Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Havelland Vom Zauber des Anfangs in Rathenow
Lokales Havelland Vom Zauber des Anfangs in Rathenow
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:20 17.01.2016
Gedränge um die Gründungsurkunde: Dietlind Tiemann, Ronald Seeger und Christian Pust. Quelle: V. Maloszyk
Anzeige
Rathenow

In der ersten Reihe im Dom zu Brandenburg – gleich neben Brandenburgs Oberbürgermeisterin und Gastgeberin Dietlind Tiemann– hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke Platz genommen. Dahinter versammelten sich die Repräsentanten der Jubiläumsgemeinden: Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger, aus Rhinow Bürgermeister Stefan Schneider und Amtsdirektor Jens Aasmann, und aus Friesack waren Christian Pust und Klaus Gottschalk angereist.

Sie und viele andere Gäste erlebten einen Festgottesdienst, der trotz der empfindlichen Kälte im Dom die Herzen erwärmte. Vor allem die Predigt von Landesbischof Markus Dröge hallte lange nach. Dröge hatte die erste urkundliche Erwähnung der elf Kommunen in einem starken Bild als Licht des Anfangs bezeichnet, das bis in unsere Zeit hineinscheine. Dröge appellierte an die Brandenburger, die Kraft dieses Lichts zu nutzen, um die Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Gerade in Zeiten, in denen viele das Gefühl hätten, alles werde schwieriger, sei es wichtig, auf die Kraft zu vertrauen, die in der 800-jährigen Vergangenheit liege. „Hier hat es sich immer gelohnt zu leben, hier wird es sich auch künftig lohnen, zu leben und zu arbeiten“, sagte Dröge am Ende seiner Ansprache.

Festliche Musik vom Hohen Chor. Quelle: Markus Kniebeler

Dann hatten die Gäste die einmalige Gelegenheit, das Corpus Delicti in Augenschein zu nehmen. Im Hohen Chor des Doms war die aus zwei eng beschriebenen Pergamentblättern bestehende Gründungsurkunde hinter einer Glasvitrine ausgestellt. Und so standen da die Bürgermeister, hinuntergebeugt und suchenden Blickes, und überflogen die nach 800 Jahren erstaunlich kräftigen Schriftzeilen, bis sie in dem Wust lateinischer Buchstabenfolgen das für sie entscheidende Wort gefunden hatten: Rathenow, Friesack, Rhinow – schwarz auf weiß (oder besser gelb) standen dort die Ortsnamen, deren wechselvolle Geschichte am Sonntag in den Fokus gerückt wurde.

Nach dem Gottesdienst traf sich die Festgemeinschaft im Rolandsaal des Brandenburger Rathauses zum Empfang. Ministerpräsident Dietmar Woidke wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Ortsjubiläen eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Herausbildung einer lokalen Identität hätten. Die 800-jährige Geschichte habe traditionsbildend gewirkt. „Und Tradition schenkt Stolz und bürgerliches Bewusstsein“, sagte Woidke.

Ronald Seeger war von der Veranstaltung äußerst angetan: „Das war ein toller Tag, ein angemessener Auftakt“, sagte er. „Würdevoll und festlich. Das wird uns beflügeln.“

Von Markus Kniebeler

Havelland Auftakt zu 800-Jahr-Feierlichkeiten - Filmischer Blick in Rathenows Geschichte

Bänkelsänger, Großer Kurfürst und Zietenhusar gehörten am Sonntagvormittag zu den rund 450 Besuchern im ehemaligen Ausflugslokal Bellevue, dem heutigen Haveltorkino. Gemeinsam erlebten sie einen ebenso gelungenen wie emotionalen Auftakt zu den Jubiläumsveranstaltungen 800 Jahre Rathenow.

20.01.2016
Havelland Zeitreise durch die Jahrzehnte - 9. Karnevalistentreffen in Rathenow

Neun Tanzgruppen und das Männerballett des Gastgebers gestalteten unter anderem das Programm zur diesjährigen, bereits 9. Fremdensitzung des Rathenower Carnevals-Clubs (RCC) im Havelrestaurant „Schwedendamm“. Das Programm der Veranstaltung war ein einziger bunter Ritt durch die vergangenen Jahrzehnte. Das Publikum war begeistert.

17.01.2016

Völkerverständigung lautete das oberste Gebot beim von der Evangelischen Gemeinde und engagierten Bürgern organisierten Neujahrsfest in der Rathenower Innenstadt am vergangenen Wochenende. Gemeinsam tanzten, feierten und musizierten Einheimische und Flüchtlinge am Samstag zu Hunderten gut gelaunt auf dem Märkischen Platz.

17.01.2016
Anzeige