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Havelland Feuer, Blitzer, Hilferufe
Lokales Havelland Feuer, Blitzer, Hilferufe
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17:05 13.07.2015
Die Kinder waren davon fasziniert, was es in einem Rettungstransportwagen so alles gibt. Quelle: B. Geske
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Premnitz

Dass ein Tag, der mit einem Alarm beginnt, noch besser werden kann, haben die Mädchen und Jungen der Grundschule Am Dachsberg in Premnitz am Montag bestimmt nicht erwartet. Zweimal in diesem Schuljahr hatte es die vorgeschriebenen Räumungsübungen ihrer Schule gegeben – und danach waren die Lehrkräfte ganz normal zum Unterricht übergegangen.

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Wie man ein kleines Feuer löschen kann und viele weitere nützliche Tricks und Kniffe zeigten Feuerwehrleute aus dem Havelland kleinen Grundschülern am Mittwoch in Premnitz. Dazu gehörte auch, dass sich die Kleinen Rettungswagen aus nächster Nähe ansehen und echtes Rettungsequipment begutachten durften - es war ein spannender Tag für die Kids.

Diesmal allerdings folgte der Räumung ein großer Rettungstag. Freiwillige Feuerwehr Premnitz, Rettungsdienst Havelland, Polizei und Technisches Hilfswerk (THW) zeigten den Kindern ihre Technik und erklärten ihnen, was sie in verschiedenen Notlagen so alles wissen sollten.

"Hilfe, es brennt!"

Die Brandschutzeinheit der Premnitzer Feuerwehr zeigte den Mädchen und Jungen unter anderem, wie man ein kleineres Feuer mit einfachen Mitteln löschen kann. Eine Decke drüber werfen nämlich. Viel Spaß bereitete es den Kindern dann, laut „Hilfe, es brennt!“ zu rufen. Die Feuerwehrleute hatten extra dazu ein kleines aufklappbares Fenster (unverglast) mitgebracht, durch das hindurch mit aller Kraft der Hilferuf abzugeben war.

Zusammen mit einem Rettungssanitäter durften sich die Kinder einen Rettungstransportwagen von innen genau ansehen und üben, wie man einen Arm richtig verbindet. Bei der Polizei konnten die Mädchen und Jungen durch ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät – auch Blitzer genannt – schauen und angesichts großformatiger Fotos erfahren, was Polizisten im Dienst so alles machen. Beim THW durften einige ausgewählte Kinder Druckluft in Gummikissen jagen und auf diese Weise einen ganzen Lkw drei Handbreit anheben.

Die Mitwirkenden

Mitgewirkt haben beim Rettungstag an der Dachsbergschule die Freiwillige Feuerwehr Premnitz, Rettungsdienst Havelland, die Polizei und das Technische Hilfswerk aus Rathenow.
Es gab fünf Stationen, die alle Klassen von 8.20 bis 13.10 Uhr für je 20 Minuten aufgesucht haben.
Beim Alarm am Morgen war die Schule nach zwei Minuten und 45 Sekunden komplett geräumt.

So einen großen Rettungstag hat die Dachsberggrundschule zum ersten Mal gemacht. „Wir wollen die Kinder darüber aufklären“, sagt Schulleiter Jens Martin, „welche Institutionen welche Aufgaben haben und sie sollen auch mit der verwendeten Technik vertraut gemacht werden.“ Sie würden dadurch ein besseres Gefühl für Gefahrensituationen bekommen und erfahren, wie viele Menschen freiwillig im Einsatz sind, um anderen in Notlagen zu helfen.

Den größten Beitrag zum Gelingen des Tages hat die Freiwillige Feuerwehr Premnitz geleistet, mit der die Schule in diesem Jahr einen Kooperationsvertrag unterzeichnet hat. Auf dem kurzen Weg nahm die Feuerwehr Kontakt zum Rettungsdienst und zum THW auf, um von ihnen Vertreter für den Rettungstag zu gewinnen. Die Polizei war auch mit dabei, schließlich hat sie seit dem vergangenen Jahr einen Kooperationsvertrag mit der Dachsbergschule.

Vollgepacktes Programm

Das Ergebnis der Räumungsübung am Morgen war übrigens beachtlich. Wie Schulleiter Jens Martin berichtet, hatten zwei Minuten und 45 Sekunden nach dem Alarm alle Leute das Schulgebäude verlassen. Das nachfolgende Programm war dann richtig vollgepackt. Von 8.20 Uhr am Morgen bis 13.10 Uhr am Mittag suchten nacheinander alle Klassen für jeweils 20 Minuten alle Stationen auf. Dazwischen gab es immer fünf Minuten Wechselpause. Frühstück war von 10.20 bis 10.45 Uhr.

Es war offensichtlich: Die Kinder waren sehr interessiert und hatten Spaß. Die Retter und Helfer wurden nicht müde, über ihre Arbeit zu reden. Als „Lohn“ für ihren Einsatz haben sie die Kinder gebeten, Bilder über den Rettungstag zu malen. Die Feuerwehr will sie in ihren Räumlichkeiten aufhängen.

Von Bernd Geske

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