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Ferchesar: Auch ein Dorfhahn kann krähen

Sommerfest der Rassegeflügelzüchter Rathenow Ferchesar: Auch ein Dorfhahn kann krähen

Eigentlich nehmen bei Hahnenschrei-Wettbeweerben nur Rassetiere teil. Beim Hähnekrähen der Rathenower Rassegeflügelzüchter wurde schnell klar, dass auch ein normaler Hofhahn laut und gut krähen kann.

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Pokalübergabe beim Sommerfest.

Quelle: Norbert Stein

Ferchesar. Nicht nur Hähne mit edlem Blut in den Adern krähen herzhaft. Ausdauernd Kikeriki krähen geht auch ohne züchterische Rassemerkmale. Bernd Pode in Stechow hat so ein Exemplar. Auf dem Hof erfüllt der Hahn zuverlässig seine Aufgabe. Er macht die Hühner glücklich. Krähen kann er auch.

Aufgefallen sei er damit auf dem Hof aber nicht, sagt Charleen Bogs (15 Jahre), die ihrem Opa Bernd oft bei seinen Hühnern hilft. Sie macht die Arbeit gerne in ihrer Freizeit. Weil sie mit einem Tier von Opas Hof das vom Rassegeflügelverein Rathenow und Umgebung organisierte Hähnekrähen gewonnen hatte nahm sie auch in diesem Jahr wieder mit einem Hahn teil an dem Spektakel. Ausgetragen wurde das Wettkrähen der Hähne in Ferchesar. 30 Hähne krähten eine Stunde lang um die Wette. Der Gockel von Charleen Bogs krähte 103 mal und damit genauso oft wie der Zuchthahn von Vereinsmitglied Horst Dahlmann (Rhinow), der immerhin der Rasse New Hampshire angehört. Charleen Bogs gewann mit ihrem Hahn den Wettbewerb der Teilnehmer aus den Dörfern, die nicht in einem Verein organisiert sind und Horst Dahlmann in der Wertungskategorie Vereinsmitglieder.

Siegerpokale beim Sommerfest

Die Siegerpokale hat ihnen der Vereinsvorsitzende Günter Henneborn beim Sommerfest der Rathenower Rassengeflügelzüchter in Ferchesar übergeben. Was noch nicht ist, könne ja noch werden, meinte Günter Henneborn bei der Pokalübergabe, in der Hoffnung, Charleen Bogs für eine Mitarbeit im Verein gewinnen zu können. Abgeneigt scheint sie nicht zu sein. „Mal sehen“, sagte die 15-Jährige.

„Wir brauchen guten Züchternachwuchs“, sagte der Vorsitzende des 25 Mitglieder zählenden Vereins. Henneborn war deshalb auch froh Sven Trebesch aus Garlitz als neues Vereinsmitglied beim Sommerfest begrüßen zu können. Er hatte sich beim vorigen Hähnekrähen entschieden, Vereinsmitglied bei den Rassengeflügelzüchtern aus Rathenow und Umgebung zu werden.

Vorbereitungen für die große Schau

Das Sommerfest nutzten die Mitglieder für erste Vorbereitungen ihrer diesjährigen Vereinsschau am 17. und 18. Oktober in der Musikbrauerei in Rathenow. Ziel ist es, den Besuchern bei der Vereinsschau über 200 Hühner, Tauben, Enten und Gänse zu zeigen. Eine Vorauswahl der Tiere, die die Züchter im Herbst und Winter auf Ausstellungen präsentieren werden , erfolgt am 12. September mit einer vereinsinternen Begutachtung.

Von Norbert Stein

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