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Falkenseer Schulen an der Leistungsgrenze

Bildung Falkenseer Schulen an der Leistungsgrenze

Die Falkenseer Schulen sind gefragt, vor allem ab Klasse 7 wird es eng. Es muss eine regionale Lösung her, forderte Schulrat Uwe Späthe. Denkbar sei auch ein Schülerverkehr bis Ketzin und Friesack.

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Falkensees Schullandschaft ist bunt: Hier die Erich-Kästner-Grundschule.

Quelle: Tanja M. Marotzke

Falkensee. Derzeit gibt es in Falkensee 123 Einzugliedernde. So nannte Schulrat Harald Schmidt vom Staatlichen Schulamt die Kinder ausländischer Herkunft, die gemäß bundesdeutscher Schulpflicht an Falkenseer Schulen gehen. Es sind meinst Asylbewerber und Flüchtlinge, aber auch Aussiedler und andere Ausländer.

Im Bildungsausschuss von Falkensee stellte Harald Schmidt genaue Zahlen vor. Der Ausschuss tagte diesmal in der Erich-Kästner-Grundschule, die von 36 ausländischen Schülern besucht wird. Weitere Werte sind Europaschule 27, Diesterwegschule 38, Lessingschule zwei, Schollschule sieben . An der Oberschule sind es sieben Schüler, an der Kantschule zwei, am Meitner-Gymnasium vier, Bülow-Gymnasium 1. Die Zahlen sind Momentaufnahmen.

Claudia Allum, Leiterin der Kästner-Schule, konnte von guten Erfahrungen im Unterricht und auch in den multinational gemischten Vorbereitungsgruppen berichten, in denen die Kinder Deutsch lernen. Aber ihre Schule kann nicht endlos neue Schüler aufnehmen, für das kommende Schuljahr lagen zum Monatsanfang genau 100 Anmeldungen vor. „Für eine Vierzügigkeit fehlen die Räume“, sagte die Schulleiterin, es sei denn, es werden Fachräume aufgegeben.

519 Anmeldungen liegen für das neue Schuljahr in Falkensee vor, sagte Ines Jesse, Falkensees Vizebürgermeisterin. Das wäre in etwa der Wert der Vorjahre, der durch die fünf Falkenseer Grundschulen aufgenommen werden kann. „Schwieriger sieht es im weiterführenden Bereich aus“, meinte dazu Ausschussvorsitzender Gerd Gunkel (Grüne).

Besonders gefragt ist die Kant-Gesamtschule, nicht nur bei Falkenseern, da wollen wieder etwa vier Klassen mehr hin als Platz da ist. Das kann durch andere weiterführende Schulen der Stadt nicht ausgeglichen werden. Das Problem ist weniger durch Flüchtlingskinder, als vielmehr durch die allgemeine Entwicklung entstanden.

„Da muss die Region gesehen werden“, sagte Schulrat Uwe Späthe und verwies auf mögliche Schulorte in Brieselang, Nauen, Elstal, auch Ketzin und in Ausnahmen Friesack, „Schlüsselfrage ist der Schülertransport.“ Der liegt in der Verantwortung des Landkreises. „Wir bekommen die Zuweisung vom Schulamt und müssen den Transport organisieren“, sagte Vizelandrat Roger Lewandowski (CDU) auf MAZ-Nachfrage, dabei verfügt der Landkreis über jahrelang gewachsene Erfahrungen. So werden im Landkreis Havelland fast 7500 Fahrschüler gezählt, hinzu kommen 212 Schülerspezialtransporte. „Wir müssen sicherstellen, dass die Kinder zum Unterricht kommen. Und das machen wir“, sagte Lewandowski. Speziell auf die Gartenstadt bezogen, meinte er: „Falkensee hat ganz viel für Schulen getan, das muss man anerkennend sagen.“ Nun müssen praktikable Lösungen gefunden werden. Friesack wäre dabei nicht ideal und sicher wegen der Länge des Fahrweges die letzte Wahl.

Friesack sieht Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) eher als Lösung für Flüchtlingskinder, die dann dort eventuell auch untergebracht werden. Ein Szenario, nach dem Falkenseer soweit zur Schule fahren müssen, sieht er nicht. „Wir müssen die Verteilung der Schüler regional betrachten“, sagte er, verlässliche Zahlen gibt es jedoch nicht, „alles ist im Fluss.“ Die Prognosen gehen nach wie vor von leicht sinkenden Schülerzahlen aus. Grundsätzlich besteht das Ziel, Falkenseern die Möglichkeit des Schulbesuchs in Falkensee zu ermöglichen. Einen Schulneubau hält er momentan für nicht angemessen, über Kapazitätserweiterungen wird jedoch nachgedacht, etwa am Vicco-von-Bülow-Gymnasium.

Von Marlies Schnaibel

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