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Falkenseer Spaß mit Traktor

Schülerfirma Falkenseer Spaß mit Traktor

Das Porsche-Junior-Team der Falkenseer Förderschule am Akazienhof ist eine der erfolgreichsten Schülerfirmen im Havelland und wurde mehrfach bundesweit ausgezeichnet. Trotzdem geht dem Team der Nachwuchs aus.

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Aktiv gefördert: das Porsche-Junior-Team Falkensee .

Quelle: Privat

Falkensee. Trecker fahren – das ist für manchen ein Kindheitswunsch. Die Schülerfirma „Porsche-Junior-Team“ erfüllt solche Wünsche. Die Jungs der Falkenseer Förderschule am Akazienhof bauen nicht nur alte Traktoren auf, sondern sind mit ihnen ein gern gesehener Gast etwa auf der Brala oder wie jüngst beim Erdbeerfest des Falkenseer Hofladens.

Die Schülerfirma gibt es seit 2008. Und von Anfang an gehören der Hofladen und die Brandenburger Volksbank zu den Förderern der Idee. Die Bank überreichte vor wenigen Tagen einen Scheck über 2500 Euro. „Das ist eine stattliche Summe“, freut sich Sozialpädagoge Guido Hildebrandt. Der 50-jährige Lehrer, der an der Kant-Gesamtschule und an der Förderschule tätig ist, hat das Objekt vor acht Jahren aufgebaut. Es ist eine sehr gut funktionierende Schülerfirma, und Guido Hildebrandt will, dass die Erfolgsgeschichte weitergeführt wird. Sie könnte jedoch ein Opfer der brandenburgischen Schulreform werden, die auf Inklusion und nicht auf das Projekt der Förderschulen setzt. Im neuen Schuljahr werden an der Falkenseer Schule nur noch 15 Schüler der 9. und 10. Klasse unterrichtet, neue Klassen rücken nicht nach. So rückt auch kein Nachwuchs für das Junior-Porsche-Team nach.

Das ist hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet worden. Fünf alte Traktoren haben die Jungs bereits aufgemöbelt und weiterverkauft. Damit werden ein Teil der Kosten gedeckt, anderes muss über Sponsoren einsammelt werden. Schließlich müssen Versicherungen, Werkzeuge, Material, Schmieröl, Diesel und manches mehr bezahlt werden. Auch wenn die EMB eine Garage sehr günstig zur Verfügung stellt, ein bisschen Miete müssen die Schüler doch aufbringen.

Das Wichtigste ist jedoch das, was mit den Schülern passiert. „Das sind Kinder mit Handicaps. Hier können sie sich handwerklich ausprobieren und Selbstbewusstsein tanken“, hat Guido Hildebrandt immer wieder beobachtet. Die Schrauber merken, dass sie etwas können und lernen wie nebenbei Dinge aus Physik und Mathematik. Die Schülerfirma ist Teil des WAT-Unterrichts, acht Jungs sind derzeit in der Gruppe. Wie es weitergeht, weiß Guido Hildebrandt noch nicht. Vielleicht ist auch der Kontakt zu anderen Schulen, nicht unbedingt Förderschulen, möglich.

Dass die Förderschüler nicht nur Hilfe empfangen, sondern auch etwas weitergeben, stellen sie mehrfach unter Beweis. Sie sind dabei, wenn ihr rotes Schmuckstück bei Messen oder Festen zum Einsatz kommt. Und sie selbst laden zweimal im Jahr sozial benachteiligte Kinder aus dem Staakener Jona-Haus zu einem Fest ein. Am Montag dieser Woche war es wieder so weit. Dabei werden sie von der Initiative „Jugend hilft!“ des Vereins „Children für a better world“ unterstützt. Der Verein ist auf das Falkenseer Junior-Porsche-Team aufmerksam geworden und hat es schon mit einem Bundespreis ausgezeichnet.

Von Marlies Schnaibel

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