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Festival-Einsatz: Politiker kritisiert Polizei

Rathenow Festival-Einsatz: Politiker kritisiert Polizei

Ein Polizeieinsatz beim Jugendfestival „Taste of Hip-Hop“ Anfang August in Rathenow (Havelland) hat ein Nachspiel und beschäftigt bald die Landesregierung. Der CDU-Politiker Dieter Dombrowski kritisiert den Polizeieinsatz. Die Beamten hätten ihre Kompetenzen überschritten. Anwohner hatten sich wegen der Lautstärke beschwert.

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Am 6. August fand das Taste of Hip-Hop Festival an der Havellandhalle statt. Weil es wohl einigen Anwohnern zu laut war, schritt die Polizei ein.
 

Quelle: Privat

Rathenow.  Anfang August fand an der Havellandhalle das Taste of Hip-Hop Festival statt. Eine gelungene Veranstaltung, die am Ende weniger für das gut gemachte Programm Aufsehen erregte, sondern vielmehr aufgrund eines Polizeieinsatzes. Obwohl der Kreissportbund Havelland als Veranstalter das Taste of Hip-Hop Festival vom Ordnungsamt der Stadt hatte genehmigen lassen, verlangten Beamte bereits gegen 16 Uhr, dass die Lautstärke reduziert wird. Die Begründung: Es habe Beschwerden von Anwohnern gegeben. Auch nach dem die Verantwortlichen darauf hingewiesen hatten, dass eine Genehmigung vorliegt, hielten die Beamten an ihrer Forderung fest.

„Meiner Meinung nach, ist das eine Überschreitung der Kompetenzen“, erklärte der Landtagsabgeordnete Dieter Dombrowksi (CDU) nun gegenüber der MAZ. Er hatte von dem Vorfall erfahren und wandte sich daraufhin mit einigen Fragen zum Vorgehen der Beamten an die Landesregierung. Unter anderem möchte er wissen, wie viele Beschwerden nach Beginn der Veranstaltung eingingen und auf welcher Rechtsgrundlage die Polizei trotz Vorliegen der Veranstaltungsgenehmigung verlangte, die Lautstärke zu reduzieren.

„Das haben die Bürger zu akzeptieren“

 „Woher bezog die Polizei die Erkenntnis, dass die Lautstärke den genehmigten Lärmpegel überschritten hat? Und wird die Polizei bei künftigen genehmigten Veranstaltungen wie beispielsweise dem Stadtfest, ebenfalls einschreiten, wenn es einzelne Bürgerbeschwerden hinsichtlich der Lautstärke gibt?“, fragt der CDU-Politiker. Für ihn ist klar: „Genehmigt ist genehmigt.“ Daran müssten sich Polizei und Bürger halten. Um solche Vorfälle künftig zu vermeiden, hält Dombrowski es für wichtig, sofort den Finger in die Wunde zu legen.

Dieter Dombrowski wohnt im Milower Land und sitzt für die CDU im Brandenburger Landtag

Dieter Dombrowski wohnt im Milower Land und sitzt für die CDU im Brandenburger Landtag.

Quelle: CDU

 Ähnliche Fälle sind ihm nicht bekannt. Allerdings weist Dombrowski darauf hin, dass es im Havelland Veranstaltungen wie das Maifest in Knoblauch und große Musikfestivals gibt, die seit vielen Jahren ohne solche Probleme über die Bühne gehen. „Nehmen wir das Antaris Festival in Stölln, das ganz andere Lautstärken bietet. Auch dort gibt es nichts weiter als eine ordentliche Genehmigung und das haben die Bürger dann zu akzeptieren“, so Dombrowski. Außerdem sei es nicht so, dass es alle vier Wochen ein lautes Fest in der Stadt gibt.

„Unter den Jugendlichen führen solche Vorfälle jedenfalls zu Frust. Dann braucht sich am Ende niemand wundern, wenn sie mit lärmender Musik durch die Stadt rasen“, gibt Dombrowski zu bedenken.

 

Von Christin Schmidt

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