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Feuerwehrkameraden retten kleinen Hund aus Schacht

Spektakulärer Einsatz Feuerwehrkameraden retten kleinen Hund aus Schacht

Plötzlich war Jimmy weg – Hundemama Franziska König aus Brieselang (Havelland) hatte ihren Liebling aus den Augen verloren. Sie selbst entdeckte das Tier später in einem fast vier Meter tiefen Schacht in der Nähe. Die Brieselanger Feuerwehr rückte an – und die Kameraden wurden zu Helden.

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Franziska König war überglücklich, ihren Jimmy unversehrt in die Arme schließen zu können.

Quelle: Julian Stähle

Brieselang. Der Schock sitzt tief bei Hundemama Franziska König. Anfang der Woche war sie mit ihrem Mischlingsrüden Jimmy unweit der Bahnunterführung in der Brieselanger Schillerstraße unterwegs. Ausgelassen tobte der einjährige Jimmy über das Feld, jagte einem Stock hinterher. Plötzlich verlor Franziska König ihn aus den Augen – er war wie vom Erdboden verschluckt. Kurze Zeit später hörte die 18-Jährige aus einem alten Abwasserschacht das Wimmern ihres Lieblings.

Selber in den drei bis vier Meter tiefen Schacht zu klettern, kam für die Hundemama nicht in Frage – zu groß sei die Gefahr gewesen, sich zu verletzten. Also verständigte sie die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Brieselang, die ihr kurze Zeit später zu Hilfe eilten.

Jimmy war im Schacht gefangen

Jimmy war im Schacht gefangen.

Quelle: Julian Stähle

Die Kameraden versuchten mit einer Steckleiter in den engen Schacht zu gelangen. In einem waghalsigen Manöver schaffte es ein Kameraden in den Schacht zu klettern, Jimmy zu fassen zu bekommen und ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien. Freudestrahlend nahm ihn Besitzerin Franziska König in Empfang. „Wir haben dem Hund schnell helfen können und er blieb augenscheinlich unverletzt“, so Marco Robitzsch, Gemeindebrandmeister.

In diesen Schacht war Jimmy gefallen – mitten auf einem Feld

In diesen Schacht war Jimmy gefallen – mitten auf einem Feld.

Quelle: Julian Stähle

Wer die Kosten für den ungewöhnlichen Einsatz trägt, bleibt vorerst fraglich. Warum die Schächte auf dem Gelände, das bei vielen Hundebesitzern als Auslaufgebiet beliebt ist, nicht endlich geschlossen werden, ist für Franziska König unbegreiflich. „Es laufen ja auch Kinder über das Feld. Ich will mir gar nicht vorstellen, was passiert, wenn ein Kind in den Brunnen fällt“, so die 18-Jährige.

Jimmy ist wieder putzmunter

Jimmy ist wieder putzmunter.

Quelle: Julian Stähle

Für die Brieselanger Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr war es nicht der erste tierische Einsatz in diesem Jahr. Bereits im Mai versuchten sie einen offenbar hilflosen Waschbären von einem Baum zu retten. Nachbarn hatten sie verständigt, weil der Bär bereits mehrere Stunden wie leblos in 15 Metern Höhe an den Baumstamm geklammert ausharrte und sich selbst von Krähenattacken nicht stören ließ. Als die Kameraden jedoch mit der Drehleiter und Wagen anrückten, sauste das Tier aus eigener Kraft den Baum hinunter und brachte sich gleich auf dem nächsten in Sicherheit.

Von Julian Stähle

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