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Havelland Fliedners Theatergruppe braucht Lichttechnik
Lokales Havelland Fliedners Theatergruppe braucht Lichttechnik
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15:09 27.11.2016
Sequenzen aus dem Leben der Schauspieler machen das Stück der Theatergruppe einzigartig, ehrlich und unverfälscht. Quelle: Foto: Privat
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Falkensee/Nauen

Den totalen Nervenkitzel, die pure Aufgeregtheit und eine riesige Portion Spaß – das empfinden die Schauspieler der Fliedners Theatergruppe, sobald sie eine Bühne betreten. Neun der aktuell elf Schauspieler aus Nauen, Falkensee und Dreibrück haben eine Behinderung und zeigen den Zuschauern, wie sie das Leben sehen, was sie empfinden und wie viel Freude ihnen der Alltag bereitet. „Das Projekt wurde 2015 gestartet. Als wir gesehen haben, wie die Schauspieler aufgeblüht sind, ist es eine feste Institution geworden“, erinnert sich Benjamin Dwucet, Leiter der Gruppe. „Wir haben das Stück, das wir bislang vier Mal aufgeführt haben, gemeinsam mit der Brandenburger Schauspielerin Michelle Schmidt erarbeitet. Jeder Akteur bringt eine Sequenz aus dem eigenen Leben mit und lässt das Publikum daran teilhaben– das ist beeindruckend“, so Dwucet, der im Havelland das Fliedners Ambulant Betreute Wohnen leitet.

Damit die Schauspieler, die bereits an neuen Inszenierungen feilen, ihre Auftritte und Proben eigenständig bestreiten können, fehlt es jedoch an der richtigen Licht- und Tontechnik. „Bislang mussten wir uns das Equipment extra leihen – das ist jedes Mal ein großer Kostenaufwand. Mit einer eigenen Ausstattung wären wir unabhängig“, so der Heilerzieher. Auch das Geld für Bühnenbilder und Requisiten ist immer knapp. Deshalb möchte die MAZ-Lokalredaktion helfen und ruft ihre Leser zu Spenden für die Ausstattung der Theatergruppe auf. „Etwa 600 Euro kostet allein die Lichtanlage mit vier Leuchtmitteln, einer Lichtorgel und allen Kabeln“, sagt Dwucet, der auf die Spendenkraft der Havelländer hofft. „Theater zu spielen, ist für unsere Schauspieler das Tollste. Es wäre schade, würde das Projekt einschlafen.“

Einige der Darsteller, die alle einer Tätigkeit in den Fliedners Werkstätten im Osthavelland nachgehen, werden den MAZ-Lesern in der Adventszeit in größeren und kleineren Geschichten begegnen. In einer Art Rundgang durch das Unternehmen möchten wir die einzelnen Werkstattbereiche in Nauen und Falkensee, die Arbeit der Betreuer und die Menschen vorstellen, die bei Fliedners beschäftigt sind und hier auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet werden.

Die Aufgabenfelder sind bunt gemischt: von der Verpackung von Schreibwaren- oder Hygieneartikeln, der Montage von Baugruppen, der Reinigung und Aufbereitung von Autos, Aufgaben im Bereich Gartenlandschaftspflege oder in der Falkenseer Hygienewäscherei – jeder wird bei Fliedners nach seinen Kompetenzen und Stärken eingesetzt. „Wir sprechen gerne vom Arbeitsmarkt 1B. Denn alle Aufgaben, die unsere Beschäftigten zwar in einem für sie geschützten Raum erledigen, gibt es so auch auf dem ersten Arbeitsmarkt“, sagt Axel Budzinski, Regionalleiter der Fliedners Werkstätten im Havelland. Fliedners Havelland ist seit 1992 unter dem Dach des Landesausschusses für Innere Mission (LAFIM) in der Arbeit mit und für Menschen mit Behinderung aktiv. Rund 300 geistig und körperlich Behinderte, psychisch Erkrankte und Menschen, die Schäden durch den eigenen oder elterlichen Alkohol- und Drogenmissbrauch davongetragen haben, arbeiten im Havelland Seite an Seite.

Wer sich an der MAZ-Aktion beteiligen möchte kann auf das Spendenkonto der Fliedners Werkstätten einzahlen. Liebe Leser, es wäre sehr schön, wenn mit Ihrer Hilfe das Geld für die Ausstattung der Theatergruppe zusammenkommt und sich die Schauspieler am 24. Dezember über die neue Licht- und Tontechnik unter dem Weihnachtsbaum freuen könnten.

Das Spendenkonto

Wer sich an der Weihnachtsaktion „MAZ Sterntaler“ beteiligen und für die Ausstattung der Theatergruppe für Menschen mit Behinderung spenden möchte, kann seinen Betrag auf das Konto der MAZ überweisen (die IBAN des Kontos sehen Sie links unter dem Sterntaler-Logo). Verwendungszweck: Theater.

Fliedners Dienste für Menschen haben allein im Osthavelland Standorte in Falkensee und Nauen.

Von Laura Sander

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