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Havelland Falkenseer Asylunterkunft bezugsfertig
Lokales Havelland Falkenseer Asylunterkunft bezugsfertig
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18:17 09.05.2016
Die Anwohner erkunden das neue Asylheim. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Für die einen ist es Luxus, für die anderen wie Knast. Die Meinungen der Anwohner gingen auseinander, als sie am Montagnachmittag das Übergangswohnheim in der Falkenseer Straße An der Lake 1 in Augenschein nahmen. Die meisten aber fanden die räumlichen Bedingungen als gut und angemessen, um hier Asylbewerber und Flüchtlinge vorübergehend unterzubringen.

Mehr als 60 Anwohner aus der Spandauer und Berliner Straße waren zur ersten Führung gekommen, zwei weitere Rundgänge waren am frühen Abend noch möglich.

Der Hof ist mit Bänken und Spielgeräten gestaltet. Quelle: Marlies Schnaibel

Vor einem Jahr waren einhundert Anwohner zu einer Informationsveranstaltung gekommen. Damals war erstmals öffentlich über das Bauvorhaben informiert worden. Sorgen waren vor allem in zwei Richtungen vorgebracht worden: Wie sollen Heimbau und der Umbau der Panzerstraße zeitgleich passieren? Wie wird die Sicherheit gewährleistet, wenn das Heim bewohnt ist? Der Umbau der Panzerstraße und die Errichtung des Heimes sind im vergangenen Jahr reibungslos vonstatten gegangen, die Panzerstraße wurde an die L 20 angeschlossen. Der Umbau wurde auch nötig, um die Verbindung als Umleitungsstrecke zu nutzen, wenn ab Juni der Kreisel am Spandauer Platz umgebaut wird. Was die Sicherheit betrifft, das werden die nächsten Monate zeigen. „Das wird so sein, wie am Agon-Haus“, meinte eine ältere Dame. „Wir wollen unsere Ruhe. Und die sollen ihre Ruhe haben“, sagte eine Frau, die zu den direkten Anwohnern der neuen Heimes gehört.

Das Haus bietet für 160 Bewohner Platz, die ersten 30 werden ab Mittwoch einziehen. Bis Freitag wird das Übergangsheim im Agon-Möbelhaus dann leergezogen sein, die meisten Bewohner sind nach Schönwalde verlegt worden. Am Montag war das neue Haus fast bezugsfertig. Noch fehlen Waschmaschinen, Sofas, Bettzeug. Aber einen Grundeindruck konnten die Anwohner erhalten: „Wir haben nur Zwei- und Drei-Bett-Zimmer“, zeigte Sozialamtsleiterin Elke Franke den Besuchern die Räume. Metallbetten, Metallschränke, Kühlschränke, ein Tisch mit Stühlen – so die Grundausstattung der Zimmer. Dazu Gemeinschafts-Sanitärräume und Gemeinschafts-Küchen. „Wie Jugendherberge“, kommentierte ein Besucher die Ausstattung. Das Stichwort regte gleich Fragen zur möglichen Nachnutzung des Hauses an. „Da gibt es noch keine Pläne“, sagte Elke Franke. Das Haus sei zerlegbar und könne eventuell wieder abgebaut werden, es wären aber auch Nachnutzungen, etwa als Studentenwohnheim, möglich.

Aber Aussagen, wie lange das Heim genutzt werden wird und ob die Flüchtlingszahlen wieder steigen, konnte am Montag keiner beantworten. Auch nicht die Frage, wann und ob die aufgebaute Traglufthalle in Falkensee als Notunterkunft genutzt werden wird.

Von Marlies Schnaibel

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