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Havelland Feuerwehr übte die Waldbrandbekämpfung
Lokales Havelland Feuerwehr übte die Waldbrandbekämpfung
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16:59 04.07.2016
Der Dachwerfer eines Tanklöschfahrzeuges im Einsatz.
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Friesack

Der Waldboden auf einer Lichtung mit jungen Bäumen brennt in einem Gebiet zwischen Briesener Zootzen, Jahnberge und Brunne. Der Wind kommt von Norden, dadurch droht das Feuer auf eine größere und dichtere Waldfläche überzugreifen. Die Ausbreitungsgefahr ist groß. Die Einsatzleitung fällt die Entscheidung: Löschangriff über zwei Flanken.

Ein zum Glück nur angenommenes Szenario, doch es könnte theoretisch jeden Tag so passieren. Aus diesem Grund hat die Friesacker Amtsfeuerwehr die anstehende Ganztagsausbildung für ihre Einheiten diesmal wieder in den Wald verlegt. Am Wochenende übten 64 Einsatzkräfte aus vielen Orten des Amtes das Zusammenspiel bei einem Löscheinsatz.

Seit 2014 führt die Amtswehr mehrmals im Jahr Ganztagsausbildungen für alle Feuerwehren durch. „Dabei werden die Gruppen auch mit Kameraden aus mehreren Einheiten gemischt. Dadurch ist spürbar, dass dann im Einsatz die Abstimmung der Kameraden untereinander besser geworden ist“, sagt der stellvertretende Amtswehrführer Stefan Scharschmidt. Die einen lernen dabei auch die Technik der anderen kennen. Dass jeder sein’s macht wie früher, soll der Vergangenheit angehören.

Bei dieser Übung bestand das Ziel unter anderem darin, die Wasserversorgung in dem abgelegenen Waldgebiet aufzubauen. Zwei Gruppen legten jeweils 600 bis 700 Meter Schläuche von ihren Löschwasserbrunnen zu einem Pufferbecken aus Kunststoff nahe dem Brandherd, das rund 12 000 Liter Wasser fasst. Anschließend hieß es Wasser marsch. Mehrere Gruppen rückten mit Strahlrohren den fiktiven Flammen zu Leibe.

An einem anderen Brunnen wurde parallel dazu ein weiteres Pufferbecken gefüllt, über das die drei eingesetzten Tanklöschfahrzeuge aus Friesack, Zootzen und Wagenitz ständig neu befüllt wurden. Sie pendelten zwischen Pufferbecken und Brandherd hin und her und verteilten dann über die Dachwerfer ihre nasse Fracht auf dem Waldboden. Mit jeder Fuhre brachten es die drei zusammen auf 9000 Liter. Eine Runde führte über drei Kilometer.

„Uns ging es dabei auch darum, dass die Maschinisten lernen, mit den großen Fahrzeugen auf Waldwegen zu fahren, was manchmal nicht so einfach ist – vor allem, wenn man es nicht gewöhnt ist“, sagt Stefan Scharschmidt. Zudem sollte das Bedienen der Pumpen und der Dachwerfer trainiert werden.

Nach Ende der Ausbildung ist Stefan Scharschmidt zufrieden: „Vom Ablauf her hat alles soweit geklappt wie geplant. Die Kameraden haben die Aufgabe mit Bravour bewältigt.“ Auch die Ausrüstung habe durchgehalten, denn das war ein weiteres Ziel dieses Tages: „Wir wollten auch die Technik unter Belastung stellen“, so der stellvertretende Amtswehrführer. Doch die Fahrzeuge, die Pumpen, ebenso die rund 1600 Meter Schlauch, die über den Waldboden ausgerollt wurden, hielten stand.

Demnächst wird der Ausbildungstag genau ausgewertet. Kleinere Fehler, wo nachgebessert werden muss, gab es durchaus. Sorgen machte Stefan Scharschmidt auf jeden Fall aber der Digitalfunk. „Die Kommunikation über größere Entfernung im Wald war ein Manko“, musste er feststellen. Denn das vorhandene Netz ist in dieser Region sehr dünn, somit konnte man nur auf kurze Entfernung miteinander sprechen – lediglich angewiesen auf die reine Sender- und Empfängerleistung der Geräte. Auf diese Bedingungen müsse man sich künftig besser einstellen.

Zur Einsatzleitung gehörte auch Revierförsterin Tanja Klasen, die als Fachberaterin fungierte. „Solche Ausbildungen sind schon sehr wichtig. Wir haben hier in der Gegend – in Friesack und in Wutzetz – große Kiefernreinbestände. Da ist die Gefahr eines Waldbrandes recht groß“, sagt sie. Zwar habe es in letzter Zeit zum Glück wenig große Brände dieser Art gegeben, weil die Bürger doch meist vorsichtig sind. Aber man könne es natürlich nicht ausschließen, dass doch einmal ein Feuer entsteht.

Von Andreas Kaatz

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