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Havelland Falkenseer setzen sich über Badeverbot hinweg
Lokales Havelland Falkenseer setzen sich über Badeverbot hinweg
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18:12 26.07.2015
Ferris, Jamal und Asya (von links) mit ihrem Schlauchboot auf dem Neuen See. Die Wasserqualität wird regelmäßig überprüft allerdings ist das Baden offiziell nicht gestattet. Quelle: Tanja M. Marotzke
Falkensee

Karin Rehfeldt blinzelt in die Sonne über dem Neuen See. Neben ihr hüpft Lebensgefährte Lothar Skibba von einem Fuß auf den anderen, schlüpft ein bisschen ungelenk in seine Badebuchse. Das Pärchen aus Spandau kommt im Sommer jeden Tag an den Neuen See, am liebsten liegen die Rentner am Strand. Für die beiden fühlt sich das jedes Mal wie Urlaub an, sagt Karin Rehfeldt. „Es ist so schön grün, auch der Strand ist gut gepflegt“, so die 74-Jährige. Sie sind seit Jahren Fans des Sees, auszusetzen haben sie wenig. „Nachmittags wird es hier ganz schön voll, da kommen viele Kinder und Jugendliche“, sagt Karin Rehfeldt.

Tatsächlich sieht der Strand an diesem Vormittag recht sauber aus, nur ein paar schwarze Flecken und verbrannte Äste erinnern an die Feuerstellen der vergangenen Nacht. Mülltonnen gibt es am See genug, zum Schutz vor Vandalismus sind sie tief in den Sand eingegraben. Dass hier – wie ein aufgestelltes Schild mahnt – eigentlich baden verboten ist und es somit keinen Bademeister gibt, stört Karin Rehfeldt nicht. „Wir passen gegenseitig auf uns auf, und Eltern haben sowieso immer ein Auge auf ihre Kinder.“

Der Neue See wird immer beliebter. Quelle: Tanja M. Marotzke

Der Neue See wird immer beliebter, vor allem ganze Familien aus der Hauptstadt entdecken ihn für sich. Die Lage ist günstig, Eintritt ist hier frei. Gerade an sonnigen Wochenenden ist der Strand des Sees voller Besucher. Überall wird gegrillt, es fliegen Bälle umher und die Musik aus Kofferradios mischt sich zu einem nervigen Kauderwelsch. Dann quillt auch der kleine Parkplatz am östlichen Ende des Sees vor Autos über. Die beiden Dixie-Klos dort sind dann meistens besetzt. Die Rentner kommen dann nicht an den See. „Das tun wir uns nicht an. Wir kommen nur, wenn es ruhig ist“, sagt Karin Rehfeldt. Der Strand ist nicht die einzige Badestelle. Rund um den neuen See herum gibt es mehrere kleine Zugänge zum Wasser, allerdings stören dort oft Schilf und Seerosen. Dafür hat man an diesen Stellen meistens seine Ruhe.

Der Sandstrand lädt zum Baden ein. Einen Bademeister gibt es allerdings nicht. Quelle: Tanja M. Marotzke

Nicht nur für Badegäste ist der Neue See ein Tipp. Rund 1,7 Kilometer misst der geschotterte Rundweg um den See. Hier sind den ganzen Tag Spaziergänger, Radfahrer oder Leute mit Walking-Stöcken unterwegs. So wie Roswitha Wißmüller, die mit ihrer Walking-Gruppe einmal in der Woche herkommt. „Es ist ein schöner Rundweg, an vielen Stellen ist es durch die großen Bäume angenehm schattig“, sagt die Wustermarkerin. Abkühlen würde sie sich im See allerdings nicht. „Dafür ist mir das Wasser viel zu grün“, sagt die Rentnerin.

Dafür gönnt sich ihre Walking-Gruppe gerne mal eine Erfrischung am Imbiss, der auf der westlichen Seite des Sees liegt. Hier gibt es Fastfood und Eis, ein Biergarten lädt zum Verweilen ein. Ein paar Meter weiter gibt es den Abenteuerspielplatz mit Kletternetzen, Schaukeln und einem „gestrandeten“ Spielschiff. Übrigens lässt sich der See auch ohne Auto gut erreichen. Um den Neuen und den Falkenhagener See herum und zum Bahnhof Falkensee fährt die Buslinie 652.

Von Marco Paetzel

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