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Havelland Fichte ergänzt besondere Baumallee
Lokales Havelland Fichte ergänzt besondere Baumallee
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00:17 26.04.2017
Waldtraut Masuhr und Klaus Gottschalk wässerten die Fichte, die am Rhinkanal bei Zootzen-Damm gepflanzt wurde. Quelle: Norbert Stein
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Zootzen-Damm

Der Landschaftsförderverein Friesacker Pforte hat am Sonnabend am Rhinkanal bei Zootzen- Damm den 30. Baum des Jahres gepflanzt. Anlass war der Tag des Baumes, der am 25. April deutschlandweit begangen wird. Zum Baum des Jahres 2017 auserkoren hat die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die Gemeine Fichte, auch Rotfichte genannt.

Die Gemeine Fichte für die Jahresbaumallee am Rhinkanal stiftete Waldtraut Masuhr aus Damm gemeinsam mit dem Friesacker Bürgermeister Klaus Gottschalk. Die Fichte widme sie ihren drei erwachsenen Kindern, sagte Waldtraut Masuhr. Der Baum soll sie an ihre Kindheit in Damm erinnern und dass sie im Rhinkanal einmal schwimmen gelernt haben. Die Baumpflanzung nutzte Waldtraut Masuhr aber auch, um Dank zu sagen für viele schöne Jahre in einer dörflichen Gemeinschaft, die für sie ein Freundeskreis der Hilfsbereitschaft ist.

Vor 60 Jahren ist Waldtraut Masuhr nach Damm gekommen und damit in eine flache Landschaft. Ihre ersten Eindrücke von damals beschriebt sie am Sonnabend den rund einhundert Besuchern an der Jahresbaumallee so: „Hier siehst du schon am Sonnabend, wer am Sonntag zu Besuch kommt.“ Heute ist es für Waldtraut Masuhr die schönste Landschaft – mit viel Balsam für die Seele – und Heimat.

Den Baum des Jahres 2017 zu würdigen, überließ sie dem Bürgermeister. Gemeine Fichten erlangen einen stattlichen Stammumfang, werden bis zu 60 Mehr groß und liefern gutes Bauholz, erfuhren die Besucher, zu denen auch der Friesacker Amtsdirektor Christian Pust gehörte, von Klaus Gottschalk. Die Baumart ist auch im Rhinluch und dem gesamten Havelland heimisch. Heiße Sommer und lange Trockenperioden würden der Fichte allerdings zunehmend Probleme bereiten, erklärte Bernhard Langheinrich von Landschaftsförderverein Friesacker Pforte beim Treffen am Rhinkanal. Fichten brauchen zum Gedeihen ausreichend Wasser. Deshalb haben Waldtraut Masuhr und Klaus Gottschalk am Sonnabend ihre etwa sechsjährige Fichte auch mit Rhinwasser tüchtig angegossen.

Er hoffe, die Tradition, im April den Baum des Jahres zu pflanzen, werde auch in Zukunft erhalten, sagte der Bürgermeister, bevor die Rhinluchmusikanten aus Dreetz Frühlingslieder spielten und die Besucher trotz gelegentlicher Hagel- und Regenschauer den Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Gegrillten in guter Gemeinschaft genossen.

Des Bürgermeisters Worte haben eine Bewandtnis. Die Landschaftsförderverein Friesacker Pforte wird sich Mitte des Jahres auflösen, bestätigte Bernhard Langheinrich. Deshalb bedarf es neuer Akteure für die Jahresbaumallee und der Fortführung dieser Tradition.

Im Jahr 2009 musste das Land Brandenburg als Ausgleich für eine Baumaßnahme bei Friesack sieben Bäume pflanzen. Der Vorschlag des Landschaftsförderverein Friesacker Pforte, dafür den von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald seit Ende der 1980er-Jahre benannten Baum des Jahrs zu nutzen, fand bei allen Akteuren Zustimmung. 2010 pflanzte der Landschaftsförderverein gemeinsam mit der Stadt Friesack und weiteren Unterstützen die ersten Bäume am Rhinkanal. Seither wird die Aktion jedes Jahr im April aus Anlass des Tages des Baumes fortgeführt. Über 300 Meter lang ist die Allee „Baum des Jahres“ mittlerweile. Sträucher wurden gepflanzt, ein Insektenhotel aufgestellt und Tafeln mit Informationen zu den Bäumen und der Rhinlandschaft entlang der Allee gesetzt. Bänke zum Verweilen ein.

Von Norbert Stein

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