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Havelland Fast wie Robin Hood im Wald
Lokales Havelland Fast wie Robin Hood im Wald
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00:17 30.10.2013
In Nennhausen kann man jetzt auch imWald mit dem Bogen auf Scheiben schießen. Quelle: Norbert Stein
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Nennhausen

Die behördlichen Hürden sind genommen. Alle notwendigen Genehmigungen wurden erteilt und die ersten vier von insgesamt zwölf möglichen Bahnen bereits angelegt. Nach einjähriger Vorbereitungszeit konnte die Schützengilde Nennhausen und Umgegend von 1991 am Samstag ihren Feldbogenparcours einweihen. „Damit haben wir die Voraussetzungen für eine neue Disziplin in unserem Vereinssport geschaffen“, sagte der Vereinsvorsitzende Werner Huxdorf zur Begrüßung.

Bogenschießen erfreut sich vor allem unter Jugendlichen zunehmender Beliebtheit. In Nennhausen sind es vorerst zehn Teenager, die sich dem Trendsport widmen wollen. Dafür nutzen können sie jetzt ein Fläche von etwa einem Hektar Wald, der direkt an das Vereinsgelände grenzt. Die Gemeinde als Eigentümerin hat dem Verein die Fläche kostenfrei zur Verfügung gestellt. Alles zur Nutzung Notwendige ist in einem Vertrag geregelt. Bürgermeisterin Brigitte Noel sieht darin eine Chance zur weiteren Förderung einer sinnvollen Freizeitbetätigung der Jugendlichen. Sie übergab zur Einweihung am Samstag einen Briefumschlag mit einer Spende. Julian Albrecht vom Bullerjahn-Kontor Albrecht in Buckow übergab einen Scheck in Höhe von 350 Euro für die Anschaffung von Materialien für den Bogenschützensport. Für eine Erstausstattung mit drei Bögen, Pfeilen und Pfeilfangnetz hat der Verein gesorgt.

Feldbogenschießen

Beim Feldbogenschießen im engeren Sinn werden Zielscheiben im Gelände entlang eines Rundkurses aufgestellt. Geschossen wird nicht auf einem klassischen Vereinsgelände, sondern auch in einer möglichst natürlichen Umgebung, zum Beispiel im Wald. Auf einem Feldparcours sind, ähnlich wie beim Golf Course und anders als beim Zielscheiben-Schießen nach den FITA-Regeln, die Entfernungen zumindest bei der Hälfte der Ziele nicht bekannt und es kann sowohl bergauf wie auch bergab bis zu einem Winkel von 45 Grad geschossen werden.

„Alle notwendigen Hinweisschilder zur Kennzeichnung des Feldparcours sind aufgestellt“, berichtete Maximilian Huxdorf als Sprecher Nennhausener Bogenschützen. Den Feldparcours dürfen sie einmal im Monat nutzen. Um regelmäßig trainieren zu können, wurde eine 25-Meter-Bahn auf dem Vereinsgelände angelegt. Die für den Feldparcours bereits angelegten Bahnen sind bis zu 35 Meter lang. Von den Bahnen die noch hinzukommen sollen, wird eine 60 Meter lang sein. Revierförster Frank Wilke hat keine Bedenken. Die forstwirtschaftlichen Belange sieht er berücksichtigt und erfüllt. So konnte am Samstag auch Wilke ohne Bedenken sich im Bogenschießen probieren. Seitens des Amtes Nennhausen griff Sachgebietsleiter Reiner Siede zu Pfeil und Bogen.

Von Norbert Stein

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