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Falkensee „Queere“ Literatur jetzt in der Stadtbibliothek
Lokales Havelland Falkensee „Queere“ Literatur jetzt in der Stadtbibliothek
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08:10 27.10.2018
Heike Rosendahl beim Beschriften der queeren Medien. Quelle: Laura Sander
Falkensee

Die eigene Geschlechterrolle und Identität in den Fokus rücken, abweichend vom angenommenen Zwang zur Heterosexualität, – die Queer-Bewegung ist bunt, vielfältig und eben anders. Schwul, lesbisch, bisexuell, intersexuell, transgender, pan- oder asexuell –, seit Freitag gibt es in der Falkenseer Stadtbibliothek ein ganzes Regal zum Thema.

Was bedeutet es, queer zu sein?

Was bedeutet es, queer zu sein, und was gehört überhaupt dazu? Darüber mussten sich Bibliotheksleiterin Christiane Radon und Heike Rosendahl, Vorstandsmitglied des Fördervereins, erst einmal klar werden. „Erst bei der Literaturauswahl wurde uns so richtig bewusst, was alles zur queeren Literatur zählt. Ein Krimi mit einem homosexuellen Kommissar als Hauptfigur beispielsweise fällt schon in die Kategorie“, so Christiane Radon.

„Somit hatten wir bereits einiges an queerer Literatur im Bestand. Auch Sachbücher zum Thema ,Transgender’ wurden immer mal wieder gelesen, wenn auch nur in unserer Leseecke“, sagt Radon weiter. Vor allem Jugendliche zeigten immer mal wieder Interesse am Thema.

Nachfragen und Wünsche

Ausgeliehen würden die Bücher eher selten. Und überhaupt sei die queere Literatur in der Vergangenheit kaum nachgefragt gewesen. „Erst jetzt, nachdem wir damit begonnen haben, ein Angebot zu schaffen, kommen explizite Nachfragen und Wünsche“, sagt Heike Rosendahl.

In enger Zusammenarbeit mit Verlagen, wie zum Beispiel dem lesbisch-schwulen Querverlag oder dem Himmelstürmer-Verlag, haben die Frauen ein breit gefächertes Angebot geschaffen. Insgesamt 125 neue Medien, – Bücher, Romane, Sachliteratur, Filme, Hörbücher –, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene stehen künftig in der Stadtbibliothek zu Verfügung.

1500Euro Fördermittel

„Von der Partnerschaft für Demokratie haben wir Fördermittel in Höhe von 1500 Euro erhalten. Insgesamt hat die Anschaffung der Medien 2000 Euro gekostet, den Rest haben wir aus Eigenmitteln finanziert“, so Rosendahl.

Vorerst in einem eigenen Regal zu finden, werden die Medien in einigen Wochen in den Bestand einsortiert. Zu erkennen sind sie dann an Regenbogensternchen auf Buchrücken, CD-Covern oder DVD-Hüllen. „Im System sind sie außerdem verschlagwortet und damit ganz einfach in unserem Katalog zu finden. Wichtig ist uns, dass sie nicht im Bestand untergehen“, sagt Radon.

Gemeinsam mit Autoren queerer Literatur und Ilona Bubeck von Querverlag übergab der Förderverein die neuen Medien am Freitagabend offiziell an die Stadtbibliothek.

Von Laura Sander

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