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Falkensee Wenn Osterfeuer zur tödlichen Falle werden
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11:45 17.04.2019
Ein großes Holzosterei wurde vor zwei Jahren in der Gemeinde Dallgow-Döberitz verbrannt. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Das Entzünden eines traditionellen Osterfeuers ist in vielen Gemeinden ein fester Termin im österlichen Veranstaltungskalender. Mit dem ursprünglich heidnischen Brauch wird der Frühling begrüßt. Dass diese Tradition jedes Jahr für viele Kleintiere tödlich endet, wissen die Mitarbeiter des Tierschutzvereins Tierheim Falkensee und Umgebung.

Reisighaufen sind der ideale Lebensraum

Für viele Wildtiere bieten die aufgeschichteten Reisighaufen einen idealen Lebensraum. Kleintiere, wie Igel oder Kröten, die bei wärmer werdenden Frühlingstemperaturen zunehmend aktiv werden, nutzen die Haufen als sicheres Versteck. Mäusen, aber auch Vögeln dienen sie mitunter als Wohnraum und Brutstätte.

Liegen die Brennguthaufen bereits mehrere Wochen auf derselben Stelle, sei die Gefahr groß, dass sich bereits Tiere darin verkrochen haben. Die Tierschützer empfehlen von einer Verbrennung gänzlich abzusehen, falls man beim Umschichten auf brütende Vögel oder seltene Tierarten stößt. Amsel oder Rotkehlchen finden als Frühbrüter in Reisighaufen oftmals eine geeignete Kinderstube.

Umschichten kann Leben retten

Wer jedoch nicht auf die Ostertradition verzichten möchte, für den hat der Tierschutzverein einige Tipps: „Damit die Ostertradition nicht zur tödlichen Falle wird, empfehlen wir, das Brennmaterial erst kurz vorher auf- und unbedingt kurz vor dem Abbrennen noch einmal umzuschichten“, sagt Rico Lange, Vorsitzender des Tierschutzvereins.

„Wer nur am Brennmaterial rüttelt, kann nicht sicher sein, die Tiere zu vertreiben, da viele einfach nur reglos verharren, anstatt aus ihrem vermeintlich sicheren Versteck zu fliehen.“

Von Laura Sander

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