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Falkensee Videoprojekt zum Jugendwort des Jahres
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17:39 07.02.2019
In den Winterferien sind sie die Hauptakteure: Die Falkenseer Schüler singen, tanzen und schauspielern. Quelle: Laura Sander
Falkensee

„Ehrenmann“ – mit dem aktuellen Jugendwort des Jahres setzen sich in dieser Woche 24 Falkenseer Grundschüler auseinander. In den Winterferien singen, tanzen und schauspielern die Fünft- und Sechstklässler für das Projekt „Sing meinen Song“.

Am Ende steht ein dreiminütiges Video, das auf Youtube zu sehen sein wird. Wechselnde Drehorte, Tonaufnahmen und Tanztrainings mit einem professionellen Choreographen – ein straffer Zeitplan für die Diesterweg-Grundschüler.

„Mit Youtube kriegst du sie alle“

Doch bevor der actionreiche Tag startet, steht Einsingen auf dem Plan. So viel Zeit muss sein. „Zu Beginn waren die Kinder noch verhalten. Jetzt kommen sie richtig aus sich heraus und machen jeden Quatsch mit“, so Carena de Fries.

Die ASB-Schulsozialarbeiterin ist Regisseurin, Kamerafrau, Kostümverantwortliche, Organisatorin und hat den Text zum Song geschrieben. „Es wird immer schwerer die Kinder zu begeistern. Aber mit Youtube kriegst du sie alle“, sagte Carena de Vries und lacht.

Siebtes Ferienprojekt

Für sie ist es bereits das siebte Ferienprojekt, das sie gemeinsam mit Musikschullehrer Bane Vejnovic auf die Beine stellt. „In den Ferien vor dem Fernseher oder Handy rumhängen kann jeder. Hier lernen die Kinder eine ganz neue Welt kennen und sehen, was für ein Aufwand hinter den Videos ihrer Youtube-Stars steckt“, so Bane Vejnovic, Komponist und Tonverantwortlicher mit einem eigenen Youtube-Kanal.

Die Macher: Für Carena de Vries und Bane Vejnovic ist es bereits das siebte gemeinsame Projekt. Quelle: Laura Sander

„In der Vergangenheit haben wir unter anderem Märchenklassiker aufgeführt und auf Theater- und Musicalaufführungen gesetzt. Ein Video zu produzieren ist auch für uns neu“, so der Gitarrenlehrer.

Kinder an Kultur heranführen

Kinder an Kultur heranführen und sie ganz nebenbei zu ermutigen, Dinge kritisch zu hinterfragen, das steht für die beiden klar im Fokus. Bevor die Gruppe also mit ersten Streetdance-Übungen oder Gesangsproben startete, setzte sie sich mit dem Jugendwort 2018 auseinander. Denn wer ist eigentlich ein „Ehrenmann“?

Ist er wirklich der hilfsbereite Teufelskerl, der mit seiner scheinbaren Überlegenheit nur Gutes tut und die Ehre seiner Freunde verteidigt? „Oder richtet er mit seiner Hilfe im Zweifel sogar Schaden an, pöbelt und schlägt immer als Erster zu? Der Begriff Ehre geht uns auf den Geist“, so Carena de Vries. Zwei Welten prallen aufeinander – das soll auch im Video zum Ausdruck kommen.

Wechselnde Drehorte

„Eine Sequenz haben wir in der Falkenseer Feuerwache gedreht. Hier trägt unser Ehrenmann ein Superheldenkostüm, kriegt aber sonst gar nichts auf die Reihe“, so die Sozialpädagogin. Er scheitert an der Rutschstange, schafft es nicht einmal sein Kostüm richtig anzuziehen.

Für Abdulmalek (11), der den Ehrenmann verkörpert, war das ein Riesenspaß. „Er kann gar nichts und ist eigentlich gar kein Held. Er ist schwach“, so der Grundschüler über seine Figur.

„Neben der Feuerwache drehen wir noch im Wald und auf der Dachterrasse der Volkshochschule. Sobald die Sonne rauskommt setzen wir uns ins Auto“, so Carena de Vries, deren Tochter Vineta ebenfalls mit dabei ist.

„Die Kinder schaffen Großartiges“

Jeden Tag tanzen, Tonaufnahmen und Gesangsproben: Pia (12), Sarah (11) und Jasmin (13) sind vom Projekt begeistert. „Es macht so viel Spaß – es sind die besten Ferien überhaupt. Und dass wir uns das Ergebnis immer wieder angucken können, ist das Beste“, sagen die drei Grundschülerinnen.

„In dieser einen Woche tauchen die Kinder total ab und schaffen Großartiges“, so Bane Vejnovic, der gemeinsam mit Carena de Vries bereits mitten in den Vorbereitungen für das nächste Projekt steckt. „Wir arbeiten in den Osterferien wieder mit Holz und bauen unsere eigene Cajón. Das Handwerkliche steht hier im Vordergrund“ so die Sozialarbeiterin.

Durch Bundesprogramm gefördert

Gefördert werden die Ferienprojekte vom Bundesprogramm „Kultur macht stark“. Kostüme, Technik und Materialien können so finanziert werden. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Musikschule sowie Falkenseer Grundschulen arbeiten eng zusammen. Für die Kinder ist die Teilnahme kostenlos.

Den Link zum fertigen Video, das in einigen Wochen auf Youtube zu sehen sein wird, gibt es in der MAZ – Ehrensache!

Von Laura Sander

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