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Falkensee Neue Pläne für alten Burattino-Bau
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00:28 13.05.2018
Der Burattino-Kindergarten wartet auf die Wiedergeburt. Ob es die auch für den keramischen Figurenschmuck gibt, ist unklar. Er soll aber fachgerecht abgenommen und vorerst eingelagert werden. Quelle: Marlies Schnaibel
Falkensee

So könnte es also weitergehen mit dem stillgelegten Burattino-Kindergarten in Finkenkrug: Falkensees Bauamtsleiter Jens Grothe stellte am Mittwochabend im Bildungsausschuss die Pläne für den Umbau vor.

Umbau oder Abriss?

Aber was heißt Umbau? Die grundsätzliche Entscheidung wurde zuerst geprüft: Umbau oder Abriss? Es wird wohl der Abriss werden und der Bau eines neuen Gebäudes. Inzwischen sieht das Projekt einen Hortbereich für 250 Mädchen und Jungen sowie einen Kindergarten-Teil mit 50 Plätzen vor.

Altbau von 1983: Er soll abgerissen werden und einem Neubau weichen. Quelle: Marlies Schnaibelt

Richtig schöne Bilder mit neuen strahlenden Fassaden gab es Mittwoch noch nicht zu zeigen, aber ein sichtlich durchdachtes Konzept für die Anlage mit klarer Raumaufteilung. Die Stadt arbeitet da mit einem Zwickauer Architektur- und Ingenieurbüro als Generalplaner zusammen. Das hat einen zweigeschossigen Winkelbau auf dem Grundstück in der Holbeinstraße entworfen. Mit 6100 Quadratmetern ist die Fläche recht großzügig, bietet dann auch Platz für Spielflächen und Regenwasserentsorgung.

Fahrstuhl fürs Obergeschoss

Im Erdgeschoss sollen die Kita untergebracht sein und ein Teil des Hortes, die zweite Etage steht ganz dem Hort zur Verfügung. Das Obergeschoss ist auch über einen Fahrstuhl zu erreichen, um den Neubau barrierearm zu gestalten.

Hortplätze dringend gesucht

Der Umbau der Kita ist dringend nötig. Die Lessing-Grundschule wartet seit Jahren darauf, dass hier neue Hort-Plätze entstehen. Das Gebäude war 1983 als Kindergarten „Burattino“ bezogen worden. Er ist besonders durch den auffälligen (und bis heute gut erhaltenen) Terrakottaschmuck der Künstlerin Elena von Martens bekannt. Nach 30 Jahren wurde die Kita jedoch 2013 geschlossen, der Landessportbund nutzte das Haus noch eine gewisse Zeit als Übergang, bis seine bewegungsorientierte Kita „Nesthüpfer“ fertig war. Dann haben die Stadtverordneten das Gebäude an den DRK-Landesverband verkaufen wollen. Der wollte den Altbau abreißen und hatte einen optisch sehr ansprechenden Neubau vorgestellt. Ein endgültiger Vertrag kam jedoch nicht zustande.

Planung mit DRK-Landesverband scheiterte

Interne Probleme hatten dafür gesorgt, dass der Landesverband mehrmals seine Partner für das Projekt wechselte. Der DRK-Landesverband wollte das Projekt mit einem Partner realisieren. Erst war der DRK-Kreisverband Potsdam/Zauch-Belzig im Gespräch, dann Neuruppin, dann wieder Potsdam/Zauch-Belzig. Dieser Kreisverband war aber in die negativen Schlagzeilen geraten, wegen Unregelmäßigkeiten im Kreisverband und wegen der Vorwürfe, wonach ein Mitarbeiter mit Dienstfahrzeug ins Bordell gefahren war. Am Ende zogen die Falkenseer die Notbremse und hoben den Beschluss über den Verkauf des Kindergartens auf.

Der ASB hatte sich ursprünglich auch beworben, stand aber nun nicht mehr zur Verfügung, weil er seine Kraft auf eine neue Kindertagesstätte in Dallgow-Döberitz gerichtet hatte. So entschied sich die Stadt, das Haus selbst zu entwickeln.

Man darf neugierig sein, wie es mit Burattino weitergeht. Quelle: Marlies Schnaibel

Nun wurde dazu die Vorplanung vorgelegt. Die Zusammenarbeit mit dem Zwickauer Büro bezeichnete der Falkenseer Bauamtsleiter als sehr gut und flüssig. Deshalb sehe man auch optimistisch auf den Zeitplan: „Wir wollen im Juni den Bauantrag stellen und im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen.“

Zwischenlösung für 70 Kinder

Bis dahin muss geklärt werden, wo die 70 Kinder betreut werden, die derzeit in dem Burattino-Altbau noch zum Hort gehen. „Mehrere Varianten sind geprüft worden“, sagte Bildungsdezernentin Luise Herbst. Viel spreche gegen Container auf der Baustelle und für eine Zwischenlösung in der Lessing-Schule selbst. Dazu müsste das Ministerium der Doppelnutzung von Klassenräumen zustimmen.

Von Marlies Schnaibel

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