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Finanzminister unter schweißenden Robotern

Görke (Linke) bei MAP Rathenow Finanzminister unter schweißenden Robotern

Finanzminister Christian Görke (Linke) hat am Donnerstag die Maschinen und Apparatebau Produktions GmbH (MAP) in Rathenow besucht. Das ist ein florierender Betrieb mit 270 Beschäftigten, der in den nächsten Jahren viele Arbeitsplätze schaffen will. Besonders interessierte sich der Minister für die neuen Schweißroboter.

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Finanzminister Christian Görke (Linke, rechts) mit MAP-Geschäftsführer Holger Pleske am größten neuen Schweißroboter.

Quelle: Bernd Geske

Rathenow. Als „sehr beeindruckend“ hat Finanzminister Christian Görke (Linke) am Donnerstag gelobt, was er in der Maschinen und Apparatebau Produktions GmbH (MAP) gezeigt bekam. Der aus Rathenow stammende Minister wollte endlich mal mit eigenen Augen sehen, was sich in dem Rathenower Betrieb mit über 100 Jahre alten Metallbau-Traditionen am Grünauer Weg aktuell so alles tut. Im Unternehmen seien in den letzten Jahren 19 Millionen Euro investiert worden, fasste er zusammen. 270 Beschäftigte gebe es dort. Das sei ein klares Zeichen dafür, dass die industrielle Basis in der Region nicht verloren gehe. Mit rund 20 Prozent habe das Land die genannten Investitionen in der MAP GmbH gefördert, teilte Christian Görke mit. Jetzt, da das Unternehmen eine Neuprofilierung betreibe, werde das Land auch diesen Prozess gern unterstützen.

Die Blechfertigung soll bis 2020 erheblich erweitert werden

Worum genau es bei dieser Neuprofilierung geht, hat MAP-Geschäftsführer Holger Pleske erklärt. Das Unternehmen produziere gegenwärtig Teile für namhafte Elektromaschinenhersteller, berichtete er, und es liefere Komponenten für Öl- und auch Kohleförderanlagen. In diesem Jahr sei damit begonnen worden, teilte er dann mit, die bislang eher kleine Blechfertigung massiv zu erweitern. Zu diesem Zweck seien Laserschneidanlagen und CNC-Abkantbänke gekauft worden. Holger Pleske sprach von dem anspruchsvollen Ziel, den Umsatz in der Blechfertigung bis 2020 auf 20 Millionen Euro zu steigern. Das wäre dann allein in diesem Bereich in etwa genau so viel Geld, wie gegenwärtig die MAP GmbH insgesamt umsetzt.

Mit der Erweiterung der Blechfertigung will sich das Unternehmen ein zweites Standbein aufbauen. Hergestellt werden dort vor allem Teile für die Nutzfahrzeug-Industrie, die Agrar-Technik und für Baumaschinen-Produzenten. 2015 wird die Blechfertigung „nur“ rund drei Millionen Euro Umsatz machen. Geht die geplante Umsatzerhöhung bis 2020 auf, wird das Unternehmen parallel dazu dort wenigstens 80 neue Arbeitsplätze schaffen.

Auszubildende lernen, auch vor 40-Tonnen-Teilen keine Angst zu haben

Mit Interesse angesehen hat sich Christian Görke auch die drei neuen Schweißroboter, die die MAP GmbH in diesem Jahr gekauft hat. Geschäftsführer Holger Pleske hat sie als „Meilenstein“ für das Unternehmen bezeichnet, weil sie es nun möglich machen, große Stückzahlen bestimmter Komponenten auf effiziente Weise herzustellen. Also sehr schnell und präzise. Anerkennende Worte fand der Finanzminister für die Art und Weise, wie die MAP GmbH für ihren Fachkräftenachwuchs sorgt. Gegenwärtig werden 16 Lehrlinge ausgebildet. „Für unsere Großzerspanungsmaschinen findet man auf dem freien Markt keine Fachkräfte“, erklärte Holger Pleske, „deshalb bilden wir sie selber aus und zeigen ihnen auch, dass sie selbst vor 40-Tonnen-Teilen keine Angst zu haben brauchen.“

Von Bernd Geske

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