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Feuerwehrhaus soll ausgebaut werden

Perwenitz Feuerwehrhaus soll ausgebaut werden

Veraltete sanitären Anlagen, keine Duschen, keine Umkleideräume für Frauen: Das Feuerwehrgebäude in Perwenitz entspricht nicht mehr den Ansprüchen. Schon mehrfach hat sich die Gemeinde Schönwalde-Glien bei der LAG Havelland um Fördermittel bemüht, bislang jedoch vergebens. Nun versucht man es erneut – diesmal auf einem anderen Weg.

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Das Feuerwehrgebäude in Perwenitz hat schon bessere Tage gesehen.

Quelle: Philip Häfner

Perwenitz. Das Feuerwehrgebäude in Perwenitz hat schon bessere Tage gesehen. Die sanitären Anlagen sind veraltet, unzureichend und nicht barrierefrei. Duschen gibt es keine, Umkleideräume für weibliches Personal auch nicht. Zudem wird das Gebäude bald zu klein sein, wenn ein größeres Feuerwehrauto angeschafft wird. „Das Haus entspricht in keiner Weise den Ansprüchen eines modernen Feuerwehrgebäudes“, sagt Kreisbrandmeister Lothar Schneider. Und auch Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) meint: „Das ist zurzeit sicher kein attraktiver Standort, mit dem man junge Menschen für die Feuerwehr begeistern kann.“

Schon mehrfach hat sich die Gemeinde deshalb um EU-Fördermittel zum Ausbau des Gebäudes zu einem kombinierten Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus bemüht, bislang jedoch vergebens. Die Lokale Arbeitsgemeinschaft (LAG) Havelland, die förderfähige Projekt in der Region auswählt, lehnte das Vorhaben stets ab. Zur Begründung hieß es, mit dem Ausbau des Sportgebäudes gebe es in Perwenitz bereits ein Dorfgemeinschaftshaus; zudem seien Feuerwehrprojekte generell nicht förderfähig.

In Schönwalde kann man das nicht nachvollziehen. Die Gemeinde verweist darauf, dass die Mittel zur Entwicklung des ländlichen Raumes sehr wohl auch für Investitionen in Feuerwehrgebäude verwendet werden können, sofern diese ein Angebot für die Dorfgemeinschaft enthalten. Das habe ihm die zuständig Staatssekretärin Carolin Schilde erst kürzlich noch einmal bestätigt, so Bodo Oehme. „Das wir nicht auf die Rankingliste gesetzt werden, liegt allein an den Auswahlkriterien des Regionalmanagements der LAG Havelland“, sagt er. „Das kann ich nicht nachvollziehen.“

Die Gemeinde versucht nun auf anderem Weg das Projekt zu realisieren. Für den Aus- und Umbau des Feuerwehrgebäudes wurde ein Antrag bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) auf Fördermittel aus dem „Kommunalen Infrastrukturprogramm“ gestellt. Da dies nur noch bis Ende Oktober möglich war, ist der Antrag von der Verwaltung bereits eingereicht worden – die nachträgliche Genehmigung der Gemeindevertretung folgt dann voraussichtlich am 24. November. Rund 454 000 Euro sind für die Baumaßnahme veranschlagt, wobei Kosten für den Ankauf von Parkplatzflächen, den Bau der Parkplätze und der neuen Zufahrt noch nicht beziffert sind. Bis zu 60 Prozent können theoretisch vom Land übernommen werden. Weil das Förderprogramm jedoch laut Bodo Oehme „gnadenlos überzeichnet“ ist, dürfte es am Ende eher weniger werden.

Für den geplanten Anbau eines Schulungsraumes, der auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden kann, stellt die Gemeinde hingegen erneut einen Antrag bei der LAG. Die Unterlagen müssen bis Ende des Monats eingereicht werden. 126 000 Euro kostet die Baumaßnahme, maximal 75 Prozent könnten gefördert werden.

Sollte das Vorhaben von der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft jedoch auch dieses Mal wieder nicht auf die Rankingliste gesetzt werden, trotzdem es aus Sicht der Gemeinde und auch der Staatssekretärin so förderfähig wäre, müsste dieser Anbau trotzdem gebaut werden – dann ohne Fördermittel. Denn nach dem beantragten Umbau des Feuerwehrhauses entfällt im alten Gebäude der Schulungsraum – der Anbau ist deshalb zwingend erforderlich. „Die entsprechenden Mittel müssten wir dann im Haushalt bereitstellen“, sagt Oehme. Voraussichtlich im Januar entscheidet die LAG, welche Projekte unterstützt werden.

Von Philip Häfner

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