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Havelland Familie muss Wanderweg verlassen haben
Lokales Havelland Familie muss Wanderweg verlassen haben
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00:36 27.07.2015
Peter Nitschke von der Sielmann-Stiftung vor einem der zahlreichen Hinweisschilder. Quelle: Jens Wegener
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Elstal

„Eigentlich kann man sich in der Döberitzer Heide nicht verirren“, sagt Peter Nitschke,um gleich die entscheidende Ergänzung nachzuschieben: „Wenn man auf den Wanderwegen bleibt.“ Natürlich war auch der Projektleiter von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide über den Vorfall am Mittwochnachmittag nicht erfreut.

Eine Potsdamer Familie mit einem zwölfjährigen Kind war mit Fahrrädern in der Heide unterwegs. Gegen 17 Uhr hatte sie sich per Handy bei der Polizei gemeldet, weil Vater (45), Mutter (46) und Sohn orientierungslos umher irrten und nicht mehr den Weg zu einem Ausgang fanden (MAZ berichtete). Erschwerend hinzu kam, dass die Familie kaum noch etwas zu Trinken hatte und der Akku ihres Handy fast aufgebraucht war. Schließlich gelang es dem Vater, einen telefonischen Kontakt zur Polizei herzustellen und später die Koordinaten mit Breiten- und Längengrad per WhatsApp an das persönliche Smartphone eines Beamten zu übermitteln. „Laut den Angaben wussten wir, dass sich die Familie zwischen dem Königsweg und der von Stechow-Straße in der Gemarkung Fahrland in Potsdam befand“, erklärt Polizeisprecherin Jana Birnbaum. Gegen 18.50 Uhr konnte dann die Familie mit Hilfe eines Hubschraubers zum Ausgang Priort geführt werden, wo sie ein Streifenwagen erwartete. Verletzt wurde niemand.

Bei Peter Nitschke, der seit elf Jahren in der Döberitzer Heide unterwegs ist, löst solch ein Vorkommnis ein gewisses Unverständnis aus. „Es gibt 16 Eingänge in die Heide. Es gibt an den Wanderwegen alle 50 Meter etwa ein Hinweisschild. Es gibt am Wegesrand Holzpoller mit unterschiedlichen Farben und Piktogrammen von Tieren sowie Himmelsrichtungshinweisen, an denen man erkennt, wo man ist. Und es gibt Flyer an den Eingängen und im Internet, mit Hilfe derer man sich orientieren kann.“

Zwar kennt Peter Nitschke die Stelle im Ferbitzer Bruch, an der die Familie falsch abgebogen sein muss, nicht genau. Aber er geht fest davon aus, dass sie den Wanderweg verlassen hat. „Wer, wie viele Pilzsammler, die Warnschilder ignoriert und in die unberührte Natur läuft, der verstößt nicht nur gegen Naturschutzvorgaben, sondern bringt sich in Gefahr.“

Etwa 22 Kilometer ist der Rundwanderweg in der Kernzone der Heide ausgeschildert. Mehrere überdachte Rastplätze hat die Sielmannstiftung eingerichtet. Dazu stehen an den Tafeln und auf den Flyern die Telefonnummern des Schaugeheges in Elstal, wo man Hilfe bekommen kann.

Ob die Familie jetzt für den Einsatz des Hubschraubers aufkommen muss, wird geprüft, sagt Jana Birnbaum. Die Frage, ob dieser Helikoptereinsatz überhaupt nötig war, stellt sich Peter Nitschke. „Weder die Sielmänner noch die Dallgower Feuerwehr wurden von dem Einsatz am Mittwoch in Kenntnis gesetzt. Dabei haben wir doch die Ortskenntnisse und die Fahrzeuge, mit denen wir die Familie hätte rausholen können“. Die entsprechenden Nummern seien in der Leitstelle der Polizei in Potsdam hinterlegt.

Der Einsatzbearbeiter der Polizei hatte am Mittwoch zunächst versucht, dem Familienvater zu erklären, wie er mit der Karte auf seinem Smartphone selbst den Weg heraus finden könne. Weil dieser aber zu erschöpft war und Frau und Kind im Hintergrund geweint hätten, sei der Hubschrauber angefordert worden, so die Polizei.

Von Jens Wegener

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