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Feuerwehr im Trainingslager

Nennhausen Feuerwehr im Trainingslager

Insgesamt 60 Feuerwehrleute trafen sich am Samstag zum 2. Ausbildungstag des Amtes Nennhausen. Acht Stunden lang ging es darum, wie man Brände effektiv bekämpft. Unter anderem wurden die Einsatzkräfte mit neuer Atemschutztechnik vertraut gemacht.

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Die Feuerwehrleute hatten beim Ausbildungstag alle Hände voll zu tun.

Quelle: Uwe Hoffmann

Nennhausen. Insgesamt 60 Kameraden der 13 Feuerwehren des Amtes Nennhausen, außer Mützlitz und Damme, trafen sich am Samstag in Nennhausen zu ihrem zweiten jährlichen Amtsausbildungstag. Acht Stunden lang beschäftigten sich die Kameraden mit vier Ausbildungsthemen zum Schwerpunkt Brandbekämpfung.

Die Ausbildung an einer der vier Stationen leitete Amtsbrandmeister Holger Püschel, Ortswehrführer der 1910 gegründeten Wehr Barnewitz. „Die neue Technik mit einer, statt bisher zwei Druckluftflaschen, hat auch durch bessere Materialien ein geringeres Gewicht. Zudem verfügt die Druckluftflasche über einen zweiten Anschluss, um im Notfall einen Kameraden mit zu versorgen. In der Atemschutznotfalltasche ist auch eine Fluchtmaske zur Rettung Verletzter enthalten“, erklärte Holger Püschel die Vorteile der neuen Technik. „Nennhausen hat bereits die neue Atemschutzausrüstung bekommen. Jedes Jahr werden wir eine weitere Ortswehr umrüsten. Im nächsten Jahr ist Garlitz dran.“

Auch das Löschen mit Schaum wurde trainiert

Auch das Löschen mit Schaum wurde trainiert.

Quelle: Uwe Hoffmann

Die zweite Station leitete Püschels Stellvertreter im Amt, Adrian Huxdorf von der Wehr des Gastgebers des Ausbildungstages. Für den Fall von Wohnungsbränden übten die Kameraden den Einsatz des Hohlstrahlrohres. Mit sechs bar Druck kann das Wasser über den Handregler nicht nur sehr gezielt dosiert, sondern auch sehr fein zerstäubt werden. Dadurch wird eine effektivere Brandbekämpfung mit weniger Wassereinsatz erreicht.

An der dritten Station unterstützten erstmals drei Kameraden der Rathenower Wehr mit ihrer Technik den Amtsausbildungstag. „Das Amt Nennhausen verfügt über kein eigenes Einsatzfahrzeug mit Drehleiter. Das ist auf Grund der wenigen Einsätze auch nicht nötig“, erklärt der Rathenower Romano Seeger. „Bei Einsätzen an den wenigen höheren Gebäuden im Amt Nennhausen wird unsere Wehr grundsätzlich mit alarmiert.“ Die Drehleiter de Rathenower kann bis zu 30 Meter ausgefahren werden und ein Brand mit dem Monitorstrahlrohr direkt vom Leiterkorb aus bekämpft werden.

Nach dem kurzen Auswertungsappell testeten die Rathenower mit ihrer Drehleiter noch einmal den Einsatz am vierstöckigen DDR-Neubau der Grundschule im Ort. Auf einer Wiese am Ende der Kleinen Gartenstraße bildete Kamerad Karsten Schmidt von der Feuerwehr Barnewitz im Einsatz der Schaumlöschtechnik aus. Ein weiteres Ausbildungsthema war der in den vergangenen Jahren eingeführte Digitalfunk.

Amtsbrandmeister Holger Püschel (re) bildete zum Thema Atemschutz aus

Amtsbrandmeister Holger Püschel (re.) bildete zum Thema Atemschutz aus

Quelle: Uwe Hoffmann

Der 2016 erstmals durchgeführte Amtsausbildungstag hatte den Schwerpunkt Retten und Bergen. „Die Kameraden sollen durch so einen gemeinsamen Ausbildungstag von den Erfahrungen der anderen Wehren profitieren. Auch die Zusammenarbeit der Kameraden zwischen den Wehren soll so gefördert werden. Zu diesem Ausbildungstag sollen sie auch mit neuer Einsatztechnik vertraut gemacht werden“, erklärt Holger Püschel. „Die anwesenden Kameraden waren einsatzbereit und gut motiviert.“

Davon konnte sich auch Amtsdirektorin Ilka Lenke überzeugen. An den Stationen informierte sie sich über die Ausbildungsthemen. Das Amt Nennhausen hatte die letzten Jahre noch in jedem seiner 16 Dörfer, außer in Bamme und Möthlow, eine Freiwillige Feuerwehren. „Im gesamten Amt gibt es insgesamt 320 Kameraden in den aktiven Wehren. Das ist sehr ordentlich“, so Amtsbrandmeister Püschel. „Aber im Frühjahr wurde die Feuerwehr in Buckow, mit zuletzt drei Kameraden, offiziell aufgelöst. Ein Kamerad wurde in der Wehr Garlitz aufgenommen.“ Die Kameraden aus Damme kooperieren wegen eines fehlenden Einsatzfahrzeuges, seit einigen Jahren mit der Feuerwehr des Nachbarortes Nennhausen.

Von Uwe Hoffmann

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