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Falkensee Schlangen, Spinnen und Schildkröten in der Stadthalle
Lokales Havelland Falkensee Schlangen, Spinnen und Schildkröten in der Stadthalle
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10:31 19.03.2019
Die ältesten der großen Spornschildkröten sind 60 Jahre alt. Anfassen war erlaubt bei der Ausstellung. Quelle: Enrico Berg
Falkensee

Ängstlich schaut Lewis Max Schmalz auf das Terrarium mit der Vogelspinne, überwindet dann jedoch seine Skepsis und lässt sich mutig dieses große Exemplar auf die Hand setzen. Mit ruhigen Worten erklärt ihm Tierpfleger Christian Weber, wie er die Hand halten soll. Ehrfürchtig betrachtet er den achtbeinigen, behaarten Gliederfüßer und ist sichtlich stolz darauf, seine Scheu überwunden zu haben. „Die Beine fühlen sich wie Wattestäbchen an”, sagt der Neunjährige aus Groß Glienicke.

Nur Kaltlüter ausgestellt

Die Besucher der Spinnen- und Reptilienausstellung am Wochenende in der Stadthalle Falkensee schauten sich die Tiere mit großem Interesse an. Neugierig standen besonders die Kinder vor diversen Terrarien und rätselten, was sich denn wohl darin befindet. Denn nicht immer war sofort ersichtlich, welcher Exot es sich dort gemütlich gemacht hatte. Einige Tierarten bevorzugten es, sich in Verstecken aufzuhalten, andere lagen entspannt und scheinbar unbeeindruckt von den vielen Leuten unter ihren Wärmelampen.

„Die ausgestellten Exemplare sind alles Kaltblüter, brauchen aber die Wärme, um aktiv zu werden”, erklärte Christian Weber. Weber ist Tierpfleger und Spezialist für Reptilien. Sein Fachwissen war nicht nur bei den Besuchern gefragt, er arbeitet auch für das Fernsehen und für Feuerwehren, vor allem für die in Düsseldorf, als Berater bei Fragen zum Umgang mit mehr oder weniger gefährlichen Tieren.

270 Tiere warn zu sehen

Seit zehn Jahren ist die Spinnen- und Reptilienausstellung von Inhaber André Hein in der gesamten Bundesrepublik „unterwegs“. Deutschlandweit sei sie die einzige Präsentation dieser Art. Insgesamt 270 Tiere von 111 verschiedenen Arten wurden zur Schau gestellt. Spinnen, Schlangen, Echsen, Kaimane und Insekten konnten in der Stadthalle in Augenschein genommen werden.

Bei den Vorführungen einiger Exponate außerhalb der Terrarien trauten sich die ganz kleinen Besucher so einiges zu. Eine Mutter aus Falkensee ließ sich eine etwa acht Kilogramm schwere Königspyton um den Hals hängen, während ihre Kinder das Tier behutsam streichelten.

Leguan auf der Schulter

Ebenso gefragt war ein grüner Leguan. Einige Mutige trugen das possierliche Tierchen auf der Schulter oder auf den Arm. Weil der Leguan optisch an einen Minidrachen erinnert, war er der Star bei den Kindern.

Der Leguan war begehrt. Quelle: Enrico Berg

„Der ist so schön warm und weich, und hübsch ist er auch noch”, beschrieb die dreijährige Nieke Schroll mit glänzenden Augen. Aus Hohen Neuendorf waren ihre Eltern und ihre Schwestern nach Falkensee gekommen, um sich diese ausgefallenen Tiere zu sehen. „Wir haben selbst eine Bartagame, diese Tiere sind ideal für Allergiker, außerdem sind Bartagame sehr einfach in der Pflege”, erklärte Mutter Katharina Schroll.

Über das große Interesse der Besucher und das positive Feedback freute sich Christian Weber. „Wir stellen hier nicht nur Exoten zur Schau, wir haben auch eine pädagogische Aufgabe”, erklärte der Reptilienspezialist. Man wolle die Tiere und Menschen zusammen bringen und auf lockere Art die Angst vor Exoten nehmen. „Man muss Respekt vor diesen Lebewesen haben, aber keine Angst“, sagte er. Das sei auch eine Art des Tierschutzes.

Alles sind legitimierte Nachzuchten

Die ausgestellten Exponate sind allesamt legitimierte Nachzuchten, das heißt, diese Tiere wurden extra gezüchtet und in Gefangenschaft geboren. „Somit hat man der Natur nichts genommen”, unterstrich Weber.

Solch eine Veranstaltung müsse natürlich sowohl beim jeweiligen Ordnungsamt sowie beim Veterinäramt angemeldet werden. Leider gebe es immer wieder bei privaten Tierhaltern schwarze Schafe. „Sowohl Unwissenheit wie auch Ignoranz seitens der Besitzer schaden den Tieren. Dem sollte ein Ende gesetzt werden“, so Weber.

Von Hannelore Berg

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