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Havelland Feuerwehr Falkensee mit Rekordeinsatz
Lokales Havelland Feuerwehr Falkensee mit Rekordeinsatz
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02:15 29.01.2016
Neues Schlauchboot für die Wasserrettung: Die Falkenseer sind gerüstet. Quelle: Julian Stähle
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Falkensee

Drei Mal rückte die Falkenseer Feuerwehr am Dienstag zwischen 2 und 6 Uhr zu Möbelboss aus, vor Ort dann die Entwarnung: Fehlalarm eines der hunderten Rauchmelder in der Anlage. „Lieber einmal oder dreimal umsonst hinfahren als ein Feuer löschen zu müssen“, sagt Daniel Brose. Der Fehlalarm spricht aus Sicht des Falkenseer Stadtbrandmeisters nicht gegen Rauchmelder, denn die Geräte können Leben retten, deshalb freut er sich darüber, dass die gesetzlichen Vorschriften hier auf mehr Prävention drängen.

475 ist die Falkenseer Feuerwehr im vergangenen Jahr ausgerückt. „So oft wie noch nie“, sagt Daniel Brose. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor schlugen 324 Einsätze zu Buche. Brände und technische Hilfsleistungen, wie das Beseitigung einer Ölspur oder Öffnen einer Tür, stehen in den Protokollen. Zu den besonderen Einsätzen gehörte 2015 die Hilfeleistung für den Brand in Premnitz, als die Falkenseer ihre Atemschutznotfallstaffel einsetzten; drei Tage wurde gebraucht, den Brand in einer Plastverarbeitungsfirma unter Kontrolle zu bekommen. Noch länger brauchte es, um einen Brand in Falkensee zu löschen: Was als Ödlandbrand gemeldet wurde entpuppte sich als schwieriger Schwelbrand von Bergen aus Sägespänen, den unter der Erde verkippten Resten der einstigen Falkensee Möbelfabrik. „Sechs Tage haben wir gelöscht“, erinnert sich Daniel Brose.

Neues Kommandofahrzeug: Stadtbrandmeister Daniel Brose. Quelle: Julian Stähle

Die 475 Einsätze hat die Falkenseer Feuerwehr mit dem bekannten Personal geleistet. Aber, sagt Brose: „Eine wachsende Stadt bringt auch wachsende Aufgaben für die Feuerwehr.“ Aus seiner Sicht hinkt die Feuerwehr den Anforderungen einer 43 000-Einwohner-Stadt hinterher. „Wir müssen weiter in Technik investieren“, meint er, auch wenn er dafür manchmal ein müdes Lächeln und manchmal wütende Kommentare erntet. Gelächelt hat mancher, als die Feuerwehr im vergangenen Jahr unter die Bootsbesitzer gegangenen ist. Ein Festrumpfschlauchboot mit Motor wurde angeschafft. „Wir haben 1,5 Kilometer Binnengewässer in unserem Einzugsbereich“, verweist Brose auf einen Teil des Havelkanals und auf den Falkenhagener See. Das neue Boot ist leicht und schnell im Wasser und schnell bei der Unglücksstelle. „Dann besteht vielleicht noch eine Chance auf Reanimation“, blickt der Feuerwehrmann voraus. Eine heftige Debatte auf Facebook musste er ertragen, als der neue Kommandowagen angeschafft wurde. Musste es unbedingt ein Mercedes sein? Es ging nicht um die Marke, sagt Brose und versichert, das Einsatzfahrzeug sei günstig als Messefahrzeug erworben. Insgesamt verfügen die Falkenseer über 15 Fahrzeuge. Für den Logistik-Geräte-Wagen muss bald Ersatz her. Auch zwei Löschfahrzeuge sind in die Jahre gekommen. perspektivisch denkt Brose auch darüber nach: Eine eigene Waschanlage für die Schutzanzüge, die derzeit in Paaren-Uetz gereinigt werden.

Wachsende Aufgaben – da wünscht sich der Stadtbrandmeister gerne auch mehr Mitstreiter in der Freiwilligen Feuerwehr. 71 Aktive sind derzeit dabei. Hier dürfen gerne auch Frauen und Mädchen mitmachen. Einen großen Impuls für diese ehrenamtliches Arbeit dürfte es im Jahr 2017 geben, dann ist Falkensee Ausrichter des Deutschen Jugendwehrfeuertages.

Von Marlies Schnaibel

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