnungen für Senioren sind, 25 Prozent hätten zwei Zimmer, 20 Prozent ein Zimmer, 15 Prozent drei Zimmer und zehn Prozent wären Wohnungen mit vier Zimmern. Die günstigsten (ein Zimmer) davon seien mit 400 bis 450 Euro netto Kaltmiete eingeplant.

Wohnungen mit Dachterrasse

Die Miete pro Quadratmeter würde laut Krombholz je nach Wohnungstyp variieren. So würde ein Apartment mit Dachterrasse laut den jetzigen Planungen bei mehr als 12 Euro liegen, während die weniger attraktiven Lagen bei etwa 10 Euro liegen sollen.

500 Stellplätze

Insgesamt sollen laut Konzept neben dem Real-Markt und auf dem dreieckigen Grundstück dahinter (an der Leipziger Straße) 450 Wohneinheiten entstehen. Das Parkhaus soll 500 Stellplätze haben. Für Gastronomie, Büros und Einzelhandel seien rund 4000 Quadratmeter Fläche eingeplant.

Der Ausschuss Stadtentwicklung zeigte sich mehrheitlich interessiert am neuen Planungskonzept für die freie Fläche neben dem Real-Markt. Zu einer Abstimmung darüber kam es zu diesem Zeitpunkt der Planungen jedoch noch nicht. Zunächst müssten baurechtliche Fragen geklärt werden.

Warten auf abschließende Planung

Ursprünglich war die Fläche für Gewerbe ausgeschrieben - nun muss sie für den Wohnungsbau umgewidmet werden. Alexander Happ von der Buwog Bauträger GmbH und die Vertreter der Vonovia zeigten sich auf Nachfrage des Ausschusses positiv gestimmt, die abschließenden Planungen bis zum Sommer fertig zu haben und mit dem Bau beginnen zu können, sobald die entsprechenden Stadtgremien dem Bau zugestimmt haben.

Begonnen haben derweil auf dem gegenüberliegenden Grundstück an der Schwartzkopffstraße die Vorbereitungen für den Bau, dort sind 100 neue Wohnungen geplant.

Von Vivien Tharun

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