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Falkenseer Integration von Flüchtlingen

Konzept vorgelegt Falkenseer Integration von Flüchtlingen

Wer ist für was zuständig? Wer ist mit wem wie vernetzt? Wie können Parallelstrukturen vermieden werden? Um diese Fragen geht es im Konzept, das die Stadtverwaltung Falkensee zur Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern vorgelegt hat.

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Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. In Falkensee leben Menschen aus fast 100 Nationen friedlich miteinander. Und damit das so bleibt, setzen sich viele Falkenseer ein. Die Stadtverwaltung hat jetzt ein Konzept zur Förderung der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern vorgelegt. Das Papier wurde von einer Arbeitsgruppe unter Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Manuela Dörnenburg zusammengestellt.

Das Ganze ist eher Zusammenstellung als Konzept. Es gibt vor allem einen Überblick über Zuständigkeiten. Und die sind in dem Komplex Asylverfahren vielfältig, reichen von der Verantwortung des Bundes bis zur Integration in die Stadtgesellschaft. Denn die Flüchtlinge und Asylbewerber leben letztlich in einem ganz konkreten Ort.

Falkensee fährt dabei ein Drei-Säulen-Programm: Als erste Säule sind die staatlichen zuständigen Stellen wie Landkreis oder Stadt zu sehen. Die zweite Säule sind die Dienstleister und Freien Träger, Caterer, Wachschutzunternehmen, Sprachagenturen und andere. Die dritte Säule basiert auf dem ehrenamtlichen Engagement. Das ist mit der Initiative „Willkommen in Falkensee“ besonders stark ausgeprägt.

„Vieles passiert schon in Falkensee", sagte Bürgermeister Heiko Müller (SPD), „dazu hätte es nicht so eines Papiers bedurft. Aber das Konzept soll zeigen, wie funktioniert das, wer ist für was zuständig, welche Strukturen und Vernetzung bestehen.“ Die meisten Zuständigkeiten sind zwar beim Landkreis angesiedelt, aber anderes ist in der Stadt zu regeln, wie Kinderbetreuung und Schulbesuch, Meldebehörde, Prüfen des Wohngeldanspruches und anderes. Die ehrenamtlichen Initiative haben keine offiziellen Zuständigkeiten, ergänzen aber die staatliche Arbeit wesentlich. Allerdings sollen Parallelstrukturen, zu der gleichartige Unterstützungsangebote von verschiedenen Stellen führen, vermieden werden.

Seit 2009 gibt es in Falkensee die Stelle der Gleichstellungs- und Integrationsbeauftragten, nun wird ergänzend die Stelle zur Sachbearbeitung für Bürgerbeteiligung und Flüchtlingsfragen eingerichtet. Diese Stelle soll auch Ansprechpartner für die ehrenamtlichen Initiativen sein und zwischen den Partnern vermitteln. Ob auch der Landkreis ein Konzept zur Integration von Flüchtlingen hat, muss offen bleiben. Eine Montag gestellte Anfrage dazu konnte bis Freitagabend nicht beantwortet werden.

Von Marlies Schnaibel

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