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Falkensee Weltrekord für die Mark Brandenburg
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17:05 20.01.2019
111 Funkenmariechen sorgten für einen Weltrekord im Gardetanz in der Halle. Quelle: Enrico Berg
Falkensee

  Die Falkenseer Stadthalle war am Sonnabend fest in närrischer Hand. Gastgeber des Abends war der Karnevalverband Mark-Brandenburg. Unter dem Motto „Festival des Karneval" fanden sich 30 Vereine und Hunderte Besucher ein.

FKK 2000 mittendrin

Zum KVMB zählen 25 Mitgliedsvereine, die mit fünf Gastvereinen mit ihren bunten Uniformen und Kostümen die Stadthalle mit Leben füllten. Auch der Falkenseer Karnevals Klub 2000 ist Mitglied in diesem Verband. „Wir waren auf der Suche nach einer größeren Location, da hat die Präsidentin vom FKK 2000, Heike Krause, die Stadthalle Falkensee vorgeschlagen“, erzählt Heiner Reiß. Als Präsident des Karnevalverbandes Mark-Brandenburg liege es ihm besonders am Herzen, die Vereine zusammenzubringen, und da bietet sich solch eine Veranstaltung besonders gut an. Die Vorbereitungszeit für diesen karnevalistischen Abend habe zwei Jahre in Anspruch genommen.

Weltrekord in Falkensee: Dafür sorgten die Funkenmariechen von mehr als 20 Brandenburger Karnevelvereinen. Ihr Gardetanz war der Höhepunkt des farbenprächtigen Spektakels in der Stadthalle.

Es wurde gesungen, geschunkelt, geklatscht und getanzt. Büttenredner gaben ihre Kunst zum Besten und freuten sich, wenn sie die Lacher auf ihrer Seite hatten. Showtanzgruppen zeigten tolle, kreative Choreographien mit unterschiedlichen Tanzstilen.

Gefeiertes Männerballett

Das war eine Augenweide für die närrischen Besucher. Ein Männerballett rockte die Hütte. Sehr gekonnt bewegten sich die Herren mit ihren mehr oder weniger durchtrainierten Körpern und knackigen Popos zu bekannten Melodien.

Gäste aus dem Rheinland

Auch ein Karnevalsverein aus Moers in Nordrhein-Westfalen war zu dem bunten Spektakel nach Falkensee gekommen. Präsident Bernd Kalbfleisch vom Garde Corps Moers 2017 e.V. war ganz begeistert. „Wir sind zum ersten Mal in Falkensee und auch zum ersten Mal im Land Brandenburg“, erklärte er, „es gibt schon einen kleinen Unterschied zum rheinischen Karneval, hier sieht man mehr Showtanz als bei uns. Aber der Zusammenhalt der Vereine hier ist klasse, man pflegt das karnevalistische Brauchtum, das ist das Wichtigste an der ganzen Sache.”

Nervöse Funkenmariechen

So bunt der Abend auch war, alle fieberten doch einem besonderen Tanzereignis entgegen. Zur späteren Stunde waren viele Funkenmariechen ziemlich nervös. Etwas ganz Großes stand ihnen bevor: Sie wollten einen Weltrekord auf die Beine stellen.

Blankenfelder Anleitung

Insgesamt 111 Gardetänzer, um genau zu sein, 109 Funkenmariechen und zwei männliche Tänzer, wollten zusammen einen Tanz auf der Bühne präsentieren. Dabei trat jeder Akteur im Gardekostüm der eigenen Vereinsfarben auf. Gemeinsam tanzten 111 karnevalistisch begeisterte junge Menschen, um ein Ziel zu erreichen – den Weltrekord beim Gardetanz in einer Halle. Jennifer Haseleu vom Blankenfelder Karnevalsclub hat die Tänzer koordiniert und trainiert.

Jennifer Haseleu ist im erweiterten Vorstand des KVMB und dort verantwortlich für den Gardetanz. „Das war eine ganz schöne Mammutaufgabe“, gestand sie lachend. „Einmal im Monat haben sich die Vereine getroffen und die Choreographie einstudiert.“ Die restliche Zeit haben die Tänzerinnen und Tänzer in ihren Vereinen trainiert.

Monatelanges Training

So auch Madlin Heinrich und Celina Woischiski vom Falkenseer Karnevals-Klub. „Seit letzten Sommer haben wir mindestens einmal in der Woche für diesen Tanz trainiert“, erzählte Madlin Heinrich. „Außerhalb der Treffen mit den anderen Vereinen haben wir mit unserer Garde trainiert“, ergänzte Celina Woischiski. Madlin Heinrich tanzt seit 2014 und Celina Woischiski seit 2009 im FKK und sie sind begeistert bei der Sache, da war es klar, dass sie an diesem Rekordversuch teilhaben wollen.

Marsch, Sprung, Tanz

Schließlich war es soweit. 111 Tänzer betraten den Saal in ihren prächtigen Gardekostümen und nahmen auf der Bühne Aufstellung. Der ganze Saal stand Kopf. Überall wurden Kameras und Handys gezückt, damit man ja nichts verpasst. Die Musik setzte ein und die Akteure legten los. Voll konzentriert und mit viel Esprit und Freude brachten sie ihre Darbietung auf die Bretter. Vorgabe für den Rekordversuch war eine dreiminütige Choreographie mit Marsch- und Sprungelementen, diese mussten natürlich auch synchron sein, was bei 111 Tänzern nicht ganz einfach ist.

Rekordrichter im Saal

Ein Rekordrichter des Rekord-Institutes für Deutschland schaute mit Argusaugen zu. Das RID ist hier in Deutschland das Pendant zum Guinnessbuch der Rekorde. Nach der dreiminütigen Aufführung betrat dann Rekordrichter Olaf Kuchenbecker die Bühne und verkündete, dass alle geforderten Kriterien für diesen Weltrekordversuch erfüllt seien und somit der Weltrekord offiziell erteilt wird. Frenetischer Jubel brach aus. Applaus, Lachen, Freudentränen und Umarmungen bestimmten in diesem Moment das Bild.

Kuchenbecker übergab die Urkunde über den Weltrekord an Präsident Heiner Reiß. Dieser war sichtlich gerührt und stolz. Stolz waren auch Madlin Heinrich und Celina Woischiski vom FKK 2000, denn nun dürfen sie zu Recht sagen, dass sie mit 109 anderen Tänzern Weltrekordinhaber im Gardetanz sind. „Man muss für eine Sache brennen, um ein Feuer zu entfachen”, ist das Credo von Präsident Heiner Reiß. Und an diesem Abend erlebte man eine richtige Feuersbrunst in der Stadthalle Falkensee.

Von Hannelore Berg

Der Karnevalverband Mark Brandenburg lädt für Sonnabend in die Stadthalle von Falkensee. Die Vereine wollen ins Guinnessbuch der Rekorde und haben dafür einen besonderen Tanz einstudiert.

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