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Falkensee Streit um Abriss der Burattino-Kita
Lokales Havelland Falkensee Streit um Abriss der Burattino-Kita
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19:46 17.05.2018
Der Burattino-Kindergarten soll umgebaut werden. Quelle: Marlies Schnaibel
,Falkensee

Es ist eines der teuersten Bauvorhaben Falkensees: Der Abriss und Umbau der alten Burattino-Kita. Für dieses Jahr stehen dafür 2,5 Millionen Euro im Haushalt, für das kommende Jahr noch einmal 5,75 Millionen Euro. Für 2018 ist es die größte Einzel-Investition von Falkensee, insgesamt kommt das Megavorhaben auf 8,255 Euro. Seit Jahren wird darüber diskutiert, aber offensichtlich nicht mit jedem. Denn einige Abgeordnete fallen jetzt aus allen Wolken. So die heftigen Debatten im Bau- und im Hauptausschuss dieser Woche.

„Abgeordnete nicht mitgenommen“

Gerhard Thürling (Linke), Vorsitzender des Bauausschusses hatte am Montag kritisiert, dass das Thema nicht im Bauausschuss vorgestellt worden, sondern eine Entscheidung der Verwaltung war. „Das Vorhaben ist im Bildungsausschuss diskutiert worden, aber nicht mit anderen Abgeordneten. Sie haben uns als Abgeordnete nicht mitgenommen“, kritisierte Barbara Richstein (CDU) am Mittwochabend im Hauptausschuss.

Hauch von Selbstkritik

Bürgermeister Heiko Müller (SPD) verwies auf die klaren Zahlen im Haushalt, der wäre mehrmals vorgestellt – und schließlich ohne Nachfragen zur Kita Burattino beschlossen worden. Immerhin fand er zu einen Hauch von Selbstkritik: „Wir haben das vielleicht unterschätzt und dachten, die Diskussion im Bildungsausschuss und in der Haushaltsdebatte reichen.“

Kritik aus CDU-Reihen

Die Kritik aus den CDU-Reihen, man könne vom Abgeordneten nicht verlangen, dass er sich durch einen 130-Seiten-Haushalt gräbt, um solche Vorhaben zu entdecken, wollten andere Abgeordneten nicht stehen lassen. Zum einen lagen die Investitionen sehr übersichtlich aufgearbeitet vor. Zum anderen ist über das Vorhaben seit Jahren diskutiert worden. „Wir haben oft darüber gesprochen, auch über Abriss, Umbau, Neubau“, sagte Amid Jabbour (FDP) aus dem Bildungsausschuss, „es gab aus keiner Fraktion eine Gegenrede.“ Er verwies darauf, dass drei CDU-Mitglieder in dem Fachausschuss sitzen und stellte die Frage der inner-fraktionellen

Kommunikation unglücklich gelaufen

„Die Kommunikation in der Sache ist unglücklich, es ist ärgerlich, dass das Thema nicht im Bauausschuss beraten wurde. Aber mit dem Ergebnis der Planung bin ich sehr zufrieden“, sagte Frank Barz (Linke). „Ich bin froh, dass das Verfahren läuft und es einen klaren Plan gibt.“ Das Vorhaben stand bisher unter keinem guten Stern: Der Umbau der alten Kita stagniert seit mehreren Jahren. Ein Projekt mit dem DRK-Landesverband war gescheitert. Die Lessing-Grundschule wartet seit Jahren dringend auf mehr Hortplätze. Nun könnten hier 250 Hortplätze und ein Bereich für 50 Kindergarten-Kinder entstehen.

Auf der nächsten Stadtverordnetenversammlung will die Verwaltung nun einen formellen Beschluss über den Abriss und den Neubau der Burattino-Kita einbringen. Die Abgeordneten können dann die Kuh vom Eis holen.

Von Marlies Schnaibel

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