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Havelland Feuerwehr braucht größeres Gerätehaus
Lokales Havelland Feuerwehr braucht größeres Gerätehaus
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17:40 03.07.2017
Zur technischen Ausrüstung der Ketziner Wehr gehört das Katastrohenschutzboot des Landkreises Havelland. Quelle: Julian Stähle
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Ketzin/Havel

Im Jahr 2009 freuten sich die Ketziner Feuerwehrleute, als ein moderner Sanitärtrakt in einem Anbau neben dem Gerätehaus in der Feldstraße eingeweiht wurde. Neben dem Sanitärbereich waren drei Carports entstanden, wo diverse Technik und ein Hänger untergestellt werden.

Trotzdem ist jetzt, fast neun Jahre später, das Depot zu klein. Neue Fahrzeuge, Technik und Ausrüstungen sind hinzugekommen. An manchen Stellen sind nur Zentimeter zwischen dem Dach eines Fahrzeuges und Decke des Gerätehauses. „Der Platz im jetzigen Depot reicht einfach nicht aus“, weiß Ortswehrführer Steffen Vogeler. Neben ihren eigenen Fahrzeugen gehört zum Fuhrpark der Ketziner auch einen Boot des Landkreises für die Wasserrettung. Von den schlechten Bedingungen im Aufenthalts/Schulungsraum ganz zu schweigen.

Umso größer ist bei den Kameraden die Hoffnung, dass 2018 der erste Bauabschnitt des geplanten Anbaus umgesetzt werden kann. Die Stadtverordneten haben ihre Hausaufgaben erledigt und per Beschluss einen Eigenanteil von rund 68 000 Euro für das Haushaltsjahr 2018 bereitgestellt. Insgesamt liegen die Kosten für einen größeren Schulungsraum inklusive Planung bei 250 000 Euro. Eine 75-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm des Landes Brandenburg wurde beantragt.

Im zweiten und dritten Bauabschnitt soll ab 2019 die Fahrzeughalle erweitert werden. Die Dringlichkeit des Vorhabens wird dadurch unterstrichen, dass Mitarbeiter der Feuerwehrunfallkasse bei einer Begehung in Ketzin eine Reihe von Mängeln am Gebäude festgestellt hatten.

Sollte es keine Fördermittel für die Ketziner Feuerwehr geben, müssen die Kommunalpolitiker neu beraten, obwohl das Vorhaben eigentlich nicht aufschiebbar ist. Aber die Ketziner stehen vor dem Problem, dass auch das Depot im Ortsteil Paretz entweder neu zu bauen oder zu verlegen ist (MAZ berichtete).

Der Mietvertrag für das bisherige Objekt ist ausgelaufen, die Verhandlungen mit dem Eigentümer sind im Sande verlaufen. Bis heute ist offen, wo die Paretzer Wehr künftig untergebracht wird. Auch eine Zusammenlegung mit der Ketziner Wehr im Depot in der Feldstraße steht noch im Raum, selbst wenn die Paretzer das nicht wollen.

Sogar Kreisbrandmeister Lothar Schneider hatte einen Umzug der Paretzer nach Ketzin nicht ausgeschlossen und das am Beispiel der funktionierenden Zusammenlegung von Buchow-Karpzow und Hoppenrade zu einer Einheit festgemacht. Dann müsste aber der Anbau ans Ketziner Gerätehaus weit größer ausfallen, als geplant. Darüber aber denkt man im Rathaus noch nicht nach. Zunächst schauen alle auf die Entscheidung des Fördermittelgebers für den beantragten Zuschuss für 2018, die noch 2017 fallen soll.

Von Jens Wegener

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