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Havelland Falkenseer Gartenoasen öffnen ihre Tore
Lokales Havelland Falkenseer Gartenoasen öffnen ihre Tore
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19:25 02.05.2016
Christiane Correll sitzt gerne in ihrem Garten. Einmal im Jahr öffnet sie ihre Pforten auch für Besucher. Quelle: Tanja M. Marotzke
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Falkensee

Die Felsenbirne blüht in diesem Jahr besonders lang. Manchmal ist es nach drei Tagen schon wieder vorbei mit der Pracht, doch wegen der kalten Temperaturen dauert der Frühling im Garten von Christiane Correll in diesem Jahr ein wenig länger als sonst. Die Falkenseerin ist gelernte Gärtnerin, doch ihre Vorstellung von Gartenbau hat so gar nichts mit den penibel gepflegten Anlagen zu tun, wie man sie beispielsweise aus England kennt. „Ich will nicht ordnen; lass ihn blühen wie er will; so vergeht Sommer“ – das ist das Motto von Christiane Correll, wie auf einem Schild in ihrem Garten auch zu lesen ist. „Mir gefallen Gärten, in denen die Leute mehr stehen lassen aus herauszureißen“, sagt sie.

Zusammen mit Erika Knöppler von der Lokalen Agenda 21 organisiert Correll auch in diesem Jahr wieder die Tage der offenen Gärten in Falkensee und Umgebung. Was 2003 aus einem Wettbewerb zum schönsten natürlichen Garten der Stadt heraus mit drei Teilnehmern begonnen hatte, ist mittlerweile zu einer echten Tradition geworden. In diesem Jahr beteiligen sich 29 Gärten in Falkensee, aber auch in Brieselang, Dallgow-Döberitz und im Amt Friesack. „Mehr können wir eigentlich auch nicht aufnehmen, weil es nur eine begrenzte Anzahl von Wochenenden gibt“, sagt Erika Knöppler. Für dieses Jahr ist die Liste voll; wer jetzt trotzdem noch seinen Garten präsentieren möchte, muss dies privat organisieren.

Bei den Offenen Gärten gehe es darum, dass „die Menschen zeigen, wie sie das Umfeld gestalten, in dem sie leben“, sagt Christiane Correll. Gerade für ältere Mitbürger sei ein Garten etwas, für das man sorgen kann, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Jüngere Familien hätten dagegen oft nicht die Zeit und die Muße für einen Garten – bei ihnen wächst ein bisschen Rasen für die Kinder, drumherum steht eine Hecke und vorne ein Carport. „Diese Leute sagen: Wenn ich Bäume will, gehe ich in den Wald. Ein Sonnenschirm spendet ja auch Schatten. Es soll bloß keine Arbeit und keinen Dreck machen“, sagt Christiane Correll. Sie findet das schade.

Von der Straße aus betrachtet, lässt sich auch bei ihrem Grundstück nur erahnen, welche grüne Oase sich hinter dem Haus eröffnet. Auf 2000 Quadratmetern duften Mondviolen und Maiglöckchen, an der Laube blüht die Klematis. Es gibt ein großes Rundbeet, einen Teich und einen hochgewachsenen Rosenbusch, unter den Christiane Corell manchmal ihr Bett stellt, „einfach nur um zu gucken.“ Überall zwischen den Blumen und Büschen verstecken sich kleine Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen.

Über die Jahre hat Correll fast alle Gärten besichtigt, die sich an der Aktion beteiligen. Manchmal muss sie die Besitzer erst überzeugen ihren Garten für die Öffentlichkeit zu öffnen, weil er noch fertig ist oder sich gerade im Umbau befindet. „Wir wollen gerade auch solche Gärten zeigen“, sagt sie, damit sich die Besucher untereinander austauschen können, worauf es beim Gartenbau ankommt. „Die Leute kommen und unterhalten sich. Die einen nehmen Anregungen mit, die anderen bekommen eine Anerkennung für ihre Arbeit.“ Dabei gehe es bei den offenen Gärten nicht um Perfektion, wie sie betont. „Das soll keine Prachtparade sein“, so Correll.

Ein Garten brauche seine Zeit, sagt die 78-Jährige, „der ist nicht in einem Jahr fertig.“ Dass sich die Mühe lohnt, das zeigen die Tage der offenen Gärten. Die grüne Vielfalt ist groß, im Juli ist bei Susanne Komischke aus Staaken sogar ein Schmetterlingsgarten zu besichtigen. Das Ehepaar Gerda und Jürgen Hensel aus Falkensee bietet am 15. Mai und am 10. Juli eine botanische Reise um die Welt, mit Gehölzen, Stauden und Kakteen unter anderem aus den südamerikanischen Anden und aus dem Himalaya-Gebirge. Christiane Corrells Lieblingsgarten ist aber der von Christoph Heinrich in der Falkenseer Karl-Liebknecht-Straße: ein interessant gestalteter Waldgarten in Hanglage, mit seltenen Stauden, Gartenteichen und einheimischen Gehölzen, darunter diverse Sorten von Vogelbeeren. „Dass es davon so viele verschiedene Varianten gibt, war auch für mich überraschend“, sagt Correll. Die Anlage ist ebenso wie ihr Garten am 12. Juni zu bewundern.

Von Philip Häfner

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