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Falkensee Zu wenig Hortplätze: Die „Großen“ fliegen raus
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19:51 31.05.2018
Hier werden im kommenden Schuljahr ausschließlich Schüler der 1. bis 3. Klassen betreut. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Hortplätze sind in der Gartenstadt heiß begehrt. Für viele Falkenseer Eltern garantiert die Betreuung am Nachmittag ein geregeltes Arbeitsleben und ist essenziell für einen durchgeplanten Alltag. Doch auch in diesem Jahr haben wieder mehr Eltern Bedarf angemeldet, als die städtischen Einrichtungen abdecken können.

Etwa 50 Eltern, deren Kinder die der Erich-Kästner-Grundschule besuchen und die nachmittags in den Hort „Ruppiner Rasselbande“ gehen, flatterte vor zwei Wochen die Kündigung des Betreuungsplatzes ins Haus. Ohne Ausnahme werden alle künftigen Viertklässler im neuen Schuljahr den Hort in der Ruppiner Straße nicht mehr besuchen können. Jeder Erstklässler, der in diesem Sommer eingeschult wird, soll garantiert einen Platz bekommen, deswegen bleiben die „Großen“ auf der Strecke.

Mehr Anfragen als Plätze

„Vor zwei Jahren standen wir schon einmal vor der selben Situation. Bislang ist nichts passiert“, sagte Michael Krämer, Elternsprecher der Erich-Kästner-Grundschule. „Damals war ich selber betroffen. Nun frage ich mich, wann wir endlich mit einer Verbesserung rechnen können“, so der Familienvater, der seinem Unmut über die Falkenseer Hortsituation in der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend Luft machte.

Für den Beginn des neuen Schuljahres hätten nahezu alle Eltern Bedarf für einen Betreuungsplatz angemeldet, sagte Dezernentin Luise Herbst und ergänzte: „Es gibt deutlich mehr Anfragen, als wir Plätze zur Verfügung stellen können.“ Ein Fördermittelantrag für den Ausbau des Hortes „Ruppiner Rasselbande“, den die Verwaltung im vergangenen Jahr gestellt habe, sei nicht berücksichtigt worden. „Daher war es nicht zu vermeiden, nach Auswertung der Schulanmeldungen einige Kündigungen auszusprechen“, so Luise Herbst.

Alternative sind freie Träger

Im Regen stehen lassen wolle die Verwaltung jedoch niemanden. „Soweit ich weiß, hat der Arbeiter-Samariter-Bund noch Kapazitäten. Wir wollen den Eltern Alternativen aufzeigen“, so die Dezernentin. Ob die freien Plätze jedoch direkt in der Kästner-Schule oder aber an einem weiter entfernten Standort sind, konnte sie nicht sagen.

Davon, dass die Verwaltung am Bedarf vorbeiplane und sich viele Eltern nun in einer absoluten Notsituation wiederfänden, sprach Mittwochabend eine Mutter, deren Tochter künftig nicht mehr betreut wird. Bereits vor Jahren habe sie Probleme gehabt ihre Kinder in einer kommunalen Kita unterzubringen, viel geändert habe sich seither nicht, so die Falkenseerin. „Es dauert, bis Bauprojekte soweit sind. Daher werden wir immer wieder Lösungen anstreben, die kurzfristig Entlastung bringen. Der Ausbau der ’Ruppiner Rasselbande’ steht ganz oben auf der Prioritätenliste“, sagte Luise Herbst.

Hortneubau in der Holbeinstraße

Zuvor soll jedoch der Neubau auf dem Gelände der alten Kita „Burattino“ in der Holbeinstraße mit 250 Hortplätzen sowie einem Kindergartenteil mit 50 Plätzen angeschoben und fertiggestellt werden. Erst kürzlich wurden die Entwürfe für den Neubau auf dem stillgelegten Kindergarten in Finkenkrug vorgestellt. Grünes Licht für die Fortführung der Planung gaben die Falkenseer Stadtverordneten.

Von Laura Sander

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