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Falkenseer will Windenergie revolutionieren

Windenergie Falkenseer will Windenergie revolutionieren

In den vergangene sechs Jahren entwickelte der Falkenseer Hans-Gerd Gossen eine neuartige Windkraftanlage. Sie soll deutlich effizienter sein, als die herkömmlichen Windräder. Ende Mai soll ihm das Patent für seine Erfindung erteilt werden.

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Erfinder Hans-Gerd Gossen mit einem vereinfachten Modell

Quelle: Danilo Hafer

Falkensee. Hans-Gerd Gossen meint es ernst mit der Energiewende. Mit Blick auf schwindende Ressourcen, wie Kohle und Gas, fragt sich der ehemalige Architekt, wie Berlin und andere wachsende Städte künftig mit Energie versorgt werden sollen. Während seiner fast 50-jährigen Tätigkeit als Architekt habe er gelernt, Probleme sofort zu lösen. So entwickelte der heute 88-Jährige in den vergangenen sechs Jahren eine neuartige bis zu 300 Meter hohe Windenergieanlage. Diese soll deutlich effizienter sein, als die herkömmlichen Windkraftanlagen und habe auch sonst eine Reihe von Vorteilen, sagt der Erfinder.

18 vertikal angeordnete Rotoren

Die von Hans-Gerd Gossen entwickelte Anlage besteht nicht nur aus einem Rotor, sondern aus insgesamt bis zu 18 Rotoren, die vertikal an einer Röhrenkonstruktion befestigt sind. Jeder Rotor besteht aus vier Windschaufeln. Mit der Besonderheit: Die Schaufeln sind lamellenartig und können sich öffnen und schließen. Während einer Rotordrehung sind die geöffneten Lamellen dem Wind nicht entgegengesetzt zugeneigt und bremsen den Rotor dadurch nicht ab.

Deutlich effizienter durch lamellenartige Rotoren

Das Lamellen-Prinzip sei ganz einfach, erklärt der Erfinder. „Es ist wie bei einer falsch eingebauten Tür, die immer wieder ihren Nullpunkt sucht“, sagt Hans-Gerd Gossen. Durch eine leichte Neigung würden sich so auch die Lamellen an den Rotoren selbstständig öffnen. „Trifft der Wind auf sie, schließen sie sich wieder und werden angetrieben“, sagt er. Befestigt werden sollen die Rotoren an insgesamt sieben wabenförmigen Röhren, in denen unter anderem Treppenhaus und Aufzugschacht untergebracht werden sollen. Drei Röhren sollen mit Wasser gefüllt sein und als Pumpspeicherkraftwerk dienen. „Dadurch ist im Grunde jede Anlage autark“, sagt Hans-Gerd Gossen. Zusätzlich zur Windenergie kann die Anlage auch die Kraft der Sonne nutzen. Je Anlage sollen rund 30 000 Quadratmeter Lamellenfläche mit Photovoltaiktechnik beschichtet werden.

Seit 2012 wartet Hans-Gerd Gossen auf sein Patent

Bereits im Oktober 2012 meldete Hans-Gerd Gossen das Patent für seine Entwicklung an. In der vergangenen Woche erhielt er endlich einen Brief vom Deutschen Patent- und Markenamt München. Darin stand, dass das Patent bis Ende des Monats erteilt werden soll. Nun ist Hans-Gerd Gossen auf der Sache nach Partnern, denn er hat ein großes Ziel. „Die Anlage muss weltweit gebaut werden“, sagt der 88-Jährige. Und lange könne er nicht mehr warten. Denn auch er werde älter und zumindest am Anfang werde seine Hilfe beim Bau der neuen Anlagen gebraucht, sagt er. „Aber ich alleine kann das natürlich nicht umsetzen“, sagt Hans-Gerd Gossen. Daher hoffe er vor allem auch die Politik von seiner Erfindung überzeugen zu können.

Bisher noch kein Prototyp

Bisher existiert die Windenergieanlage nur auf dem Papier, einen Prototypen gibt es noch nicht. „Aber vielleicht steht die erste Anlage ja irgendwann im Havelland“, so der Erfinder.

Von Danilo Hafer

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