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Havelland Falkenseer See-Carré kommt später
Lokales Havelland Falkenseer See-Carré kommt später
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18:10 01.03.2016
Das Bauschild steht, aber das Baufeld liegt vorerst weiter brach. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Der Bau des Falkenseer Einkaufszentrums See-Carré verzögert sich weiter. Mindestens vier Monate wird es brauchen, um das Problem der Verkehrsführung neu zu regeln. Am Montagabend hatten Vertreter des Investors S&G Development GmbH die Mitglieder des Falkenseer Stadtentwicklungsausschusses über die neue Situation informiert.

Die kam kurzfristig und überraschend. Der Falkenseer Real-Markt hatte der geplanten Verkehrsführung nicht zugestimmt, erklärte Herbert Staadt, das machte eine Umplanung nötig. Der Verkehrsplaner von der StaadtPlan Ingenieur GmbH hatte im vergangenen Jahr ein Gutachten zur Verkehrsentwicklung am See-Carré vorgestellt, nun hatte er im Auftrage der Investoren die neue Situation bewertet.

Architekt Heiko Vahjen erarbeitet derweil eine Ergänzung zur vorhandenen Baugenehmigung. Die veränderten Rampen müssen neu genehmigt werden. Optimistisch ging Vahjen von vier Monaten Verzögerung aus, sah in der neuen Situation außerdem bessere optische Gestaltungsmöglichkeiten für das Center.

Ursprünglich war geplant, parallel zur Dallgower Straße auf dem Gelände des Parkplatzes eine Zufahrt zum See-Carré zu bauen. Dafür hätten auch einige Bäume gefällt werden müssen. So war es auch durch die bereits erteilte Baugenehmigung abgedeckt. Jetzt fehlte die Zustimmung des Real-Marktes, das Unternehmen mit Sitz in Mönchengladbach war am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Über Gründe der Nicht-Zustimmung wollten sich die Projektentwickler von S&G Development nicht öffentlich äußern. Aber sie hatten eine Lösung entwickelt.

Danach soll die Einfahrt zum neuen Einkaufszentrum nicht mehr über Süden, sondern über Norden erfolgen. Über eine Rampe an der Schwartzkopffstraße würden die Besucher zu den Parkdecks gelangen, die Abfahrt sollte östlich des Real-Marktes zur Barkhausenstraße erfolgen. Um dort nicht mit den beiden vorhandenen Ausfahrten des Real-Marktes in Konflikt zu kommen, wurde die Ausfahrt ganz nach Osten des Grundstückes gelegt. Dort ist die Leipziger Straße zur Sackgasse geworden. Der Bereich könnte künftig per Ampel geregelt werden.

Herbert Staadt, Professor für Verkehrsplanung an der Fachhochschule Potsdam, hatte zu dem Szenario Zahlen zusammengestellt. „Es gibt weitere Wege für den aus Süden kommenden Verkehr“, sagte er. Danach würde die Autobelastung in der Potsdamer Straße und in den beiden Kreisverkehren steigen, während die Dallgower Straße und die Schwartzkopffstraße wesentlich entlastet würden. Vor allem die Schwartzkopffstraße muss in ihrem östlichen Teil mit etwa 4500 Fahrzeugen pro Tag mehr rechnen. Der geplante Kreisel am Gesundheitszentrum würde ebenfalls mehr Fahrzeuge aufnehmen müssen, läge aber mit etwa 21000 prognostizierten Fahrzeugen pro Tag noch im Rahmen seiner Kapazität, die von 25000 ausgeht. „Aus unserer Sicht ist die neue Verkehrsführung unproblematisch“, sagte Staadt. Zumal sich mit einer möglichen Öffnung der Leipziger Straße die Verkehrsströme aus Süden und die Ausfahrt noch besser regeln ließen.

Auf eine mögliche Öffnung der Leipziger Straße wollen die Entwickler jedoch nicht warten, das wäre so schnell grundlegend nicht zu klären. Eine Veränderung ist jedoch denkbar. „Eine solche Öffnung an der Stelle ist im Bebauungsplan sogar vorgesehen“, sagte Bürgermeister Heiko Müller. Er gehört zu den Befürwortern einer solchen Lösung. Die Leipziger Straße ist teilweise noch Sandstraße, sie soll bis 2022 ausgebaut werden. Wie und ob sie dann nach Süden geöffnet wird, muss die künftige Diskussion mit Anwohnern und Abgeordneten entscheiden.

Von Marlies Schnaibel

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