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Havelland „Miteinander – Füreinander“ im Westhavelland
Lokales Havelland „Miteinander – Füreinander“ im Westhavelland
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00:24 28.10.2015
Geschäftsführerin Ingrid Holländer (rechts) zeichnete langjährige Ehrenamtler aus, auch das älteste Mitglied Gerda Geißler (2. von links). Quelle: Uwe Hoffmann
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Rathenow

„Miteinander - Füreinander“ lautet das Motto der Volkssolidarität. Auf der 6. Zentralen Delegiertenkonferenz 1968 wurde es beschlossen. Die Volkssolidarität entstand bereits 1945. Am 17. Oktober unterzeichneten SPD, KPD, CDU, LDPD sowie evangelische und katholische Kirche und der FDGB in Dresden den Aufruf „Volkssolidarität gegen Wintersnot!“, um gemeinsam Not und Verzweiflung nach dem Zweiten Weltkrieg zu lindern. Am Samstag lud der Volkssolidarität-Kreisverband Rathenow seine Mitglieder und Partner zu einer Festveranstaltung in den Theatersaal des Kulturzentrums ein. An diesem Tag vor 70 Jahren, dem 24. Oktober, hatten sich in Dresden 1 000 Teilnehmer zur Gründung der Volkssolidarität getroffen.

Neue gesellschaftliche Herausforderungen seit 1989

Am 20. März 1946 rief die Zeitung „Der Märker“ zur Gründung einer Märkischen Volkssolidarität auf. „Nicht klagen - helfen, war das Gebot der Stunde damals, auch im Havelland. Nach den 1950-er Jahren widmete sich die Volkssolidarität mehr und mehr der Seniorenarbeit. Seniorenclubs wurden geschaffen“, so Erika Damerow in ihrer Festrede. „Nach 1989 mussten wir uns neuen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen. Die marktwirtschaftliche Ausrichtung sicherte uns das Weiterbestehen, erforderte aber einen Spagat zwischen Tradition, Bewährtem und Verständnis.“ Zur Seniorenarbeit kamen neben dem mobilen und stationären Pflegebereich die Kinder- und Jugendarbeit, die Arbeit in Selbsthilfegruppen sowie die politische Interessenvertretung dazu.

Am 5. Dezember 1990 gründete sich der Kreisverband Rathenow. Marina Schellhase hat die Neuausrichtung als Mitglied bereits seit 1986 entscheidend mitgestaltet. „Der Pflegedienst in Rathenow wurde 1993 durch Schwester Inge Mader aufgebaut. 21 Mitarbeiterinnen arbeiten im ambulanten Pflegedienst“, so Geschäftsführerin Ingrid Holländer. „Seit 1994 betreut Roswitha Lange die Mitglieder und koordiniert die Arbeit der 19 Selbsthilfegruppen. Im letzten Jahr wurden rund 22 000 Westhavelländer mit täglichem Mittagsessen versorgt.“ Nach dem Domizil in der Friedrich-Engels-Straße und dem „Märkischen Haus“ befinden sich die stationären Angebote seit 2011 zentral an der Ferdinand-Lassalle-Straße. Dort betreibt die Volkssolidarität seit Juni 2005 ihr Seniorenhilfezentrum, wo derzeit 47 Demenzkranke betreut und gepflegt werden.

Neun Mitglieder und Ehrenamtler ausgezeichnet

Auf der Festveranstaltung wurden neun Mitglieder und Ehrenamtler geehrt. Darunter Inge Mader, die nach 22 Jahren in den Ruhestand geht. Auf der Bühne standen auch die langjährigsten Mitglieder des Kreisverbandes Rathenow. Die 86-jährige Gerda Geißler ist seit 62 Jahren Mitglied und war viele Jahre im Seniorenchor der Volkssolidarität aktiv. Käthe Voigt ist mit 93 Jahren seit 61 Jahren in der Volkssolidarität aktiv. „Besonders beeindruckt bin ich immer wieder vom hohen freiwilligen Einsatz der Mitglieder und Mitarbeiter“, so Bürgermeister Ronald Seeger. „Ohne Ehrenamt kann unser Sozialstaat nicht existieren. Angesichts der demografischen Entwicklung sehe ich das Ehrenamt als wesentlichen Teil für eine Neuausrichtung der Aufgaben.“ Landrat Burkhard Schröder war am Samstag gleich auf zwei Festveranstaltungen zu Gast: beim Kreisverband Nauen und danach in Rathenow.

Das „Duo Thomasius“ nahm die Gäste auf eine musikalische Reise um die halbe Welt mit. Gert und Barbara Wendel aus Berlin begeisterten mit einer vielfältigen magischen und artistischen Humordarbietung als Madmoiselle Rollé und ihr Buttler Johann und als Jo & Josephine. Die Volkssolidarität als größter Verband Sozial- und Wohlfahrtsverband in Ostdeutschland hat in sechs Landesverbänden 200 000 Mitglieder (2014). Der Kreisverband Rathenow hat rund 850 Mitglieder mit Ortsgruppen im Westhavelland.

Von Uwe Hoffmann

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