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Havelland Fläche für Wohnen und Gewerbe knapp
Lokales Havelland Fläche für Wohnen und Gewerbe knapp
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16:08 30.11.2016
IPG-Geschäftsführer Rüdiger Hage sprach am Dienstag über die anhaltende Nachfrage nach großen Gewerbeflächen im Osthavelland. Quelle: Laura Sander
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Dallgow-Döberitz

Das Osthavelland ist gleichermaßen starker Wirtschaftsstandort und gefragte Wohngegend. Beim zehnten Regionalforum Wirtschaft der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) erfolgte am Dienstag in Dallgow eine Bestandsaufnahme, und es wurde Zukunftsmusik angestimmt. Die Chancen der Region bringen in den kommenden Jahren auch Aufgaben und Probleme mit sich, die Landkreis und Kommunen sowie weitere Akteure gemeinsam lösen müssen – egal, ob es um den Bevölkerungszuwachs und den Mangel an Wohnraum oder geeignete Flächen für weitere Wirtschaftsstandorte geht.

Nachfrage reißt nicht ab

Die Nachfrage nach Flächen in den Güterverkehrszentren (GVZ) Wustermark und Brieselang reißt nicht ab. „Derzeit sind bereits rund 75 Prozent der Nettofläche im GVZ Wustermark belegt, in den kommenden Jahren rechne ich mit einer Auslastung von mehr als 90 Prozent. Vor allem große Flächen sind gefragt und kaum noch zu bekommen“, so Rüdiger Hage, Geschäftsführer der GVZ-Entwicklungsfirma IPG. 2017/18 werde es im Osthavelland keine Flächen mehr geben, sollte die Nachfrage ungebrochen bleiben. Daher sollte man bereits jetzt damit anfangen, nach weiteren geeigneten Standorten für Neuansiedlungen suchen, so Hage weiter. „Wenn es bei uns nicht genug Flächen zur Verfügung stehen, gehen die Firmen einfach woanders hin“, sagt der IPG-Geschäftsführer. Darüber hinaus dürfe man nicht vergessen, die bestehenden Standorte zu sichern und verstärkt in die Personenbeförderung und die Infrastruktur zu investieren.

Neben dem Logistikunternehmen Hermes, das sich in Etzin ansiedeln wird, hat sich die Drogeriekette DM kürzlich eine der letzten großen Flächen im GVZ Wustermark gesichert. Noch ist der Kaufvertrag nicht unterschrieben, da der Bebauungsplan Güterverkehrszentrum geändert werden müsse. Künftig könnten hier jedoch rund 500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Verdichtung und Neubau

Obwohl ein Arbeitsplatz im Havelland durch die Nähe zu Berlin auch für viele Pendler attraktiv wäre, ist der Zuzug aus der Metropole und ganz Deutschland ungebrochen – das Bauland im Havelland wird knapp. Nutzungskonflikte zwischen Wohnen, Natur und Gewerbe sind vorprogrammiert. Laut der Firma Complan-Kommunalentwicklung, die das Neubau- und Verdichtungspotenzial in der Region untersucht haben, gäbe es im Osthavelland jedoch Flächen für weitere rund 18 500 Wohnungen. Die stünden allerdings zum großen Teil langfristig zur Verfügung – also erst in einigen Jahren. Nur etwa fünf Prozent der potenziellen Flächen können kurz- oder mittelfristig bebaut werden.

Kommunale Arbeitsgemeinschaft

Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Wirtschaftsregion Osthavelland ist ein Zusammenschluss der Gemeinden Brieselang, Dallgow-Döberitz, Schönwalde-Glien und Wustermark, der Städte Falkensee, Ketzin/Havel und Nauen sowie dem Landkreis Havelland mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale der Region zu bündeln und optimal zu nutzen. Auf dieser Basis wurde im Juli 2010 die KAG gegründet.

Weitere Herausforderungen in den kommenden Jahren sind bei gleichbleibender Entwicklung die Anpassung der sozialen und technischen Infrastruktur sowie die Koordinierung des zunehmenden Verkehrsaufkommens. „Mit Blick auf Etzin sehe ich durch die Ansiedlung von Hermes schon bald Handlungsbedarf. Hier könnte es aufgrund der fehlenden B 5-Anbindung zu Problemen kommen“, so Rüdiger Hage.

Von Laura Sander

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