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Falkensee ZDF dreht im Tierheim für neuen TV-Film
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13:38 26.02.2019
Dreharbeiten im Tierheim Falkensee.
Falkensee

Mit seinen großen Hundeaugen schaute Dackelmischling Timmy aus seinem Zwinger und wunderte sich über das rege Treiben auf dem Gelände des Tierheim Falkensee. Besonders verwunderlich: wie von Zauberhand hatte sich das Gelände in eine Winterlandschaft verwandelt, ohne dass es geschneit hat.

Das hatten weder die tierischen Bewohner des Hundehauses noch ihre menschlichen Pfleger bis dato erlebt. Dabei ist der Grund für die große Aufregung ein ganz einfacher. Das ZDF nutzte das Hundehaus als Kulisse für einen Fernsehfilm und drehte vor einem der Zwinger eine winterliche Szene.

Das ZDF hat im Falkenseer Tierheim eine Szene für eine Fernsehfilm mit Schauspieler Carlo Ljubek gedreht. Dafür wurde das Gelände mit Kunstschnee in eine eisige Winterlandschaft verwandelt. Die MAZ war dabei.

Da das Wetter am Drehtag aber alles andere als winterlich war, begannen die, für die Spezialeffekte zuständigen Mitarbeiter der Filmcrew, schon vor Sonnenaufgang damit, das Areal mit Kunstschnee zu bedecken. Dieser ist natürlich biologisch abbaubar.

Nicht nur das Gelände musste sich in eine Winterlandschaft verwandeln, auch die Schauspieler und Komparsen wurden mit dicker Winterkleidung ausgerüstet.

Auch Tierheim-Vorstandsmitglied Gabriele Brückner wurde als Komparsin neben Schauspieler Carlo Ljubek eingesetzt.

„Erstaunt, wie viel Arbeit so ein Dreh macht“

Brückner war vor allem darüber erstaunt, wie viel Arbeit und Mühe mit einer solch kleinen Szene verbunden sind. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Aufwand für einen Filmdreh notwendig ist“, sagte sie.

Vor allem die Vorbereitung der Kulisse, in diesem Fall das Aufbringen des Kunstschnees, nahm viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt der Aufbau der sonstigen Technik, insbesondere von Kamera und Ton, die per Lkw angeliefert wurden. Und dann kommt noch all das hinzu, was der Zuschauer im fertigen Film gar nicht zu sehen bekommt.

Carlo Ljubek bei Dreharbeiten für einen anderen Film. Quelle: MDR/Volker Roloff

So wird im Film eine Tür abgeschlossen, eine Unterschrift geleistet, und selbst diese scheinbar kleinen unbedeutenden Handlungen müssen erst ohne, dann mit Kamera, geprobt werden. Erst wenn die Regie ihr Ok gibt wird die Szene gefilmt.

Bei Störgeräuschen muss alles noch mal gefilmt werden

Und wenn dann während des Drehs unerwartet ein Flugzeug über den Himmel dröhnt oder im Hintergrund ein Traktor zu knattern beginnt, muss alles noch mal gedreht werden, bis die Szene sitzt.

Regie und Aufnahmeleitung sind dann im Dauereinsatz. „An einem Tag drehen wir letztendlich vier Minuten, die später im fertigen Film zu sehen sein werden“ sagte Sabine Bernardi, die Regisseurin des Films.

Nicht nur die Crew hat viel zu tun

Doch nicht nur die Filmcrew hatte alle Hände voll zu tun. Auch bei den Mitarbeitern im Hundehaus war am Drehtag eine Menge Planung, Organisation und Koordination angesagt.

Schließlich wollte die vierbeinigen Bewohner des Hundehauses wie jeden Tag pünktlich ihr Futter und ihren Ausgang erhalten, Filmdreh hin oder her. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer war aber auch das kein Problem.

Absprachen sind vor Ort das A und O

Jacko, Bonnie und Brutus, vor deren Zwinger gedreht wurde, konnten sogar einen besonders ausgedehnten Spaziergang mit ihren Gassigängern genießen, bis die Szene abgedreht und der Trubel vor ihren Zwingern vorbei war.

„Dank der guten Absprachen vor und besonders auch während der Dreharbeiten hat alles super geklappt“, freute sich Susanne Weisbrod, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hundehaus.

Worum es in der Szene geht, die vor dem Hundehaus gedreht wurde, darf an dieser Stelle noch nicht verraten werden. Das werden die Zuschauer erst erfahren, wenn der Film im ZDF ausgestrahlt wird. Der genaue Sendetermin steht allerdings noch nicht fest.

Von Danilo Hafer

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