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Havelland Ferien im MAFZ-Erlebnispark
Lokales Havelland Ferien im MAFZ-Erlebnispark
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07:15 14.08.2014
Betreuer Johann-Bulut Hoffmeyer-Zlotnik hilft beim Balancieren. Quelle: Konrad Radon
Paaren im Glien

Zwischen den beiden großen Bäumen im Garten ist ein Gurtband straff gespannt. Darauf steht Sophie, hält immer wieder das Gleichgewicht und setzt dabei konzentriert einen Fuß vor den anderen. Bei der Trendsportart Slackline balanciert die Elfjährige wie eine Seiltänzerin über den Gurt. Betreuer Johann-Bulut Hoffmeyer-Zlotnik, den alle nur Bulut nennen, reicht ihr unterstützend die Hand. „Echte Profis können das auch allein“, erklärt Sophie. Bis sie soweit ist, müsse sie jedoch noch ein bisschen üben.

Das Balancieren auf dem elastischen Band  ist Teil der Kinderolympiade, bei der 110 Kinder im Ferienlager des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) im MAFZ-Erlebnispark in Paaren im Glien in Teams gegeneinander antreten. Klobürstenweitwurf, Dosenwerfen, Torschießen, Armdrücken und Erbsenzielspucken machen weitere sportliche Disziplinen aus. „Selbst die Großen haben ihren Spaß“, sagt Ferienlager-Leiter Christian Mundel über die Zwölf-bis 15-Jährigen. Er arbeitet sonst als Erzieher in einem ASB-Schulprojekt. „In dem Alter ist eine Kinderolympiade eigentlich total uncool.“

Was gefällt euch am Ferienlager im MAFZ-Erlebnispark besonders gut?

Quelle: Anja Meyer

„Ich bin zum ersten Mal dabei. Am coolsten war bisher die Disko. Die Stimmung war gut und ich habe viele Leute kennengelernt.“
Adam Brauer, 14, Rathenow

Quelle: Anja Meyer

„Wir dürfen hier bis 22 Uhr wach bleiben, das ist toll! Einmal hatte ich kurz Heimweh, dann hat mich eine Betreuerin getröstet.“
Melina Maaß, 9, Falkensee

Seit vier Jahren leitet Mundel das ASB-Ferienlager. Ziel ist es, Kinder aus dem Havelland, die in den Ferien zu Hause bleiben, zu unterhalten. „Viele Kinder fahren nicht in den Urlaub“, erklärt Mundel. Etwa, weil die Eltern arbeiten müssen. Die Kosten von 52 Euro für eine Woche Zeltlager ermögliche es auch Kindern aus einkommensschwachen Familien, in das Zeltlager zu fahren. Während der zwei Wochen nimmt der ASB 220 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 15 Jahren in zwei Durchgängen auf. Manche bleiben auch gleich zwei Wochen oder verlängern spontan. „Angefangen haben wir vor vier Jahren mit sechs- bis zwölfjährigen Kindern“, erzählt Mundel. Weil viele von ihnen wiederkommen wollten, wurde die Altersgrenze nach oben gesetzt.

Jamie ist schon seit vier Jahren im Ferienlager mit von der Partie. Sie meldet sich immer gleich für zwei Wochen an, langweilig wird ihr dabei nie. „Ich habe hier viele Freunde kennengelernt“, erzählt die Zwölfjährige. Mit ihnen halte sie das ganze Jahr über per Kurznachrichtendienst WhatsApp Kontakt. „Wir treffen uns auch mal so, zum Beispiel im Freibad oder im Havelpark“, erzählt Jamie.

Quelle: Anja Meyer

„Ich finde es cool, ohne Eltern Urlaub zu machen und viel Fußball spielen zu können. Hier im Ferienlager bin ich schon zum dritten Mal.“
Hannes Ploewka, 9, Döberitz

Quelle: Anja Meyer

„Es ist immer spannend, so viele neue Leute kennenzulernen. Wir bleiben auch nach dem Camp in Kontakt.“
Jamie Hlavacek, 12, Falkensee

Erzieher Mundel findet es spannend, die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Kindern zu beobachten. „Es ist schön zu sehen, wie Schüchterne sich in die Gruppe integrieren“, sagt er. Auch die Großen und die Kleinen würden gut harmonieren, sagt er. Manche Jugendliche fänden im Zeltlager ihre erste Liebe, erzählt Mundel und schmunzelt.

Das MAFZ-Gelände in Paaren biete sich laut Mundel sehr gut als Ort an, weil es so weitläufig ist. Außerdem liege der thematische Schwerpunkt des Camps auf der Natur. „Hier können sich die Kinder frei bewegen“, sagt der Campleiter. Zum Programm des Ferienlagers gehören aber auch Ausflüge zur Rohmilchtankstelle und Champignon-Zucht in Tietzow, in den Tierpark Germendorf oder in das Nauener Freibad. Auf dem MAFZ-Gelände leitet jeder der 13 Betreuer eine Arbeitsgemeinschaft, an der die Kinder nach Lust und Laune teilnehmen können: Fußball, Fahrradfahren, Tanz, T-Shirts bemalen, Batiken oder Seife herstellen – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Und abends? Da ist natürlich nichts mit frühem Schlafengehen. Auch wenn die Kinder nach einem aktionsreichen Tag eigentlich müde sein müssten – Energie zum Quatschen im Zelt bleibt immer. Oder zum Sternschnuppen-schauen unter freiem Himmel. „Das haben wir auch schon gemacht und alle haben eine gesehen“, erzählt Mundel.

Von Anja Meyer

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