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Havelland Familiäre Fahrradtour nach Ribbeck
Lokales Havelland Familiäre Fahrradtour nach Ribbeck
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18:25 17.04.2016
In Ribbeck wartet „Ribbäcker“ Björn Dreidax mit frisch gebackenem Flammkuchen auf hungrige Fahrradtouristen. Quelle: Carsten Scheibe
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Nauen

Sommerzeit ist Radfahrzeit. Mit den Temperaturen steigt auch die Zahl derer, die in die Pedale treten, wieder sprunghaft an. Die MAZ veröffentlichte kürzlich den Fahrradführer mit Routen und Ausflugstipps für die gesamte Region. Von gelegentlichen Regenschauern lassen sich Fahrradfahrer dabei nicht aufhalten. Viele Touren scheitern jedoch am Verkehr. Teilen sich Rad- und Autofahrer die gleiche Piste, so müssen die Ausflügler auf den fußbetriebenen Pedalenfahrzeugen immer auch ein wenig um ihr Leben bangen – von den eingeatmeten Abgasen einmal abgesehen.

Doch es gibt sie: die Radtouren abseits großer Siedlungen und stark befahrener Straßen. Für den Familienausflug lohnt sich ein Teilabschnitt des Havelland-Radweges, der von der Nauener Altstadt über das Land bis nach Ribbeck führt. Die Strecke ist elf Kilometer lang; wer sie auch wieder zurück fährt, ist 22 Kilometer unterwegs. Das ist keine wirkliche Strecke für den Radfahrprofi, aber ein schöner Ausflug für die Familie – gerade, wenn kleinere Kinder mit dabei sind.

Der Startschuss wird in Nauen abgefeuert. Wer nicht in der Funkstadt wohnt, kann mit der Bahn anreisen oder die Räder mit dem Auto dorthin transportieren. Bei schönem Wetter sollte vor der Abfahrt unbedingt noch die Gelegenheit genutzt werden, sich die historische Altstadt von Nauen anzuschauen. Viele der alten Häuser sind in den vergangenen Jahren liebevoll restauriert worden. Andere weisen in ihrem Verfall noch immer darauf hin, dass in Nauen einiges getan werden muss. Zwischen dem Rathaus mit der hölzernen Turmspitze, dem privat bewohnten Wasserturm und der Pfarrkirche Sankt Jakobi mit den großen gusseisernen Glocken auf dem Martin-Luther-Platz gibt es viel Sehenswertes zu entdecken. Die gemütliche „Kantina Elena“ in der Mittelstraße kann als Empfehlung angesteuert werden, um sich vor der Fahrradtour zu stärken.

Der Havelland-Radweg ist leicht zu finden. Vom Nauener Rathaus führt die Hamburger Straße zum Friedhof. Hinter dem Friedhof fährt man rechts in den Goetheweg hinein. Er geht direkt in den Havelland-Radweg über. Dieser führt schnurstracks bis nach Ribbeck – und passiert unterwegs auch noch Lietzow mit seiner sehenswerten Dorfkirche im neogotischen Stil. Unterwegs müssen keine Höhenmeter überwunden werden, so dass auch der Nachwuchs mit der Strecke bestens zurechtkommen sollte.

Der Radweg ist über fast die gesamte Strecke asphaltiert und steht fast ausschließlich den Radfahrern allein zur Verfügung. Nur auf kurzen Abschnitten dürfen die Landmaschinen der Bauern die Wege mitbenutzen. So genießen die Radfahrer die Stille abseits der Zivilisation, die würzige Luft des Frühlings, den weiten Ausblick auf die Felder und sich langsam drehende Windräder sowie die Freude, einmal nicht auf Autofahrer achten zu müssen.

Wer sich auf den Weg nach Ribbeck begibt, fährt wie durch eine andere Welt. Hohe Brombeerhecken schotten den Radfahrer wie in Dornröschens Märchen von der Umgebung ab. Es folgen majestätische Alleen mit hohen Weiden, dann wieder weite Felder und grüne Weiden mit Pferden, Rindern, Schafen, Ziegen und vielen anderen Tieren. Es ist erstaunlich, wie oft sich die Kulisse wandelt – es gibt genug zu Schauen, dass die Radfahrer auch auf dem Rückweg noch vom Anblick unterhalten werden. Der Weg führt auch an den Baumschulen Nauen und an einem Milchhof vorbei.

In Ribbeck lohnt sich das Innehalten. Zur rechten Hand geht es zum Kinderbauernhof Marienhof, auf dem zurzeit viele Tierbabys zu bestaunen sind. Wem eher der Sinn nach Kultur steht, der hält sich links und schaut sich das imposante Schloss Ribbeck an. Das Restaurant bleibt nach dem Brand vergangene Woche allerdings vorerst geschlossen. Dafür bietet sich der „Ribbäcker“ direkt an der Straße Am Birnbaum neben der „Alten Schule“ zum Verschnaufen an. Björn Dreidax bietet dort knusprige Flammkuchen aus dem Ofen an. Natürlich auch solche mit der in Ribbeck fast schon obligatorischen Birne.

Von Carsten Scheibe

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