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Havelland Finanzierung des Frauenhaus für 2017 gesichert
Lokales Havelland Finanzierung des Frauenhaus für 2017 gesichert
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06:05 22.07.2016
Frauenhäuser bieten Frauen und Kindern in Not Schutz. Quelle: dpa
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Rathenow

Obwohl sich alle einig sind, dass das Beratungs- und Krisenzentrum für Frauen als landkreisweites Angebot erhalten bleiben muss, sorgt die Finanzierung der Einrichtung seit Jahren für Diskussionsstoff. Der Träger, der Unabhängige Frauenverein, muss immer wieder um die Finanzierung des Frauenhauses und der drei Beratungsstellen kämpfen.

Nun gibt es zumindest für 2017 ein positives Signal. Wie Wolfgang Gall, Sozialdezernent des Landkreises erklärte, ist im Haushaltsplanentwurf für das kommende Jahr die gleiche Fördersumme wie im laufenden Haushaltsjahr veranschlagt, nämlich 52 700 Euro. „Damit wollen wir auch in 2017 die Finanzierung der Einrichtung in erheblichem Maß sicherstellen“, so Gall.

Landkreis muss jetzt um finanzielle Unterstützung werben

Noch Anfang Mai hatte ein Schreiben des Sozialamts des Landkreises für Diskussionsstoff in den Gemeinden gesorgt. Daraus ging hervor, dass bis dato die Finanzierung der Einrichtung im nächsten Jahr nicht gesichert werden kann, da den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von rund 148 000 Euro nur Einnahmen in Höhe von rund 112 000 Euro gegenüberstanden. Rund 10 0000 Euro fließen aus den Nutzungsentgelten der Frauen ein, weitere 62 500 Euro kommen vom Land. Die Zuwendung des Landkreises sollte laut Schreiben 40 000 Euro betragen.

Bisher musste das Beratungs- und Krisenzentrum für Frauen selbst bei den kreisangehörigen Gemeinden um finanzielle Unterstützung werben, nun ist dies Aufgabe des Landkreises, so hat es das Landesamt für Soziales und Versorgung bestimmt. An der Bereitschaft der Kommunen, die Einrichtung mit eigenen Mitteln zu unterstützen, hat sich dennoch nicht viel geändert.

Zuwendungen über Kreisumlage auf Kommunen umlegen

Während einige Gemeinden nach wie vor den Landkreis in der Pflicht sehen, beteiligen sich Rathenow, Falkensee, Nauen und Premnitz an den Kosten. Rathenow unterstützt die Einrichtung als Standortkommune schon seit 1992 und stellt derzeit neben dem Gebäude jährlich noch 9000 Euro zur Verfügung.

Die Gemeinde Schönwalde-Glien dagegen lehnt eine Beteiligung ab. Sie sieht die Prüfung der zuwendungsfähigen Kosten und der Kostenverteilung zwischen Land und Kommunen sowie die sich daraus ergebende Finanzierung beim Landkreis. „Die Zuwendungen werden gegebenenfalls über die Kreisumlage auf die kreisangehörigen Kommunen umgelegt“, heißt es in der Begründung der Gemeinde.

Jede Frau sollte Recht auf Unterstützung haben

Nun wird der Landkreis auch 2017 52 700 Euro für die Aufrechterhaltung des Angebots bereits-stellen. Eine optimale Lösung sei das aber nicht, so Catrin Seeger, Leiterin der Einrichtung und Vorstandsmitglied des Netzwerks der brandenburgischen Frauenhäuser. Sie sieht ganz klar den Bund in der Plicht. „Auch nach 40 Jahren Frauenhaus-Bewegung in Deutschland wird eine so wichtige Aufgabe vom Bund nach unten auf die Länder und schließlich auf die Kommunen geschoben, wo kein Geld vorhanden ist. Wir müssen dann sehen, wie wir damit klar kommen“, kritisiert Seeger.

Sie möchte, dass das Thema auf Bundesebene einen anderen gesellschaftlichen Stellenwert bekommt. „Jede Frau sollte das Recht auf eine allumfassende, bedarfsgerechte und qualifizierte Unterstützung haben. Es muss endlich eine Pflichtaufgabe werden.“

Von Christin Schmidt

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