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Familiendrama: Vater und Sohn tot aufgefunden

Priort Familiendrama: Vater und Sohn tot aufgefunden

Familientragödie zu Ostern: Ein Vater (41) und sein 16-jähriger Sohn werden in einem bei Priort (Havelland) geparkten Auto tot aufgefunden. Für die Ermittler spricht alles für Selbstmord. Doch die Hintergründe sind weiter unklar.

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Großes Polizeiaufgebot am Fundort.

Quelle: Julian Stähle

Priort. Ein Spaziergänger hat am Ostermontag zwei Leichen in einem Auto bei Priort (Havelland) entdeckt. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend mitteilten, handelt es sich um einen 41 Jahre alte Mann aus dem Havelland und seinen 16-jährigen Sohn. Man gehe nun außerdem von einem Suizid aus, hieß es. “Es gibt keinerlei Hinweise auf eine Gewalttat oder sonstige Fremdeinwirkung“, sagte Staatsanwalt Christoph Lange am Dienstag. Daher werde in Richtung Selbstmord ermittelt.

Keine Hinweise auf erweiterten Suizid

Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Hinweise auf einen sogenannten erweiterten Suizid gebe es bislang nicht. Von einem erweiterten Suizid sprechen Fachleute, wenn ein Mensch aus Fürsorge nahe Angehörige, oft die Kinder, mit in den Tod nimmt. “Zur genauen Todesursache müssen wir die Ergebnisse der Obduktionen abwarten.“ Davon erwarten sich die Ermittler auch Aufschluss über den Zeitpunkt der mutmaßlichen Suizide. Zu einem möglichen Motiv gebe es noch keine Erkenntnisse. Der Vater habe den Sohn nicht allein erzogen, sagte Lange. “Wir gehen von einem normalen Familienhintergrund aus.“ Angaben zur Ehefrau und Mutter machte er nicht.

Wagen war in kleinem Waldstück abgestellt

Ein Spaziergänger hatte die Leichen des Vaters und seines Sohnes am Montagnachmittag in einem Auto bei Priort (Havelland) entdeckt. Der Wagen stand etwa 500 Meter außerhalb des Ortes in einem kleinen Waldstück nahe einer Straße. Ein herbeigerufener Notarzt hatte nur noch den Tod von Vater und Sohn feststellen können.

Das Fahrzeug war in einem kleinen Waldstück geparkt

Das Fahrzeug war in einem kleinen Waldstück geparkt.

Quelle: Julian Stähle

Beamte hatten am Montag den Fundort weiträumig abgesperrt sowie einen Bauzaun aufgestellt. Der vordere Teil des Autos wurde mit weißen Tüchern bedeckt. Kriminaltechniker untersuchten das Auto. Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen.

Hund saß mit im Wagen

In dem Rücksitz des Autos befand sich noch ein lebender Hund befunden, als die Beamten eintrafen. Ein Mitarbeiter der Tierrettung hat den Riesen-Schnauzer abgeholt und in ein Tierheim gebracht.

Der Riesenschnauzer wurde am Nachmittag abgeholt

Der Riesenschnauzer wurde am Nachmittag abgeholt

Quelle: Julian Stähle

Weitere Angaben machte die Polizei zunächst nicht. Priort ist Teil der Gemeinde Wustermark. In dem Ortsteil leben nach Gemeindeangaben etwas mehr als 1200 Einwohner.

Anmerkung der Redaktion

Wir berichten in der Regel nicht über Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden, gibt es Hilfe. Unter der kostenlosen Hotline 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 können Sie anonym mit der Telefonseelsorge sprechen, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnte.

Von MAZonline

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