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Feuerwehren im Dauereinsatz

Havelland Feuerwehren im Dauereinsatz

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, ein abgetriebener Steg – ein Sturm fegte über das Havelland und richtete am Sonnabend erheblichen Schaden an. Hielten sich die Sturmschäden im Westen des Landkreises in Grenzen, befanden sich die Feuerwehren im Osthavelland im Dauereinsatz.

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Die Besatzung des Schiffes kam in Ketzin mit einem Schrecken davon.

Quelle: Julian Stähle

Havelland. Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer, ein abgetriebener Steg – ein Sturm fegte über das Havelland und richtete am Sonnabend erheblichen Schaden an. Hielten sich die Sturmschäden im Westen des Landkreises in Grenzen, befanden sich die Feuerwehren im Osthavelland im Dauereinsatz.

Keine Verletzten in Falkensee

Zu insgesamt 17 Einsätzen zwischen 9.44 und 17.30 Uhr wurde die Falkenseer Feuerwehr am Samstag gerufen. Im Einsatz waren insgesamt 3 Löschfahrzeuge, eine Drehleiter und der Rüstwagen der Feuerwehr. Der Einsatzleitwagen bildete auf dem Hof der Wache eine mobile Leitstelle und koordinierte als technische Einsatzleitung alle Einsätze. 32 Kameraden waren den gesamten Tag im Einsatz und beseitigten Schäden, wie entwurzelte Bäume, absturzgefährdete Äste oder lose Dachziegel. „Menschenleben waren in Falkensee am Sonnabend nicht in Gefahr. Solche Einsätze haben in diesen Ausnahmesituationen natürlich Vorrang“, sagte Falkensees Feuerwehrchef Daniel Brose auf MAZ-Nachfrage. „Während des Sturms haben wir uns selber koordiniert, die Leitstelle in Potsdam hat uns die Aufträge zugeschickt. Es waren ausschließlich ehrenamtliche Kameraden im Einsatz, die sich um die Schadensbegrenzung gekümmert haben“, so Brose weiter. So auch in der Pestalozzistraße, als ein herabstürzender Baum ein Auto unter sich begrub. „Ist der Baum erst einmal gefallen, können wir nichts mehr tun, außer ihn zu beseitigen. Ist kein Mensch in Gefahr oder droht nichts mehr abzustürzen, werden diese Einsätze hinten angestellt“, so der Stadtbrandmeister.

In der Falkenseer Pestalozzistraße wurde ein Auto unter einem Baum begraben – verletzt wurde niemand

In der Falkenseer Pestalozzistraße wurde ein Auto unter einem Baum begraben – verletzt wurde niemand.

Quelle: Feuerwehr

Auch in Falkensees Nachbargemeinde Schönwalde-Glien richtete der Sturm auf einem Grundstück in der Brandenburger Straße beinahe einen erheblichen Schaden an. Eine rund 30 Meter hohe Tanne drohte auf ein Haus zu stürzen.Sie konnte von den Kameraden gerade noch aufgehalten werden. Zuvor musste die Feuerwehr bereits in einer Querstraße einen Baum von einem Dach eines Hauses abtragen.

Dauereinsatz in Ketzin

In Ketzin/Havel hatten die Kameraden der Feuerwehr alle Hände voll zu tun. Mehrere umgestürzte Bäume fielen zum Beispiel auf ein ankerndes Kajütboot. Die Besatzung blieb glücklicherweise unverletzt, wenn sie auch etwas durchgefroren von den Kameraden der Feuerweh angetroffen wurde. wurden von Kameraden der Feuerwehr mit Heißgetränken versorgt. Die Feuerwehr schnitt das Boot frei, so dass es in den Ketziner Hafen geschleppt werden konnte.

Im Bereich des Strandbades löste sich während des Sturms ein Schwimmsteg und trieb frei umher. Zwei Kameraden zogen den Steg, der sich noch in Ufernähe befand ans Ufer und befestigten ihn sicher.

Ein weiterer Einsatz für die Ketziner Feuerwehr sah die Beseitigung eines entwurzelten Baumes im Fernewerder Weg vor. Der hing in einer Telefonleitung, die drohte abzureißen. Mit einer Motorsäge wurde der Baum beseitigt und die Telefonleitung befreit.

Die Stromleitung drohte abzureißen

Die Stromleitung drohte abzureißen.

Quelle: Julian Stähle

In Brieselang wurden mehrere Europaletten und große Plastikbehälter auf die Fahrbahn geweht, auf der B 5 kam es zu kurzzeitigen Behinderungen aufgrund größerer Äste, die die Fahrbahn blockierten.

Ruhig blieb es im Westhavelland

In Rathenow verzeichnete die Feuerwehr zwei sturmbedingte Einsätze. In der Friedrich-Engels-Straße flogen Baken und Zaunelemente, mit denen eine Baustelle abgesichert war, durch die Gegend. Nach Auskunft von Rathenows Ortswehrführer Oliver Lienig rückten die Einsatzkräfte aus, um die Teile, von denen einige auf der Fahrbahn lagen, einzusammeln und die Baustelle abzusichern. Im Gewerbegebiet Grünauer Fenn war ein Dachfenster einer Firma durch den Sturm aus des Halterung gedrückt und dabei beschädigt worden. Rathenower Feuerwehrleute kümmerten sich darum, die Fensteröffnung wieder sicher zu verschließen.

Noch ruhiger verlief, was den Sturm angeht, der Nachmittag in Premnitz. Nach Aussage von Wehrführer Olaf Thiem kam es zu keinem einzigen Einsatz. Allerdings hielt ein Quecksilberbehälter, der in einem Glascontainer entsorgt worden war, die Feuerwehr auf Trab .

Von Julian Stähle und Laura Sander

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