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Havelland Feuerwehr wird behindert
Lokales Havelland Feuerwehr wird behindert
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00:17 31.01.2016
Die Ketziner Feuerwehr bei einem der Sturmschädeneinsätze im letzten Jahr. Quelle: Julian Stähle
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Ketzin/Havel

Stell dir vor es brennt und die Feuerwehr kommt verspätet, weil sich die roten Fahrzeuge erst minutenlang an illegal parkenden Autos vorbei schieben muss. Einen so drastischen Fall gab es bisher in Ketzin zum Glück noch nicht, aber: Zu brenzligen Situationen ist es beim Ausfahren aus dem Depot in der Feldstraße schon gekommen, weiß der gerade zum Ortswehrführer gewählte Steffen Vogeler: „Ich selbst habe schon den Verkehr anhalten müssen, damit wir mit unseren Einsatzfahrzeugen um die Ecke von der Feldstraße in die Rudolf-Breitscheid-Straße einbiegen konnten.“ Nicht nur wegen des Depots der Ketziner Ortsfeuerwehr ist die Verkehrssituation im Ketziner Zentrum unbefriedigend. Das liegt insbesondere an den illegalen Parkenden vor der neuen Sparkassenfiliale in der Rudolf-Breitscheid-Straße. „Die Leute ignorieren die Verbotsschilder und stellen ihre Autos so hin, dass der Kreuzungsbereich zur Feldstraße nicht mehr einsehbar ist“, sagt Frank Piper vom Ketziner Bauamt. Selbst fast tägliche Kontrollen des Ordnungsamtes und das Verteilen der Knöllchen schrecken offenbar nicht ab. Jetzt setzen sowohl die Stadtverwaltung als auch die Ketziner Feuerwehr darauf, dass sich mit der Inbetriebnahme des neuen Edeka-Parkplatzes im Frühjahr (89 Stellflächen) die Situation in der Breitscheidstraße entspannt.

Ihre Hoffnung auf eine Erweiterung des Gerätehauses haben die Ketziner Feuerwehrleute noch nicht aufgegeben. „Wir brauchen mehr Platz, weil wir kaum noch alle Technik und Ausrüstung hier unterstellen können“, sagt Stadtbrandmeisterin Elke Lemke. Neben ihren eigenen Fahrzeugen gehört zum Fuhrpark der Ketziner auch einen Boot des Landkreises für die Wasserrettung. „Die neuen Fahrzeuge sind höher als die alten waren. An manchen Stellen sind nur Zentimeter zwischen Autodach und Decke des Gerätehauses“, ergänzt Steffen Vogeler.

Die letzte bauliche Veränderung des Depots in der Feldstraße gab es im November 1998. Damals wurde ein Anbau mit zwei Fahrzeughallen, einem Büro der Ortswehrführung und einer Kleiderkammer fertig gestellt.

Die Notwendigkeit eines weiteren Anbaus ist auch im Rathaus bekannt. Nur fehlten der Stadt bisher die finanziellen Mittel und auch der nötige Grund und Boden. „Wir sind mit einem privaten Eigentümer im Gespräch, um Fläche hinter dem jetzigen Hauptgebäude zu erwerben“, sagt Bürgermeister Bernd Lück (FDP). Sollte das gelingen, könnte der Anbau im Zuge des gerade in Planung befindlichen neuen Wohngebietes Baumschulenwiese mit 20 Einfamilienhäusern und zwei Mehrfamilienhäusern realisiert werden. Der Bürgermeister rechnet damit aber nicht vor 2018.

Von Jens Wegener

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