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Havelland Fischerkönigin vor dem Abschied
Lokales Havelland Fischerkönigin vor dem Abschied
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02:15 08.07.2017
Sofie Reinschlüssel an der Havel. Quelle: Foto: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Im Alter von 17 Jahren wurde Sofie Reinschlüssel 2015 zur Ketziner Fischerkönigin gewählt. Im Vorjahr behielt sie die Krone für ein weiteres Jahr. Jetzt geht ihre ehrenamtliche Repräsentationsaufgabe zu Ende.

Der Abschied als Königin steht bevor. Sind Sie erleichtert oder traurig, wenn Sie ihrer Nachfolgerin in gut einem Monat die Krone aufsetzen?

Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Dieses Ehrenamt wird mir fehlen und ich habe es nie bereut, damals angetreten zu sein. Aber die Anforderungen in meinem Studium werden größer. Deshalb bin ich andererseits auch froh, mich jetzt darauf konzentrieren zu können.

Was haben Sie im Moment ihrer Krönung 2015 empfunden?

Es war ein beeindruckendes Gefühl, als mir vor großer Kulisse meine Vorgängerin Jovanna Bialek aus Tremmen die Krone aufgesetzt hat. So ganz genau wusste ich damals noch nicht, welche spannenden, interessanten und auch vielfältigen Aufgaben mich erwarten. Aber gleich am nächsten Tag begannen meine offiziellen Auftritte beim traditionellen Fischzug hier in Ketzin. Fischermeister Lutz Schröder setzte mich mit Schwung in seinen großen Kahn zur Auslegung des Zugnetzes. Ich sollte Glück bringen – habe ich wohl auch. Das Netz war recht prall gefüllt. Während der Versteigerung musste ich vor mehreren hundert Zuschauern allerlei von Havelfischen und Ketzin erzählen. Na ja, auf Anraten von Bürgermeister Bernd Lück hatte ich mich entsprechend vorbereitet.

An welche Ereignisse während ihrer Amtszeit erinnern Sie sich besonders gern?

In Ketzin sind das die beiden Festumzüge, als ich in meinem havelblauen Kleid und der Schärpe als Fischerkönigin im geschmückten Kahn gemeinsam mit dem Fischer und dem Bürgermeister an der Spitze der Zuges die Begeisterung der Ketziner und von mehreren hundert Gästen erleben durfte.

Und außerhalb ihrer Heimatstadt?

Eine ganz neue und für mich interessante Welt waren die Auftritte zur Brandenburgischen Landwirtschaftsausstellung in Paaren im Glien, zur Grünen Woche und während der Internationalen Tourismusbörse in Berlin. Dort traf ich oft auf andere Majestäten wie die Werderaner Blütenkönigin und die Havelländische Erntekönigin. Aber ich werde auch die vielen Erntefeste, die Ketziner Museumsfeste und Ausstellungseröffnungen nicht vergessen. Sehr gefreut habe ich mich, dass ich die erste Fischerkönigin bin, die am Neujahrsempfang des Landrates teilnehmen durfte.

Bei all den Auftritten als Fischerkönigin – haben Sie ihr Lehramtsstudium trotzdem bewältigt?

Zuerst war mir davor auch bange. Aber ich musste während der Amtszeit keine Veranstaltung an der Uni absagen. Wenn ich Ketzin repräsentieren durfte, habe ich davor und danach oft bis in die späten Abendstunden gelernt. Das ging schon.

Von Wolfgang Balzer

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