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Havelland Festklänge und Schlager auf einer Orgel
Lokales Havelland Festklänge und Schlager auf einer Orgel
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19:20 05.09.2016
Tobias Beyer spielt am Sonntag auf der Seegefelder Orgel. Quelle: Marlies Schnaibel
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Falkensee

Für Carsten Müller und Malte Kempf war am Montag Orgelpflegetag. Sie haben das Instrument in der Seegefelder Kirche von Falkensee auf Herz und Nieren geprüft. Das sind in diesem Fall 864 Orgelpfeifen. Der Orgelbauer Malte Kempf von der Firma Schuke Potsdam hat sich in engen Innenraum der Orgel gehockt, sein Kollege Malte Kempf zieht Register.

„Es ist doch mehr zu machen als gewöhnlich“, sagt Malte Kempf (38), die Bauarbeiten in der Kirche haben ihre Spuren hinterlassen. Stück für Stück wird das Instrument nun gestimmt, damit es zum Konzert am Sonntag gut klingt. Dann wird der 60. Geburtstag der Orgel gefeiert.

„Die Orgel ist 1956 errichtet worden, sie stammt von der Potsdamer Firma Schuke“, hat Kantor Tobias Beyer noch einmal nachgelesen. Damals hatten die Seegefelder in Sachen Orgel erneut auf die Potsdamer Firma gesetzt. Die erste nachgewiesene Orgel der Kirche stammt von 1845, der Potsdamer Orgelbauer Gottlieb Heise, Vorläufer der Schuke-Firma, hatte sie gebaut. Vielleicht war es die erste Orgel in der Kirche, in den Unterlagen wurde bisher überhaupt kein Hinweis auf ein früheres Instrument gefunden. Ganz genau ist dagegen aufgerechnet: 492 Thaler hatte die Kirchengemeinde zu zahlen, sie tat es wohl zögerlich, denn die Witwe Heises musste einen Teil des Geldes einklagen: 38 Thaler, 27 Groschen und 6 Pfennige waren 1849 noch zu zahlen.

In den Folgejahren wurde an dem Instrument immer mal wieder herumgebaut. 1865 wurde das einmanualige Instrument um zwei Register ergänzt. 1918 wurden die während des Krieges eingezogenen Pfeifen ersetzt, kurze Zeit später wurden Register ersetzt. 1928 kam gar eine ganz neue Orgel in die Kirche, die hatte endlich zwei Manuale. Doch leider erfüllte die neue Orgel weder klanglich noch technisch die gestellten hohen Erwartungen, heißt es in der Kirchenchronik. Der Klang galt als schwach, der „rettungslos im Gemeindegesang ertrank“, so formulierte es die damalige Organistin Hedwig Willms. Alles Herumdoktern brachte nichts, so dass die Gemeinde 1952 beschloss, eine neue Orgel anzuschaffen. Am 4. November 1956 war es soweit: Da erklang sie das erste Mal.

War die alte Orgel im Ostflügel aufgestellt, kam diese nun auf der Südempore zum Stehen. Zur Ruhe kam die Orgel jedoch nicht. Sie zog mehrmals um, stand mal auf der Empore, mal nicht. Als 1988 Arbeiten am Dach der Kirche begannen, konnte sie nicht mehr gespielt werden, weil die Windanlage der Orgel nicht zu benutzen war. Schließlich wurde sie abgebaut und eingelagert, es dauert mehr als zehn Jahre, bis die Seegefelder Orgel wieder erklang.

Nun steht sie als zentrales Element im Kirchenraum, drängt den historischen Altar etwas in die Ecke. Kantor Tobias Beyer, der schon große Instrumente wie die Sonnenorgel in Görlitz und die Buchholz-Orgel in der Stralsunder Nikolaikirche gespielt hat, mag auch die wesentlich kleinere Seegefelder Orgel. Wo die Görlitzer mit 88 klingende Register (das sind hier 6219 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal beeindrucken, müssen die Seegefelder mit zwei Manualen und 864 Orgelpfeifen auskommen. „Unsere Orgel ist solide, für so eine Dorfkirche ist sie recht klangvoll“, sagt Tobais Beyer.

Für das Geburtstagskonzert am Sonntag haben er und der Blockflötenkreis der Gemeinde ein Programm aufgestellt, das ganz klassisch mit einem Stück von Johann Sebastian Bach beginnt, aber auch eine Improvisation des zeitgenössischen Komponisten Colin Mawby enthält. Stücke von Mozart und Mendelssohn Bartholdy stehen neben Volks- und Schlagerweisen wie Greensleeves und „Mein kleiner grüner Kaktus.“

Von Marlies Schnaibel

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