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Vom Zauber des Anfangs in Rathenow

Festgottesdienst zum 800. Geburtstag Vom Zauber des Anfangs in Rathenow

Wenn das kein würdevoller Start in das Jubiläumsjahr war: Mit Landesvater, Landesbischof und anderen hohen Würdenträgern feierten elf märkische Kommunen am Sonntag ihren 800 Geburtstag. Mitten drin im Festgetümmel die Repräsentanten der drei havelländischen Geburtstagskinder: Rathenow, Rhinow und Friesack.

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Gedränge um die Gründungsurkunde: Dietlind Tiemann, Ronald Seeger und Christian Pust.

Quelle: V. Maloszyk

Rathenow. In der ersten Reihe im Dom zu Brandenburg – gleich neben Brandenburgs Oberbürgermeisterin und Gastgeberin Dietlind Tiemann– hatte Ministerpräsident Dietmar Woidke Platz genommen. Dahinter versammelten sich die Repräsentanten der Jubiläumsgemeinden: Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger, aus Rhinow Bürgermeister Stefan Schneider und Amtsdirektor Jens Aasmann, und aus Friesack waren Christian Pust und Klaus Gottschalk angereist.

Sie und viele andere Gäste erlebten einen Festgottesdienst, der trotz der empfindlichen Kälte im Dom die Herzen erwärmte. Vor allem die Predigt von Landesbischof Markus Dröge hallte lange nach. Dröge hatte die erste urkundliche Erwähnung der elf Kommunen in einem starken Bild als Licht des Anfangs bezeichnet, das bis in unsere Zeit hineinscheine. Dröge appellierte an die Brandenburger, die Kraft dieses Lichts zu nutzen, um die Gegenwart und Zukunft zu gestalten. Gerade in Zeiten, in denen viele das Gefühl hätten, alles werde schwieriger, sei es wichtig, auf die Kraft zu vertrauen, die in der 800-jährigen Vergangenheit liege. „Hier hat es sich immer gelohnt zu leben, hier wird es sich auch künftig lohnen, zu leben und zu arbeiten“, sagte Dröge am Ende seiner Ansprache.

Festliche Musik vom Hohen Chor

Festliche Musik vom Hohen Chor.

Quelle: Markus Kniebeler

Dann hatten die Gäste die einmalige Gelegenheit, das Corpus Delicti in Augenschein zu nehmen. Im Hohen Chor des Doms war die aus zwei eng beschriebenen Pergamentblättern bestehende Gründungsurkunde hinter einer Glasvitrine ausgestellt. Und so standen da die Bürgermeister, hinuntergebeugt und suchenden Blickes, und überflogen die nach 800 Jahren erstaunlich kräftigen Schriftzeilen, bis sie in dem Wust lateinischer Buchstabenfolgen das für sie entscheidende Wort gefunden hatten: Rathenow, Friesack, Rhinow – schwarz auf weiß (oder besser gelb) standen dort die Ortsnamen, deren wechselvolle Geschichte am Sonntag in den Fokus gerückt wurde.

Nach dem Gottesdienst traf sich die Festgemeinschaft im Rolandsaal des Brandenburger Rathauses zum Empfang. Ministerpräsident Dietmar Woidke wies in seiner Ansprache darauf hin, dass die Ortsjubiläen eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Herausbildung einer lokalen Identität hätten. Die 800-jährige Geschichte habe traditionsbildend gewirkt. „Und Tradition schenkt Stolz und bürgerliches Bewusstsein“, sagte Woidke.

Ronald Seeger war von der Veranstaltung äußerst angetan: „Das war ein toller Tag, ein angemessener Auftakt“, sagte er. „Würdevoll und festlich. Das wird uns beflügeln.“

Von Markus Kniebeler

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