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Falkensee Geschäftshaus am Falkenseer Bahnhof fast fertig
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16:15 29.08.2018
Das Neubau am Falkensee Bahnhof ist fast fertig. Derzet laufen die letzten Ausbauarbeiten. Quelle: Danilo Hafer
Falkensee

 Das neue 77 Meter lange Geschäftshaus in der Falkenseer Bahnstraße ist zwar noch nicht ganz fertig, dennoch hat Bauherr Michael Ziesecke bereits seinen persönlichen Lieblingsraum für sich ausgemacht. Er befindet sich im dritten Obergeschoss und verfügt über ein großes bodentiefes Fenster und einen Zugang zur Außenterrasse. „Durch die großen Fenster hat man einfach den ganzen Tag Sonne und einen perfekten Blick auf den Bahnhof und über die Stadt“, schwärmt der Bauherr.

Noch kann er den Blick von hier genießen, schon bald wird jedoch der eigentliche Mieter, eine Praxis für Ergotherapie, mit einem Bewegungsraum einziehen. Von den ein- und ausfahrenden Zügen hören die Mieter aber nichts. Schallschutzfenster sorgen für die nötige Ruhe.

Im Außenbereich laufen derzeit noch Bodenarbeiten, bevor die Gehwegplatten verlegt werden. Quelle: Danilo Hafer

Neben der Ergotherapie werden das Jobcenter und die Musikschule des Kreises als Hauptmieter in den viergeschossigen Neubau einziehen. Eine Schülerhilfe sowie eine Praxisgemeinschaft mit vier Ärzten finden ebenso ihren Platz im neuen Gebäude. Im Erdgeschoss werden ein Eisladen, eine Fleischerei und ein Laden für unverpackte und vegane Lebensmittel ihre Geschäfte eröffnen. Die ersten Mieter bauen bereits ihre Möbel auf, weitere folgen im September. Das Jobcenter soll im Oktober eröffnen.

Musiksaal für klassische Konzerte

Ein Highlight wird künftig der Musiksaal im Erdgeschoss sein, der derzeit noch am meisten einer Baustelle gleicht. Der Fußboden muss noch verlegt, der Raum gestrichen und die akustischen Elemente angebracht werden. „Der Raum ist ideal für klassische Musik, er ist so konzipiert, dass hier ohne technischen Aufwand Konzerte gespielt werden können“, erklärt Architekt Uwe Mangold. Dafür sorgen auch spezielle Akustiksegel, die an der Decke montiert werden.

Neubau für acht Millionen Euro

Bei der Innengestaltung des Saals konnte sich indes Michael Ziesecke mit seiner Vorliebe für ausgefallene Lichtinstallationen durchsetzen. „Wir werden noch Leuchtstreifen anbringen, die aus fünf Notenlinien bestehen“, erklärt er. Die Leuchtstreifen setzen sich auch in den Treppenhäusern fort. „Anstatt einzelner Lampen haben wir uns für ein durchgehendes Lichtband entschieden“, so Ziesecke. Das Geschäftshaus hat er gemeinsam mit seiner Frau Sabine gebaut. Fast acht Millionen Euro hat der Neubau gekostet.

Aus dem Inneren geht der Blick direkt auf den Falkenseer Bahnhof. Schallschutzfenster sorgen für Ruhe. Quelle: Danilo Hafer

Ursprünglich sollte das Gebäude schon fertig sein. „Wir hängen etwa zwei Monate hinterher. Hätten wir ein einfaches Wohnhaus gebaut, wären wir mit Sicherheit schon fertig“, erklärt Ziesecke . Während der Bauphase mussten sich Bauherr und Architekt immer wieder mit den künftigen Mietern abstimmen.

„Jeder hat seine speziellen Anforderungen und Wünsche, die wir versucht haben umzusetzen“, so Mangold. Seien es die großen Flure in der Arztpraxis, die gleichzeitig als Wartebereich dienen oder die speziell schallgeschützten Wände in den Räumen der Musikschule. „Die Wände sind hier extra dick, damit auch laute Instrumente, wie ein Schlagzeug, unterrichtet werden können, ohne die anderen Mieter zu stören“, so Ziesecke.

Einziger Kfz-Aufzug in Falkensee

Einfallsreichtum mussten die Bauverantwortlichen auch bei der Gestaltung der Tiefgarage beweisen. Aus Platzgründen wurde hier nämlich auf eine klassische Rampe verzichtet. „Stattdessen gibt es hier nun den einzigen Kfz-Aufzug in Falkensee“, erklärt Ziesecke.

Ob das Geschäftshaus in der Bahnstraße vorerst das letzte Großprojekt der Zieseckes gewesen sein wird, vermag der Falkenseer noch nicht zu sagen. „Wenn eine Herausforderung kommt, bin ich dabei“, sagt Michael Ziesecke.

Von Danilo Hafer

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