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Havelland Fast 900 Bäume nach Sturm gefällt
Lokales Havelland Fast 900 Bäume nach Sturm gefällt
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15:11 20.03.2018
So wie in der Berchtesgadener Straße beschädigten die Herbststürme in Falkensee etliche Bäume. Quelle: Marotzke
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Falkensee

Schrägstände, Kronenausbrüche und Wurzelanhebungen. Die beiden Herbststürme Ende des vergangenen Jahres haben vielen Bäumen in Falkensee deutlich sichtbar zugesetzt. So mussten allein 713 Bäume auf Privatgrundstücken aufgrund von Sturmschäden gefällt werden.

Hinzu kommen noch einmal rund 200 Bäume im Eigentum der Stadt, die an Straßen, auf Grünflächen, in Wäldern oder auf dem Friedhof stehen und durch „Xavier“ und „Herwart“ beschädigt oder ganz umgebrochen wurden. Das geht aus der am Montagabend im Falkenseer Ausschuss für Stadtentwicklung vorgestellten Baumstatistik hervor.

Schadensmeldungen von 480 Privatgrundstücken

„Noch heute rufen Leute an, die einen Sturmschaden von Oktober melden und eine Fällerlaubnis beantragen“, sagt Fachbereichsleiterin Ina Neitzel. So wurden im vergangenen Jahr auf 480 Privatgrundstücken Sturmschäden gemeldet.

„Teilweise hatten wir Grundstücke auf denen gleich zehn oder zwölf Bäume umgeknickt sind“, so Neitzel. Besonders stark betroffen war dabei auch die Seepromenade. Hier wütete der Sturm auf zwölf Grundstücken, gefolgt von der Innsbrucker und der Regensburger Straße mit jeweils neun gemeldeten Grundstücken.

Kiefern wurden am häufigsten gefällt

Am häufigsten wurden Kiefern (158 Stück) sowie Tannen und Fichten (145 Bäume) durch die Stürme beschädigt. Auch 89 Eichen und 59 Birken fielen dem Sturm zum Opfer. Nachpflanzungen seien für Sturmschäden indes nicht gefordert, auch wenn sich die Ausschussmitglieder mit Blick auf die Zahlen am Montag Sorgen um den Bestand insbesondere der Nadelbäume in Falkensee machten.

Nadelbäume alternativ an Straßen zu Pflanzen, sei indes auch nicht ohne weiteres möglich, da Fichten und andere Nadelgehölze einen entsprechenden Platz benötigten. „Bei privaten Nachpflanzungen sind Fichten allerdings sehr beliebt“, erklärte Ina Neitzel.

Ersatzpflanzungen bei Bauvorhaben vorgeschrieben

Für Bäume, die im Zuge eines Bauvorhabens gefällt werden, müssen Ersatzpflanzungen durchgeführt werden. Die Frist für solche Nachpflanzungen endet nach zwei Jahren. Bis zum 31. Dezember des vergangenen Jahres fehlten noch circa 1200 Nachpflanzungen auf Grundstücken aus den Jahren 1993 bis 2015 sowie 32 Bäume auf Straßen. Zum Jahresende 2017 wurden alle Pflichtigen aus den Jahren 2010 bis 2014 vom Grünflächenamt nochmals angeschrieben.

Neben den sturmbedingten Baumfällungen erteilte das Bauamt im vergangenen Jahr insgesamt 581 Fällgenehmigungen zur Schaffung von Baufreiheit auf Privatgrundstücken. Im Jahr 2016 waren es noch 797 Genehmigungen. Am häufigsten standen dabei Fichten (104 Bäume), Birken (88 Bäume) und Ahornbäume (75 Stück) den geplanten Bauvorhaben im Weg.

Im Jahr 2016 stand die Kiefer mit 170 Fällgenehmigungen noch auf Platz eins. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 74 genehmigte Fällungen. 344 Bäume wurden aus sonstigen Gründen gefällt. Solche Gründe können etwa Allergien und gesundheitliche Beeinträchtigungen aber auch mangelnde Lichtverhältnisse und Entwicklungsmöglichkeiten sein.

Nicht jeder Antrag wurde genehmigt

Dabei wird längst nicht jeder Antrag genehmigt. Im vergangenen Jahr erteilte das Grünflächenamt 47 Ablehnungen, darunter 26 Eichen. „Wir genehmigen längst nicht jede Fällung und sind auch darauf bedacht insbesondere die Kiefer zu erhalten“, so Neitzel.

Von Danilo Hafer

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