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Havelland Falkenseer Architekt macht Kunst am PC
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00:17 18.03.2017
Wolfgang Levin in der neuen Ausstellung. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Das macht süchtig – mit diesem Geständnis erklärt Wolfgang Levin sein neues Hobby. Er verfremdet Fotografien am Computer, damit sie ein künstlerisches Eigenleben entfalten. „Digital Art“ heißt seine Ausstellung, die seit Dienstag in den Räumen der Superintendentur in Falkensee zu sehen ist.

Digitale Spielereien

„Ein anspruchsvoller Titel“, meint Wolfgang Levin, der sich aber nicht zu ernst nehmen will. Bisher nannte er seine am Computer bearbeiteten Fotografien eher „digitale Spielereien“ oder „Wolfgangs digitale Wundertüte“. 2010 hatte er erstmals – damals in Priort – solche Arbeiten ausgestellt. Ein Katalog zeigt, wie aus den Ausgangsbildern die Kunstwerke entstehen, oft dienten Fotografien von rostigen Teilen – Ketten, Sägen, Zaungitter – als Ausgangslage. „Mich interessiert die Struktur in dem Foto“, erklärt Wolfgang Levin, diese Struktur animiert ihn dann, das Bild zu verändern. Mal sind es nur die Farben, dann die Formen, er arbeitet mit Spiegelungen, mit Rasterungen. „Ich bin ein Fan von Roy Lichtenstein“, gesteht Wolfgang Levin, die Punktrasterung findet sich deshalb in manchem seiner Bilder wieder. Manchmal bleibt das Original zu erkennen oder zu erahnen – die Hauswand, die Inschrift. Mal aber entstehen neue abstrakt anmutende Bilder – so ist der Zaun von der Pfaueninsel nur noch strukturierte Fläche. Aber das auf eine bestimmende Weise, die klar zeigt: Was Wolfgang Levin hier macht, ist längst keine Spielerei mehr.

Vom Hilton zum Vogelhäuschen

Kreativität hat im Leben des heute 79-Jährigen immer eine große Rolle gespielt. Geboren in Cottbus und nach 1945 in Plön aufgewachsen, kam Wolfgang Levin zum Studium nach Berlin zurück. Er studierte Architektur an der Technischen Universität. Arbeitete in Hamburg und Berlin, war ein paar Jahre an der TU Karlsruhe, ehe er 1976 wieder nach Berlin zurückkam. Er wirkte in Architekturbüros, war unter anderem am Märkischen Viertel beteiligt, baute in Dresden das Hilton-Hotel.
Als seine Frau nach der Wende aus Charlottenburg nach Falkensee ziehen wollte, um endlich einen Garten haben zu können, war Wolfgang Levin wenig begeistert.“Es ist ein ganz anderes Leben hier“, sagt er heute und blickt dann doch wohlwollend auf den Wohnungswechsel zurück. Denn in Falkensee hat er sich auf ganz vielfältige Weise eingebracht. Vielen ist er als Motor im Förderverein zur Errichtung des neuen Gemeindezentrums Heilig Geist im Norden der Stadt bekannt. Unermüdlich hatte Levin dafür geworben und Geld gesammelt. Der Mann, der als Architekt große Bauten errichtet hat, baute nun Vogelhäuschen und verkaufte sie, um Geld in die Kasse zu bringen. Seine freundliche, fast leise, aber bestimmte Art hat viel bewirkt.

Besuch beim Aquarell-König

Als Rentner nutzt er die Zeit jetzt für das, was früher neben der täglichen Arbeit zu kurz kam: Er ist künstlerisch tätig. So besucht er seit vielen Jahren den Kurs beim Falkenseer Maler Bernd Martin, um seine Aquarellkünste auszubauen. Der eigene Garten, die engere Falkenseer Umgebung, das Havelland – sie liefern dafür genug Motive.

Die Ausstellung in der Superintendentur, Bahnhofstraße 61 (Fair-Passage, hinter dem Weltladen), ist die nächsten Monate zu sehen. Sie ist vormittags geöffnet. Am Sonnabend dieser Woche um 16 Uhr ist der Künstler in der Ausstellung.

Von Marlies Schnaibel

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