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Falkenseer Händler organisieren sich

Mit vereinter Kraft für mehr Umsatz Falkenseer Händler organisieren sich

Gegen den Leerstand von Ladenraum und sinkende Umsätze im Einzelhandel wollen jetzt einige Falkenseer Händler vorgehen. Sie haben die Verein „Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte“ gegründet und wollen ihre Ziele mit verschiedenen Aktionen erreichen. Den Auftakt macht im März ein Frühlingsfest.

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Neuer Verein mit neuem Logo: Michael Rücker und Gerd Spengler (v. l.) von der Werbegemeinschaft, Falkensees Bürgermeister Heiko Müller und Karin Klemme (Hobby-Künstler Falkensee).

Quelle: Hans-Peter Theurich

Falkensee. Die Stadt boomt, was die Einwohnerzahl betrifft. Aber im Zentrum schließen seit Jahren immer mehr Geschäfte. Der Verein „Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte“ will diesen negativen Trend stoppen und nach Möglichkeit rückgängig machen. „Nur mit gemeinsamen Aktionen können wir die Kaufkraft halten und dafür sorgen, dass Falkensee nicht zur reinen Pendlerstadt wird“, sagte der Vereinsvorsitzende Gerd Spengler. In seiner Fahrschule-GS an der Dallgower Straße verbreitete er am Donnerstag viel Optimismus.

Positives Denken gehört auch zum Business von Michael Rücker. Er ist Geschäftsführer der Firma W&R Immocom in Leipzig und gehört inzwischen zum Vorstand der Werbegemeinschaft in Falkensee. Hauptberuflich berät er Unternehmen in Marketing- und PR-Fragen, unter anderen die S&G Development mit Sitzen in Frankfurt/Main und Leipzig.
Diese GmbH wiederum ist der Projektentwickler für das geplante Shopping-Center See Carré an der Dallgower Straße.

Im Herbst 2017 soll das neue Einkaufsparadies eröffnet werden: 60 Geschäfte auf 20 000 Quadratmetern, 2000 Quadratmeter für Büros und Praxen. Und 600 Parkplätze. „Das See Carré wird einen wichtigen Impuls setzen und zur Belebung der Mitte von Falkensee beitragen“, davon ist Michael Rücker überzeugt.

An der Präsentation der Werbegemeinschaft nahm auch Bürgermeister Heiko Müller teil. Der SPD-Politiker unterstützt den seit Januar registrierten Verein intensiv. Schließlich fließen 48 Prozent der lokalen Kaufkraft an Einkaufsorte außerhalb von Falkensee; etwa zum „Havelpark“ oder in die Spandauer „Arcaden“.

Heiko Müller appellierte an die einheimischen Händler und Gewerbetreibenden, sich in der Werbegemeinschaft zu engagieren, „um das Zentrum wieder attraktiv zu machen“. Ein städtebauliches Problem dabei: „Viele Häuser etwa in der Bahnhofstraße sind zu klein, um darin ein modernes Geschäft zu betreiben. Wenn bei 80 Quadratmetern die Hälfte fürs Lager draufgeht, rechnet sich das nicht mehr“, sagte der Bürgermeister. Schnelle, einfache Lösungen sind also keineswegs in Sicht.

Die Werbegemeinschaft hat bislang elf aktive Mitglieder. Doppelt so viele Geschäftsleute würden sich jedoch bei den Vereinstreffen engagieren, hieß es in dieser Woche bei einem Pressetermin.

Auf die Frage ob nicht das See Carré den Leerstand von Geschäften in Falkensee zwangsläufig beschleunigen werde, sagte Michael Rücker: „Studien belegen, dass ein Einkaufscenter in der Nähe das Schrumpfen des Einzelhandels stoppt und für einen Aufschwung sorgt.“

Unter dem tapferen Motto „Die Mitte lebt“ organisiert die Werbegemeinschaft für den 20. März ein Frühlingsfest an der Bahnhofstraße. Auch die Stadtverwaltung ist mit von der Partie und hat einen verkaufsoffenen Sonntag genehmigt. Die Hobby-Künstler und das Künstlernetzwerk „Made in Falkensee“ planen, ihre Erzeugnisse an 50 Ständen zu verkaufen. In den ehemaligen Geschäftsräumen der Biofreunde gibt es eine Ausstellung mit Aufnahmen von örtlichen Läden aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Der Immobiliendienstleister Allancons präsentiert vor dem Abriss der alten Kaufhalle eine Kinder-Kunst-Aktion. Später soll an dieser Stelle ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Ob Veranstaltungen wie das Frühlingsfest oder die „Galerie auf Zeit“ in leeren Läden tatsächlich dazu beitragen, die Mitte von Falkensee in einen kommerziellen Magneten zu verwandeln, muss sich nun zeigen.

Von Hans-Peter Theurich

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