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Havelland Feiler schafft Wiedereinzug
Lokales Havelland Feiler schafft Wiedereinzug
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00:19 27.09.2017
Der Havelländer Uwe Feiler verfolgte mit Parteifreunden in Kremmen die Auszählung. Quelle: Stefan Blumberg
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Falkensee

Ginge es nach den Schülern des Falkenseer Lise-Meitner-Gymnasiums, dann wären die Grünen mit 30,3 Prozent die stärkste Kraft geworden, AfD und NPD bekamen nur etwa ein Prozent. So das Ergebnis der Juniorwahl an der Schule. Das tatsächliche Ergebnis im Wahlkreis 58 sah dann aber anders aus.

Insgesamt waren zwischen Ketzin/Havel und Fürstenberg/Havel rund 240000 Menschen stimmberechtigt. Am Abend stand fest: Uwe Feiler bekommt die meisten Erststimmen. Der 51-jährige Christdemokrat verteidigt sein Direktmandat gegen seinen Herausforderer von der SPD, Benjamin Grimm.

Mit dem Slogan „Gut. Besser. Feiler.“ war Uwe Feiler in den Bundestagswahlkampf gezogen. Der Havelländer schwamm damit auf der Erfolgswelle seiner Partei. Der Wahlkreis 58, Oberhavel und Havelland II, ist damit künftig nur noch mit einem Politiker im Bundestag vertreten. „Ich bin davon ausgegangen, dass es ein knappes Rennen zwischen mir und Benjamin Grimm wird“, sagte Uwe Feiler bei der Wahlparty auf dem Kremmener Spargelhof. „Ich habe in den vergangenen vier Jahren einiges bewegen können und in den vergangenen Wochen im Wahlkampf viel gemacht. Der Aufwand war höher als vor der letzten Bundestagswahl. Ich danke all’ meinen Wahlhelfern“. Feiler hatte deutlich weniger Stimmen als vor vier Jahren bekommen, damals votierten 37,5 Prozent der Wähler für ihn, am Sonntag waren es nur 29,9 Prozent. Das waren aber insgesamt deutlich mehr, als der SPD-Kandidat Benjamin Grimm auf sich vereinen konnte. Der blieb am Ende mit fast sieben Prozent der Stimmen hinter seinem CDU-Konkurrenten zurück. „Das Ergebnis ist bitter und enttäuschend, aber am Einsatz der Genossen hat es sicher nicht gelegen“, räumte der Sozialdemokrat auf der SPD-Wahlparty im Hennigsdorfer Bürgerhaus ein. Er danke seinen Parteifreunden, die ihm diesen engagierten Wahlkampf ermöglicht haben, sowohl in Oberhavel als auch im Havelland.

Abgewählt wurde Harald Petzold von der Linken, die bei der Bundestagswahl 2013 über seinen Listenplatz in den Bundestag eingezogen war. „Ich bin enttäuscht“, sagte der 55-jährige Falkenseer am Wahlabend und fügte hinzu: „Aber es spornt mich an, in Zukunft eine noch bessere Arbeit abzugeben.“

Für großes Erstaunen sorgte das starke Abschneiden der AfD und ihres Direktkandidaten Christian Schmidt. Der 45-jährige Betriebswirt war, wie er sagte, selbst „sehr erstaunt“ über dieses Ergebnis. Es beweise, dass der Wahlkampf der AfD von vielen Bürgern angenommen wurde und die AfD einen großen Teil des Wahlvolkes mit ihren Argumenten habe überzeugen können, während die Altparteien beim Wähler deutlich abgeblitzt seien.

Grund zur Freude gab es bei den Direktkandidaten der kleineren Parteien nicht. 5,3 bzw. 5,2 Prozent erreichten Petra Budke aus Dallgow von den Grünen und der Ketziner Volkmar Richter von der FDP. Mit 1,8 Prozent konnte Stefan Reckin von der Partei „Die Partei“ immerhin mehr als 3000 Stimmen ziehen. Thomas Ney von den Piraten, Heinz Ließke von den Freien Wählern und Brigitte Müller von der DKP mobilisierten wenig Wähler.

Nach Auszählung von 322 der 327 Wahlbezirke lag gegen 23 Uhr die Alternative für Deutschland auf Platz Zwei hinter der CDU. Gefolgt von der SPD und den Linken.

In allen Orten haben in diesem Jahr mehr Wähler als sonst die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Das hatte am Sonnabend offensichtlich dazu geführt, dass der Briefkasten am Falkenseer Rathaus nahezu überfüllt war und am Samstagabend noch mal geleert werden musste. Insgesamt hatten allein in Falkensee mehr als 7000 Bürger die Briefwahl genutzt.

Im Rathaus von Falkensee hatten einige Wähler und politisch Interessierte gemeinsam die Auszählung der Stimmen auf einer Leinwand verfolgt. Dabei waren es deutlich weniger als in den Vorjahren, die das Wahlgeschehen hier öffentlich verfolgten.

Ernüchternd haben dabei vor allem die Sozialdemokraten das Abschneiden ihrer eigenen Partei registriert und bereits am Wahlabend heftig über Für und Wider der Fortführung einer großen Koalition in Berlin gestritten. Die Meinungen und Argumente gingen dabei sehr auseinander. Fortsetzen einer kontinuierlichen Politik und Warnung vor italienischen Verhältnissen auf der einen Seite stand der Forderung nach Schärfung des sozialen Parteiprofils auf der anderen Seite gegenüber.

Von Marlies Schnaibel und Bert Wittke

Es bleibt dabei. Dietlind Tiemann (CDU) gewinnt seit 2003 jede Wahl, bei der sie antritt. Zweimal wählten sie die Brandenburger zu ihrer Oberbürgermeisterin, wiederholt war sie als Zugpferd ihrer Partei bei Kommunalwahlen erfolgreich. Am Wahlsonntag schafft sie als Direktkandidatin im Wahlkreis 60 den Sprung in den Bundestag. Die SPD-Hochburg ist gefallen.

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