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Feuerwehr nach Unwetter im Großeinsatz

Havelland Feuerwehr nach Unwetter im Großeinsatz

Das Unwetter am Donnerstagnachmittag und in der Nacht zum Freitag hielt einige Feuerwehren im Osthavelland in Atem. So mussten die Dallgower Einsatzkräfte an der ICE-Strecke nach Hannover einen Baum beseitigen, der eine Schallschutzwand unter sich begraben hat. Aber auch die Nauener, Ketziner, Friesacker und Falkenseer Wehren hatten eine Menge zu tun.

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An der ICE-Strecke war die Dallgower Feuerwehr am Donnerstag im Einsatz. Ein umgestürzter Baum beschädigte die Schallschutzwand.

Quelle: Julian Stähle

Havelland. Der Sturm am Donnerstagnachmittag sowie das Unwetter in der Nacht zum Freitag hinterließen auch im Havelland teils verheerende Spuren. So ging am Donnerstag kurz nach 15 Uhr bei der Dallgower Wehr der wohl spektakulärste Notruf an diesem stürmischen Nachmittag ein. Ein Baum war auf die Schallschutzwand der Fernbahnstrecke bei Dallgow-Döberitz gestürzt, hatte ein ganzes Wandsegment unter sich begraben und die Erdungsleitung beschädigt. „Bevor wir mit der Arbeit beginnen konnten, mussten wir die Freigabe vom Bahnmanager abwarten. Als wir die Strecke ohne Gefahr betreten konnten, ging alles ganz schnell“, so Gemeindebrandmeister Oliver Fandrup-Kuhr.

Der Fernbahnverkehr musste unterbrochen werden. Sechs Kameraden beräumten die Strecke im Akkord. „Im Laufe des Nachmittags hatten wir noch acht weitere sturmbedingte Einsätze, zur Entlastung der Leitstelle haben wir uns selber koordiniert. Drei Löschfahrzeuge sowie insgesamt 14 Kameraden waren im Einsatz“, so Fandrup-Kuhr weiter. Nach mehreren beseitigten Ästen am Nachmittag, die drohten, Autos oder Gartenhäuschen unter sich zu begraben, verlief das nächtliche Gewitter für die Dallgower Kameraden ruhig.

Bei dem Unwetter färbte sich der Himmel über Groß Behnitz dramatisch ein

Bei dem Unwetter färbte sich der Himmel über Groß Behnitz dramatisch ein.

Quelle: Guhla

Ruhig blieb es auch in Schönwalde-Glien: „Bei uns hat es gedonnert und geblitzt, aber bis auf den Regen hat uns das Unwetter verschont“, zieht Gemeindebrandmeister Norbert Krumm Bilanz. Ähnlich war es in Brieselang. Die Gemeinde war schon am Nachmittag vom Unwetter verschont geblieben. „Auch in der Nacht war bei uns nichts gewesen“, sagt Gemeindewehrführer Marco Robitzsch. Das gleiche wurde aus der Nachbargemeinde Wustermark vermeldet.

Anders verliefen die Stunden in Nauen. Auf der L 91 nahe Wachow stürzte am Nachmittag ein Ast auf ein fahrendes Auto und bohrte sich in die Frontscheibe. Die drei Insassen wurden verletzt. In Neukammer riss ein riesiger Ast das Ablassventil eines Flüssiggastanks ab. Zudem fielen mehrere Bäume um, mussten Äste beseitigt werden. Noch am Abend beseitigte die Feuerwehr auf der Kreisstraße bei Klein Behnitz Äste, bevor sie Freitag um 5.39 Uhr noch einmal ausrücken musste, um bei Klein Behnitz, auf der Straße nach Riewend, einen umgefallenen Baum zu entfernen.

Bei Tremmen fiel ein Baum um – ein Fall für die Ketziner Feuerwehr

Bei Tremmen fiel ein Baum um – ein Fall für die Ketziner Feuerwehr.

Quelle: Julian Stähle

Ruhig war es auch für die Ketziner Kameraden nicht. Sie hatten am Donnerstag zwölf Einsatzstellen, waren unter anderem in Brückenkopf, Zachow, Tremmen, Falkenrehde und Paretz im Einsatz. Vor allem wurden sie wegen abgerissener Äste gerufen, aber auch wegen drei umgefallener Bäume. Einer davon versperrte die Gutenpaarener Dorfstraße. Zudem pumpten die Feuerwehrleute das Regenwasser in drei vollgelaufenen Kellern ab, darunter in dem der Oberschule Ketzin. Am frühen Freitagmorgen war zudem ein Auto in Ketzin bei Starkregen aufgrund von Aquaplaning von der Straße abgekommen. Der Fahrer wurde bei diesem Unfall leicht verletzt.

Die Friesacker Einsatzkräfte mussten auf der B 5 am Abzweig Dreetz einen umgefallenen Baum beseitigen

Die Friesacker Einsatzkräfte mussten auf der B 5 am Abzweig Dreetz einen umgefallenen Baum beseitigen.

Quelle: privat

Nachdem die Friesacker Amtswehr am Donnerstag bei neun Einsätzen reichlich zu tun hatte, blieb es in der Nacht im Wesentlichen ruhig. „Der Regen war kein Problem“, sagt Vize-Amtswehrführer Stefan Scharschmidt. Um 5.10 Uhr mussten die Kameraden aber noch einmal raus, um auf der B 188 am Abzweig Görne einen Ast von der Straße zu räumen.

In der Brandenburger Straße in Nauen musste die Feuerwehr mit der Kettensäge einen Baum beseitigen, der auf den Geh- und Radweg gefallen war

In der Brandenburger Straße in Nauen musste die Feuerwehr mit der Kettensäge einen Baum beseitigen, der auf den Geh- und Radweg gefallen war.

Quelle: Julian Stähle

14 Einsätze hatte die Falkenseer Wehr am Donnerstag bis 19.30 Uhr zu bewältigen, war mit sechs hauptamtlichen- und 25 freiwilligen Kräften unterwegs. Zum Abschluss ging es gegen 19 Uhr noch zum Havelländer Weg, wo eine Birke umgefallen war.

Von Andreas Kaatz und Laura Sander

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